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Octo Wallace

Fast Women Slow Horses

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Jazzrock / Fusion; Krautrock; Psychedelic; Punk
Label: Selbstverlag
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tobi Bass
Domi Gitarre
Guido Trommeln
Peter Synthies, Geschrei

Gastmusiker

Swobo Gesang
Chefkoch Gitarren, Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Fast Women Slow Horses 0:41
2. Cliff Burton with Happy Finish 6:41
3. Listrik 3:44
4. Circus Socialetti 5:20
5. Cosmo Bob 3:52
6. Der Hahn isst Kot! 1:05
7. Chicken Hearted 5:12
8. Yes to say No!...my beloved Unterschichtenradio 6:45
9. Oliver Beerhenke and the Purple Pipers at the Gates of Avalon 7:18
Gesamtlaufzeit40:38


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Prog minus Scheiße. Laut Selbstdarstellung der Band aus Köln soll es das sein, was auf Fast Women Slow Horses, der mittlerweile dritten selbstverlegten Scheibe der Kölschen Jungs zu hören ist. Wobei man sich als Scheiße wohl jedweden Bombast oder Süßlichkeit oder Erhabenheit irgendeiner Art vorzustellen hat. So salopp der Slogan, so kernig die Musik, die sich aus recht unterschiedlichen Quellen speist: eine satte Portion z.T. punkiger Indie-Rock plus basaler Funk plus Jazzrock plus etwas Psychedelic. Und krautrockig klingt es durchaus auch, z.B. auf dem Rausschmeißer mit dem programmatischen Titel „Oliver Beerhenke and the Purple Piper at the Gates of Avalon“. Außerdem wirken soundbestimmend: eine erfrischende, ungeschliffene, rotzige Rauheit und ein sich selbst nicht so schrecklich Ernst nehmen.

Meistens spielen Octo Wallace instrumental. Ein sich leicht überschlagender, funkiger Bass, eine mal riffezerfetzende, mal jazzrockige Gitarre, mal im 70ies-Vintage, mal im Käsigen erklingende Synthies und zwischen Druck und Filigranität changierende Drums erzeugen ein ungemein frisches Klangbild.

Gelegentlich kommt aber auch ein wenig Gesang zum Einsatz. Etwa bei dem geschmackvollen Punk-Brett „Der Hahn isst Kot!“. Wobei das rauhe Punk-Geschrei beim teilweise jazzrockig-funkigen „Chicken hearted“ von einem „Chor der Debilen“ konterkariert wird. Hübsch gemacht. Aber es gibt auch noch zwei Stücke, bei denen Swobo (von Calling Linus) zum Mikro gegriffen hat und mit jungenhafter Stimme gesanglich ganz andere, melodischere Akzente setzt.

Octo Wallace bieten auf Fast Women Slow Horses einen rund laufenden, sehr eigenständigen modernen Indie-Prog ohne sich aber allzu modisch zu geben. Vielleicht ist da doch auch etwas vom alten Krautrockgeist übergekommen: etwas Neues, Eigenes schaffen, ohne sich an Modetrends (aktuell z.B. Nu-Prog) zu hängen. Prog minus Scheiße. So kann man es natürlich auch nennen...

Anspieltipp(s): Cliff Burton with Happy Finish, Chicken hearted
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.8.2008
Letzte Änderung: 15.8.2008
Wertung: 12/15

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