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Isopoda

Acrostichon

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Musea
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Geert Amant keyboards,strings,backing vocals
Walter De Berlangeer guitars,percussion,backing vocals
Arnold De Schepper lead vocals (2-6),bass,pedals,guitars, percussion, flute, backing vocals
Dirk De Schepper lead & backing vocals,percussion
Guido Rubrecht organ (2-6)
Marc van der Schueren drums, percussion
William Souffreau backing vocals (6)

Tracklist

Disc 1
1. Acrostichon 9:20
2. The Muse 7:31
3. Watch The Daylight Shine 5:19
4. Don´t Do It The Easy Way 12:03
5. Considering 7:58
6. Male And Female 4:43
Gesamtlaufzeit46:54


Rezensionen


Von: Horst Straske @


Die belgische Band Isopoda veröffentliche 1978 ihr erstes Album namens "Acrostichon", welches 1995 durch Musea wiederveröffentlicht wurde. Im Fall der Beschreibung des Stils von Isopoda kann man es sehr kurz machen, da die Band ohne Zweifel von Genesis inspiriert war. Auf dem Album sind durchweg hochwertige Songs der typischen melodischen und symphonischen Spielart des Progressive Rocks der 70er Jahre enthalten. Im Bezug auf Eigenständigkeit und Originalität darf man jedoch auch keine Heldentaten erwarten. Somit kommt mir als weiterer Vergleich die hervorragende deutsche Band Neuschwanstein in den Sinn, deren Qualität aber nicht ganz erreicht wird.

Man legte genauso wie Neuschwanstein sehr viel Wert auf schöne Melodien. In vielen Passagen macht sich auch die romantische Ader der Band bemerkbar. Diese Art von romantischem Pathos könnte für viele Leute möglicherweise zu viel des Guten sein. Wer jedoch von den alten Genesis nicht genug bekommen kann und auch die unbekannteren Bands der goldenen Ära des Progs bzw. Art Rocks mal gerne hört, wird von Isopoda keinesfalls enttäuscht sein. Meiner Ansicht nach ist es wirklich keine Schande, wenn man sich dabei einiger stilistischer Mittel eines großen Vorbildes bedient.

Es ist auch noch zu erwähnen, dass die Bandmitglieder mit einem Alter zwischen 20 und 22 Jahren sehr jung waren und für dieses Alter relativ virtuos aufspielten. Von der bisweilen sphärischen elektrischen Gitarre, der romantischen Flöte, der akustischen Gitarre bis zu dem "rumpelnden" Bass sind wirklich alle Elemente vorhanden, die man als Fan der alten Genesis erwartet. Auf ein Mellotron muss man leider verzichten. Auch der pathetische Gesang ist sehr angenehm anzuhören. Der absolute Höhepunkt des Albums ist mal wieder der längste Titel. Mit einer Länge von 12:03 Minuten läßt dieser Song namens "Don´t Do It The Easy Way" wirklich keinerlei Wünsche offen.

Der von Musea ausgegrabene Bonustitel "Male And Female" wurde bereits 1976 aufgenommen und fällt demgegenüber jedoch qualitativ ab. Der Sound ist hier noch absolut katastrophal und die Melodie eher banal.

Leider hatten es Isopoda, was den Erfolg betrifft, ziemlich schwer, da man ja erst Ende der 70er Jahre aktiv war und bezüglich des Geschmacks der breiten Masse schon damals altmodisch klang. Letztendlich brachte man doch insgesamt 3000 Alben innerhalb von Belgien an die Frau bzw. an den Mann. Zu einem Export kam es jedoch nicht.

So, jetzt beende ich aber meine Kritik und höre mir das Album "Acrostichon" zum x-ten Mal an und begebe mich auf eine Reise in die gute alte Zeit des Progs, die ich altersbedingt natürlich nicht miterleben konnte. Solche Alben sind so richtig schön positiv verstaubt, so dass ich den Staub regelrecht aus den Boxen quillen sehe.

Anspieltipp(s): Acrostichon, Don´t Do It The Easy Way
Vergleichbar mit: alte Genesis, Neuschwanstein
Veröffentlicht am: 13.5.2002
Letzte Änderung: 23.2.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Isopoda

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1981 Taking Root 8.00 1

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