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Van der Graaf (Generator)

Live At The Paradiso, 14.04.07

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Voiceprint
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Peter Hammill vox, guitar, piano
Hugh Banton organ
Guy Evans drums

Tracklist

Disc 1
1. Lemmings 13:54
2. A Place To Survive 6:54
3. Lifetime 5:12
4. (In The) Black Room 11:43
5. Every Bloody Emperor 7:28
6. All That Before 7:42
Gesamtlaufzeit52:53
Disc 2
1. Gog 7:25
2. Meurglys III, The Songwriter's Guild 15:55
3. The Sleepwalkers 11:04
4. Man-Erg 11:55
5. Scorched Earth 9:24
Gesamtlaufzeit55:43


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Da gibt es fast die ganze lange Karriere von Van der Graaf Generator lang kein richtiges Livealbum ("Vital" ist ja eigentlich eine andere Band) und dann erscheinen innerhalb zweier Jahre gleich zwei. Nun ja, in modernen Zeiten ist es wahrscheinlich einfacher vernünftige Mitschnitte zu erstellen (und die Live-Bonustracks, die gelegentlichen Neuauflagen von VdGG-Alben zieren, lassen einen eher Abstand von der Hoffnung nehmen, dass es mal ein Livealbum aus der Hochzeit der Band geben könnte). Nach "Real Time" - von der Comeback-Tour in der klassischen Quartett-Besetzung – nun also "Live At The Paradiso" von der ersten Tour als Trio. David Jackson hatte die Band verlassen und mit ihm das für den Sound für Van der Graaf Generator so charakteristische Saxofon. Diesen Verlust galt es erst einmal zu kompensieren.

Nun, inzwischen wissen wir, auch durch das Studioalbum "Trisector", dass Van der Graaf Generator diese Herausforderung meistern konnten. Am 14. April 2007 konnte man das auch beim Konzert im Amsterdamer 'Paradiso' nachhören. Ich selbst habe die Band beim Auftakt-Konzert zu dieser Tour damals etwa 14 Tage früher im Nürnberger 'Hirsch' erlebt. Noch etwas unsicher, aber voller Begeisterung und Spielfreude war die Band damals unterwegs. Die Setlist war ähnlich, "All That Before", einer von zwei neuen Songs, hieß damals noch "Spex" und wurde quasi als 'work-in-progress' vorgestellt. Auf dieser Tour variierten Van der Graaf Generator die Setlist von Auftritt zu Auftritt immer wieder ein bisschen (das kann man im Internet auf der liebevoll gepflegten VdGG-Homepage nachlesen), aber die einzigen neuen Titel, die gespielt wurden waren "Lifetime" und eben das genannte "All That Before", die dann später auch auf "Trisector" erscheinen sollten.

Das 'Paradiso'-Konzert wurde seinerzeit auch gefilmt und war – soweit ich weiß – auch eine zeitlang als Stream im Internet erhältlich. Das ist inzwischen nicht mehr so, und so entschloss sich Voiceprint, das Ganze als DVD und Doppel-CD zu veröffentlichen (Hammill kündigt auf seiner Homepage an, dass es in näherer Zukunft noch mehr derartiger Live-Veröffentlichungen geben wird). Der Klang des Mitschnitts ist in Ordnung, weit entfernt von einem Bootleg, aber auch nicht ganz optimal. Manchmal ist Hammill etwas leise abgemischt, gerade am Beginn von "Lemmings", dann wieder rutscht das Schlagzeug zu weit nach hinten im Mix. Nur Bantons Orgel steht immer klar dominant im Mittelpunkt. Aber diese kleinen Schwächen verleiden einem nicht das Liveerlebnis. Und das Voiceprint nicht zählen kann und im "Booklet" (eigentlich nur ein Papiereinleger) behauptet, dass "Gog" noch auf der ersten CD drauf wäre, ist zwar schluderhafte Arbeit, aber auch nicht weiter ärgerlich. Voiceprint ist ja für solche Fehler bekannt, genauso wie für die insgesamt spartanische Aufmachung (siehe "Booklet") der Doppel-CD.

Die Eckwerte von Van der Graaf Generator in Trio-Zeiten sind die omnipräsente Orgel von Hugh Banton, der manchmal mit mehr als einem Instrument zu agieren scheint (was im Prinzip auch stimmt, schließlich spielt er noch Bass mit den Füßen), das vitale Schlagzeug von Guy Evans und natürlich Peter Hammills faszinierender Gesangsvortrag. Die Bandklassiker werden in leicht umarrangierten Versionen gespielt, um das Fehlen von David Jackson kompensieren zu können, aber so dicht am Original wie möglich. Manche Sax- und Flötenpassagen verschwinden einfach, manchmal lässt Banton ein Zwischenspiel von Stapel, manchmal tut dies Hammill am Piano oder an der Gitarre. Die besondere Magie von Van der Graaf Generator entsteht auf jeden Fall und ist auch in der Konserve noch deutlich spürbar. Ein schönes Dokument für Fans.

Neben der Doppel-CD ist das Konzert wie gesagt auch auf DVD erschienen. Anscheinend scheint es aber bei der DVD Lieferschwierigkeiten zu geben, oder sie ist unglaublicherweise schon vergriffen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.7.2009
Letzte Änderung: 24.3.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Van der Graaf (Generator)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 The Aerosol Grey Machine 10.00 3
1970 H to He Who am the Only One 14.00 4
1970 The Least We Can Do Is Wave To Each Other 10.67 3
1971 Pawn Hearts 12.33 3
1974 The long hello Vol. I 10.00 1
1975 Godbluff 13.00 4
1976 Still Life 12.50 4
1976 World Record 10.33 3
1977 The Quiet Zone / The Pleasure Dome 10.75 4
1978 Vital 11.00 4
1985 Time Vaults 8.50 3
1986 First Generation (Scenes From 1969-1971) - 1
1986 Second Generation (Scenes From 1975-1977) - 1
1993 'I Prophesy Disaster' - 1
1994 Maida Vale 12.00 1
2000 The Box 13.50 2
2003 Godbluff Live 1975 Charleroi Palais des Expos 27.09.75 (DVD) 13.00 1
2005 Present 11.75 4
2007 Real Time 12.00 2
2008 Trisector 11.67 3
2011 A Grounding in Numbers 11.50 2
2012 Recorded Live In Concert At Metropolis Studios, London 12.50 2
2012 ALT 10.00 2
2015 Merlin Atmos 12.00 2
2015 After The Flood / At The BBC 1968-1977 13.00 1
2016 Do Not Disturb 12.00 4
2018 Live At Rockpalast-Leverkusen 2005 13.00 2

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