And We're Not Here After All
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MUSEA |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Alex Keskitalo |
vocals, flute |
| Jaakko Kettunen |
guitar |
| Janne Pylkkönen |
bass |
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| Tarmo Simonen |
piano, polysix, keyboards |
| Ville Sjöblom |
drums |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
A Method...
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4:13
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| 2. |
...To The Madness
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7:44
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| 3. |
Time Can Stay
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8:08
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| 4. |
The Sun
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1:09
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| 5. |
Lost Inside
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11:47
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| 6. |
Entropy
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6:41
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| 7. |
A Captain On The Shore
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9:47
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| Gesamtlaufzeit | 49:29 |
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Rezensionen

Drei Jahre musste die Fangemeinde auf ein neues Werk der Finnen warten. Mehrfach war das Album schon angekündigt und wurde doch immer wieder verschoben, aber jetzt ist es da und das Warten hat sich gelohnt.
Die jungen Finnen von Overhead entwickeln sich bedächtig weiter. War der Zweitling „Metaepitome“ noch stark retroproglastig, mit ersten Ausflügen in New Artrock und paar spacigen Einschüben, so haben sich die Gewichte auf „And We're Not Here After All“ vollends verschoben. Overhead machen nun moderne, verspielte, sinfonische Rockmusik, die am ehesten in die New Artrock-Schublade passen will. Sicher spielen da noch die Retro-Einflüsse der „guten, alten Zeit“ eine Rolle, aber nurmehr als vage Begleiterscheinung im Hintergrund.
Soll der Albumtitel ausdrücken, dass Overhead sich noch nicht am Ende ihrer Reise sehen? Zu glauben wär's, denn zunächst wirkt das neue Werk etwas zerfleddert. Es ist nicht unbedingt unzugänglich, aber ein roter Faden will sich nicht gleich finden lassen. Schon der zweigeteilte Opener mit Flüster- und Sprechgesang, seltsam schrägen Melodien und einer Mischung aus Pop- und Waveelementen wirkt irgendwie unfertig, macht aber neugierig. Dann folgt mit „Time Can Stay“ eine Art-Pop-Variante von Crimsons „Epitaph“, auch sehr eigenwillig, aber so nach und nach kriechen hier die Melodien ins Ohr und setzen sich dort unwiederbringlich fest. Overhead spielen mit sanften Keyboard-Läufen, aggressiven Gitarrenausbrüchen, bewegter Rhythmik und Sänger Keskitalo, der alle Facetten seiner eigenartigen Stimme (die mich gelegentlich an Phideaux erinnert, wie so manches hier) ausleben kann.
Der hymnische Longtrack „Lost Inside“ steigert sich dann von ruhigem Art-Pop in bombastischen New Artrock mit jubilierender Gitarre, verspielten Pianoläufen und fetten Keyboardflächen. Einzig der Songtitel wird ein bisschen oft wiederholt, aber letztlich trägt das auch zu der hypnotischen Wirkung bei. Lyrische Flötentöne runden das Klangbild ab. Bei „Entropy“ packen die Finnen dann den Rocker aus und geben mit wirbelnden Keyboards und ausladender Gitarrenarbeit mal so richtig Gas, nur um im abschließenden Longtrack sich wieder in sanft schwebenden Gefilden oder gar in den unendlichen Weiten des Alls zu verlieren. Wunderschön!
Overhead liefern mit „And We're Not Here After All“ ein eigenwilliges Patchwork-Album ab, auf dem zunächst nichts so recht zusammenpassen will, bis sich mit der Zeit der Kreis in den Ohren schließt und den Hörer ein besonderes Erlebnis zwischen New Artrock, ArtPop, Retroprog und moderner, verspielter Rockmusik erwartet. H-Marillion, Sylvan, vor allem aber auch Phideaux sind die Referenzen, die den inzwischen ganz eigenen Sound der Finnen vergleichbar machen (sollen).
| Anspieltipp(s): |
schwierig... vorne geht's los! |
| Vergleichbar mit: |
siehe Rezi-Text |
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| Veröffentlicht am: |
16.9.2008 |
| Letzte Änderung: |
16.9.2008 |
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Genau so bleibt die Zukunft einer jungen Band spannend!
Overhead zeigen auf ihrem dritten Album eindeutig, dass sie nicht ein Leben lang das Gleiche spielen wollen. Sie vereinigen zu ihren mittlerweile bekannten Trademarks frische Energien mit Biss, was der Platte einen erfreulich farbenfrohen und abwechslungsreichen Anstrich gibt. Die Magie, die die Musik verströmt, klingt somit recht zeitlos und opulent, aber nicht überladen - das ist New Artrock vom Feinsten, ganz im Stile von Sylvan. Overhead mischen ihre Musik mit fast den gleichen musikalischen Einflüssen und Elementen wie die Hamburger Band. Von poppigen Melodielinien, atmosphärischem Rock, sparsam verteiltem Retro-Prog, eingestreutem Waverock, metallisch-treibenden Gitarren, quirlig-verspielten Momenten, elegischen Pianoklängen, einprägsamen Refrains, rhythmischem Sprechgesang, bis hin zu elektronisch aufgepeppten Rhythmen ist alles in explosiver Emotionalität oder Melancholie zusammengewürfelt. Dazu kommt Alex Keskitalos´ charakteristischer Sologesang, mal stark, mal zerbrechlich und sein sanftes Flötenspiel.
Allerdings funktioniert die neue Formel noch nicht für das ganze Album. Das eine oder andere Stück lässt den Erregungspegel doch wieder auf normale Werte absacken. Sie wirken irgendwie unreif und noch nicht richtig gerundet.
Dennoch wollten die Finnen mit "And weïre not here after all" etwas Neues machen. Daraus ist keine Progrevolution geworden. Aber immerhin ein tolles Stück Musik, das für Überraschungen sorgt und keineswegs auf der Oberfläche des Genres dahin plätschert.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.8.2011 |
| Letzte Änderung: |
15.8.2011 |
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