Towards The Mysterium
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jimmy Pitts |
keyboards, piano |
| Jerry Twyford |
bass, percussion (15) |
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| Alex Arellano |
drums, percussion |
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Gastmusiker
| Jim Shannon |
trumpet |
| Joe Deninzon |
violin |
| Joshua Thomson |
alto sax |
| Mike Prescott |
tabla kit |
| Ron Jarzombek |
guitar |
| Marcel Goenen |
guitar |
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| Brev Sullivan |
guitar |
| Bill Bruce |
guitar |
| Aaron Roten |
guitar |
| Tom "Fountainhead" Geldschlager |
guitar |
| Mikhal Caldwell |
guitar |
| Brad Hull |
guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prelude / Towards the Mysterium
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0:27
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| 2. |
PRISM I. Reflection
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5:03
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| 3. |
II. Refraction
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2:21
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| 4. |
Fibonacci's Notebook
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3:00
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| 5. |
Strangeness
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3:37
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| 6. |
The Mathematics of Divinity
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1:43
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| 7. |
Out of the Summer Sky
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7:02
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| 8. |
Worshipping Slonimsky in a Ravellian Mood
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2:01
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| 9. |
Piano Improv Take 1
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4:25
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| 10. |
Falling Down Stairs
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1:42
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| 11. |
Despair
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1:30
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| 12. |
Fractured Are the Nine Principals
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3:49
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| 13. |
Slendro: An Improv for Lane
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6:13
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| 14. |
Reiteration and Extemporaneous Noodling
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2:26
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| 15. |
Preparatory Action
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5:56
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| 16. |
Lecture
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4:14
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| 17. |
untitled
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4:59
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| Gesamtlaufzeit | 60:28 |
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Rezensionen

Leichte Anfälle von Größenwahn oder überzogener künstlerischer Habitus sind ja durchaus keine seltenen Erscheinungen in Prog-Szene. Diesen Verdacht könnte man auch gegenüber dem Trio The Fractured Dimension hegen, denn schließlich haben sich hier drei Musiker in der Nachfolge Alexander Skrjabins gefunden, um ein musikalisches Werk zur Verbindung von Klassik, Rock, Metal und Jazz zu schaffen.
Jimmy Pitts, für die Tasteninstrumente zuständig und Schöpfer der meisten Kompositionen auf „Towards the Mysterium“, Jerry Twyford, Bassist und Komponist der anderen Stücke, und Alex Arellano, Drummer, gehen ihre Mission aber mit einer gewissen Leichtigkeit an, die zumindest dem Ganzen etwas die elitäre Spitze nimmt. Der Albumtitel „Towards the Mysterium“ bezieht sich direkt auf Skrjabins letztes großes (allerdings unvollendetes) Vorhaben, nämlich die Schaffung des „Mysteriums“, eines Gesamtkunstwerks aus Wort, Ton, Farbe, Duft, Berührungen, Tanz und bewegter Architektur. Das Ganze sollte in Indien mit 2000 Mitwirkenden solange aufgeführt werden, bis die ganze Menschheit die Gelegenheit hatte das „Mysterium“ zu erleben. Dies hätte die Menschheit auf eine höhere Bewusstseinsstufe gehoben. Na ja, Skrjabin hielt sich selbst für eine Art Messias, passenderweise wurde er auch noch an Weihnachten geboren und starb kurz nach Ostern. Angesichts dieser Hintergrund-Geschichte wirkt das Vorhaben der Herren Pitts, Twyford und Arellano doch gleich fast schon bodenständig.
Musikalisch ziehen The Fractured Dimension alle Register. Das Album weiß auch ohne mystischen Überbau in Atem zu halten. Es werden tatsächlich Versatzstücke klassischer Kompositionen, Frickelorgien an Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano und jazzige Momente, gerade, wenn die Bläser ins Geschehen eingreifen, zu komplexen, rhythmisch teils wüsten, aber trotzdem noch nachvollziehbaren Kompositionen verwoben. Damit das auch alles kompetent gespielt wird, haben die sich die drei Hauptprotagonisten eine ganze Reihe virtuoser Gastmusiker eingeladen, die nach Herzenslust mitfrickeln. Gerade die Herschar Gitarristen gibt solistisch alles und drückt dem Album schon mal einen Stempel auf. Aber auch die anderen Gäste, insbesondere Trompeter Jim Shannon und Violinist Joe Deninzon geben auch ordentlich Gas. Hochgeschwindsgkeits-Soli geben sich über verqueren Rhythmen die Klinke in die Hand und trotzdem wirkt das Ganze nicht steril oder seelenlos. Natürlich sind alle Solo-Parts akribisch im Booklet vermerkt.
Jimmy Pitts gönnt sich immer mal wieder eine Pianoeinlage, Twyford lässt den Bass melodisch blubbern, aber insbesondere Arellanos höchst ungewöhnliches Schlagzeugspiel lässt immer wieder aufhorchen. Arellano hat zu einem ganz eigenen Stil gefunden, der die Percussion-Arbeit eines Mitglieds eines Sinfonieorchesters mit den Frickelorgien einen Math-Metal-Drummers verbindet. Dabei vermeidet Arellano jedes Klischee, wie beispielsweise exzessives Doublebass-Drumming, und entfaltet trotzdem Groove und Druck wie die Hölle. Der eigenwillige Klang seines Schlagwerks tut das Übrige zum außergewöhnlichen Auftritt.
Letztlich ist „Towards the Mysterium“ ein beeindruckendes Werk geworden, in dem tatsächlich Moderne Klassik, Metal und Jazz zu einer Art verzwirbelten, aggressiven, lauten Kammermusik verschmelzen. Faszinierend!
Nach der offiziellen Tracklist taucht noch ein 17. Titel auf. Entweder ist das eine Art Studio-Jam oder aber ein Medley aus verschiedenen Songs des Albums, ich meine zumindest einige Ausschnitte wieder zuerkennen. Passenderweise ist der Titel aber ein richtig guter, schon wegen der ausladenden Violinen-Parts.
| Anspieltipp(s): |
"PRISM I. Reflection"... aber eigentlich nur für die Skeptiker aus der Klassik-Szene, die in Klassik-Rock-Crossovern das Feuer der Hölle lodern sehen |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
16.11.2008 |
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"Towards the Mysterium" widmet sich der "zeitgemäßen" Umsetzung der musikalischen Fortschrittlichkeit des russischen Komponisten Alexander Scriabin. Da wird nicht nur neu komponiert, sondern auch ungeniert auf die Originalideen des Herrn Scriabin zurückgegriffen. In "Worshipping Slonimsky in a Ravellian Mood" gibt es Hinweise auf noch zwei Kollegen von Scriabin.
Alben wir diese versetzen mich in Erstaunen. Es wird hier erschlagende Virtuosität des Stammtrios und aller Gäste in Dienst von höchstkomplexen Kompositionen gestellt, die sich im Rahmen des klassisch inspirierten Mathrock/Fusion/Prog bewegen. Nicht umsonst steht oft klassisches Pianospiel von Mr.Pitts im Vordergrund.
Bei sowas frage ich mich immer, wieso es Vergleichbares nicht schon in den 70ern gab...War die damalige Musikergeneration technisch oder eher intelektuell noch nicht soweit? Wenn sie technisch in der Lage gewesen wären Scriabin'sche Progfusion zu spielen, wären sie überhaupt auf diese Idee kommen? Die heutige Musikergeneration verfügt nicht nur über technische Fähigkeiten sondern auch über die imponierende Konsequenz derartig abgefahrene Projekte durchzuziehen. Fazit: Alben wie "Towards the mysterium" könnten darauf hindeuten, dass wir uns gerade im goldenen Zeitalter des Progressive Rock befinden, so dass auch fast Unmögliches realisiert wird. Beeindruckend auch der Mut zu avantgardischen Improvisation für präpariertes Piano und Perkussion in "Preparatory Action".
Hätte Rick Wakeman Scriabin ganz besonders gemocht und hätte der Yes-Keyboardwizzard rhythmisches oder gar freejazziges Vorstellungsvermögen, hätte er wohl über keyboardorientierte Nummer wie Fractured Dimensions "The Mathematics of Divinity" nachgedacht und diese dann nach Frauen von irgendeinem degenerierten König benannt. Dann schon lieber wohlklingende Titel wie "Reiteration and Extemporenaeous Noodling".
Daher bin ich weit davon entfernt bei Alben wie "Towards the Mysterium" über fehlende Melodien (die gibt es bei The Fractured Dimension immer noch und zwar reichlich) oder über allzu kopflastiges, selbstherrliches Musizieren zu meckern, selbst wenn oft eine gewisse Nähe zu gerne kritisierten Projekten wie Spastic Ink nicht von der Hand zu weisen ist.
(Meine Vermutung zu der verwirrenden Trackauflistung: Es gibt keine Bonustracks, und der letzte Track No.17 ist immer noch "Lecture". Man hat bloss vergessen auf dem Cover deutlich zu machen, dass "Prelude" und "Towards the mysterium" getrennt geführt werden).
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.2.2009 |
| Letzte Änderung: |
20.2.2009 |
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