Réponse Incongrue à l'Inéluctable
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Dominique Leonetti |
Vocals, Guitars, Mandolin |
| Claude Leonetti |
Léode |
| Sylvain Bayol |
Warr Guitar |
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| Gédéric Byar |
Guitar |
| Frédéric Juan |
Vibraphone, Marimba, Percussions |
| Yohan Simeon |
Percussions, Metalophone, Guitar |
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Gastmusiker
| Jean-Pascal Boffo |
Guitar & Programmation on "Prologue" |
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| Mariane Juan, Lilou Leonetti, Elliot Leonetti |
Backing Vocals on "On Nous Ment Comme On Respire" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Abîme
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6:46
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| 2. |
On Nous Ment Comme On Respire
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7:33
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| 3. |
La Vie Par La Face Nord
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5:33
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| 4. |
Aimants
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5:41
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| 5. |
Toujours Un Gars Sur Un Pont
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8:00
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| 6. |
La Belle Noirceur
1. Prologue 2:03 2. La Belle Noirceur 5:16 3. Épilogue 3:45
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11:04
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| 7. |
L'essentiel
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2:50
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| Gesamtlaufzeit | 47:27 |
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Rezensionen

Düster-chansonesk, gefühlvoll-ausdrucksstark, elektrisierend-eruptiv, treibend-perkussiv.......Lazuli empfangen uns auf ihrem vierten Werk, wie sie sich von uns auf ihrem Vorgängeralbum En Avant Doute... verabschiedet haben. Wer sich von der Magie der bisher zwei erhältlichen Werke verzaubern lassen konnte, dürfte keinen Grund von „Réponse Incongrue À L'inéluctable“ geliefert bekommen, um wirklich enttäuscht zu sein.
Die sechs Protagonisten sind seit der letzten Einspielung die gleichen geblieben, womit Ausnahmesänger Dominique Leonetti mit seiner klaren, kräftigen, hoch intonierten und vor allem charismatischen Stimme wieder für „Gänsehautfeeling“ sorgt. Und live ist der Bursche noch um einiges ausdrucksstärker als im Studio – wie übrigens die ganze Truppe! Ebenfalls sind die außergewöhnlichen elektrisierenden Klänge der Warr Gitarre von Sylvaín Bayol und natürlich der Leode von Claude Leonetti wieder prägend. Nicht zu vergessen das „High Voltage“-Gitarrenspiel von Gédéric Byar. Wenn ich jetzt auch noch die vielseitigen Schlaginstrumente Marimba, Vibraphone und Metalophone erwähne, haben wir die fast einzigartigen Lazuli-Grundsubstanzen wieder beieinander, wobei halt wiederum komplett auf Keyboards verzichtet wird. Abgesehen von den Gastsängerinnen aus der Lazulifamilie hört man auch noch Jean Pascal Boffo auf dem Track „Prologue“.
Ausschlaggebend für ein packendes Werk sind dann aber auch die kompositorischen Fähigkeiten, wobei mich Mastermind Dominique Leonetti mit seinen fünf musikalischen Weggefährten nicht enttäuscht. Alleine schon die geschickten Arrangements zwischen entspannten-gefühlvollen Sequenzen und spannungsgeladenen Soundbögen, die sich in treibend-perkussive Klanggewitter mit zuweilen elektrisierenden Saitenlauten wandeln, lassen keine Langeweile aufkommen. Die orientalischen Rhythmen mit Sprechgesang auf „On Nous Ment Comme On Reprise“ haben mit ihren beschwörenden Soundbögen zum Beispiel dann fast schon hypnotische Eigenschaften. Außerdem werden des öfteren melancholisch-fragile Stimmungen erzeugt, die sich aber fast immer in emotionale Klangattacken entladen.
Ihr besonderer Soundmix aus Heavy Prog, World Music und chansonesken Waves, der zuweilen an Peter Gabriel, die frühen King Crimson oder ihre Landsleute von Taal erinnert, erzeugt bei mir wieder große Freude. Vor allem entwickeln sich, neben den orgiastischen Saitenbehandlungen, nach mehreren Hördurchläufen tranceartige Wirkungen durch die magisch inszenierten Rhythmen und Gesänge. Einige etwas ruhigere Phasen, wie zum Beispiel der Schlusstrack „L'essentiel“, haben dann auch ein nicht so packendes Verve wie die meisten Klangräume auf „Résponse Incongrue À L'inéluctable“.
Insgesamt ist Lazuli mit der aktuellen Scheibe eine hörenswerte musikalische Melange aus lyrischen Tönen entsprechend ihrer Scheibe Amnésie sowie packender Klangturbulenzen entsprechend En Avant Doute... gelungen. Für mich zählt „Résponse Incongrue À L'inéluctable“ zu den musikalischen Höhepunkten des Jahres 2009. Soundbeispiele unter MySpace.
| Anspieltipp(s): |
Abîme, On Nous Ment Comme On Respire, Toujours Un Gards Sur Un Pont |
| Vergleichbar mit: |
Peter Gabriel, frühe King Crimson, Taal |
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| Veröffentlicht am: |
27.6.2009 |
| Letzte Änderung: |
27.6.2009 |
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Lazuli kreieren einen vollkommen eigenständigen Sound und das ist in der heutigen Zeit ja fast schon eine Sensation ...schrieb ich schon bei „En Avant Doute“. Das neue Album mit dem Namen, den sich kein Mensch merken kann, bekräftigt diesen Eindruck nur noch mehr.
Lazuli sind vom ersten Ton an erkennbar. Die Band entfacht ein ums andere mal erdige Percussiongewitter, in denen Vibraphone, Marimba, Metalophone, Trommeln, Schlagzeug, Warr Guitar munter durcheinander wirbeln. Ab und zu sägt die Gitarre durch den Sound, über allem jault klagend die Leode und Dominique Leonetti singt sich die Seele aus dem Leib. Das ist ebenso herrlich wie einzigartig. Wenn überhaupt zeigen Lazuli eine gefühlte Nähe zu Peter Gabriel, aber eigentlich – wie mehrfach betont – ist dies eine komplett eigenständige Musik.
Dabei beherrschen Lazuli ihre musikalischen Ausdrucksformen nahezu perfekt. Geschickt spielen die Franzosen mit der Laut- / Leise-Dynamik. Treibend, düster, druckvoll, rockig wie in „Abime“ oder „Aimants“, lyrisch, verträumt chansonesk wie in „La Vie Par La Face Nord“ oder „Toujours Un Gars Sur Un Pont“. Voller Emotionen wie im Höhepunkt des Albums, der Mini-Suite „La Belle Noirceur“. Aber auch mal experimentell, wie im elektro-lastigen mit Samples aufgemischten „On Nous Ment Comme On Respire“. Politiker-Sprach-Samples und Kindergesang, das sind ja eigentlich no-gos, aber Lazuli machen aus dem Song ein kraftvolles Erlebnis. Für mich fast wider Willen der zweite absolute Höhepunkt des Albums.
„Résponse Incongrue À L'inéluctable“ und „En Avant Doute“ begegnen sich auf Augenhöhe, wobei das neue Album mich minimal mehr begeistert, das mag aber auch der Reiz des Neuen sein.
„Amnesie“ ist noch besser? Hoffentlich... ich hab's noch nicht, aber bald.
| Anspieltipp(s): |
Abime, Aimants, La Belle Noirceur |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.7.2009 |
| Letzte Änderung: |
13.7.2009 |
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Lazuli gelingt auf ihrem dritten Album (eigentlich vierten Album, aber das "verschollene" erste betrachte ich einfach mal als nicht existent), ihrem typischen Stil treu zu bleiben, ohne dabei eine bloße Wiederholung alter Ideen zu präsentieren. Die drei langen Jahre zwischen En Avant Doute... und diesem Album wurden also durchaus für eine musikalische Weiterentwicklung genutzt.
Nun ist musikalische Weiterentwicklung prinzipiell etwas erfreuliches, aber nicht automatisch von Erfolg gekrönt. Tatsächlich wirken manche Stücke einen Tick zu bemüht auf Progressivität getrimmt, manches wird zu sehr ausgewalzt; den kraftvollen Ethno-Art-Rocker On nous ment comme on respire mittels Stimmeinspielungen diverser Politiker auf sieben Minuten aufzublasen finde ich ebenso überflüssig wie den im gleichen Song eingesetzten Kinderchor.
Ein hochwertiges Werk ist den Südfranzosen dennoch auch hier wieder gelungen, und für mich zählen Lazuli nach wie vor zu den interessantesten Vertretern des zeitgenössischen französischen Prog. Wobei ich noch hinzufügen muss: wer Lazuli noch nicht live gesehen hat, kennt sie nicht wirklich.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
4.8.2011 |
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Habe die Band "Lazuli" letztens im Colos Saal live gesehen und war wirklich begeistert. Ein progressives Feuerwerk vom Feinsten – sie sind eine der besten Livebands, die ich bisher im Bereich des progressive Rock gesehen habe. Etwas skeptisch, ob dies auf Studio-CD auch so zündet, haben mein Kumpel und ich trotzdem alle 3 erhältlichen Alben erstanden. Und im Vergleich finde ich "Réponse Incongrue à l'Inéluctable" klar als ihr bisheriges Meisterwerk. Die beiden Vorgängeralben sind auch fein, jedoch etwas folk-lastiger als "Réponse Incongrue à l'Inéluctable". Bei ihrem neusten Album sind Sie für mich am druckvollsten und nicht bemüht, sondern erfrischend progressiv. Das Album hat für mich kaum Längen und am Besten sind "Lazuli" sowieso, wenn sie richtig ordentlich schräg und laut "losbratzen", dass die Fetzen fliegen. Sie haben ihren ureigenen, unverwechselbaren Sound. Der herausragende, manchmal theatralisch bis chansoneske, Gesang von Dominique Leonetti lässt Assozationen zu "Ange" zu – Lazuli sind aber musikalisch rockiger und aggressiver.
Hervorzuheben ist sicherlich das Spiel von Sylvain Bayol auf seiner Warr Guitar (inzwischen nicht mehr Teil der Band) oder Claude Leonetti auf der Léode, welches der Truppe u.a. den unverwechselbaren Sound gibt. Wenn sie so richtig loslegen, kann ich Vergleiche mit King Crimson durchaus nachvollziehen, wenn auch K.C. irgendwie anders klingt. Lazuli entfalten auf "Réponse Incongrue à l'Inéluctable" einen druckvollen (Bombast)-Progressiv-Rock, der neben ruhigen lyrischen Momenten vor allem in seinem gewaltigen, eigenen Heavy-Proggy-Ethno-Sound mit mehreren Gitarren und einer enorm treibenden Percussionarbeit von Frédéric Juan brilliert. Interessanterweise kommt die Band auf der CD wie auch Live ohne Bassisten aus. Vergleiche mit "Peter Gabriel" finde ich, hinken etwas, da Gabriel mit seinem Ethno-Art-Pop mehr im langsamen Rhythmus- und Tempobereich unterwegs ist. Lazuli haben neben dem Chanson und Folk vor allem ihre Wurzeln im Hard- und Heavy-Bereich. Eine faszinierende Band (CD) mit unverwechselbarem Sound, eine gelungene Symbiose von Ethno-Elementen und Heavy Prog – wärmstens empfohlen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
King Crimson, Ange |
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| Veröffentlicht am: |
3.7.2010 |
| Letzte Änderung: |
5.3.2011 |
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