SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.9.2018
Yes Featuring Jon Anderson, Trevor Rabin, Rick Wakeman - Live at the Apollo
Aaron Brooks - Homunculus
19.9.2018
Svin - Virgin Cuts
Marcello Giombini - Computer Disco
UFO över Lappland - UFO över Lappland
18.9.2018
Mark Wingfield - Tales from the Dreaming City
Blackfield - Open Mind - The Best of Blackfield
17.9.2018
Giant Hedgehog - Die Irrealität der Zeit
16.9.2018
Ángel Ontalva & Vespero - Sea Orm Liventure
Finally George - Life is a Killer
15.9.2018
Dai Kaht - Dai Kaht
OAK (Oscillazioni Alchemico Kreative) - Giordano Bruno
14.9.2018
Antony Kalugin Project (Sunchild) - Messages from afar: The Division and Illusion of Time
London Underground - Four
13.9.2018
Starfish64 - The Future in Reverse
The Aaron Clift Experiment - If All Goes Wrong
12.9.2018
Le Mur - exorta
10.9.2018
Anderes Holz - Fermate
ARCHIV
STATISTIK
24898 Rezensionen zu 17068 Alben von 6652 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Phideaux

Number Seven

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic; RetroProg
Label: Bloodfish
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Phideaux Xavier Vocals, Acoustic Guitar, Electric 12 String, Piano
Rich Hutchins Drums, Chant
Mathew Kennedy Bass, Chant
Gabriel Moffat Electric Guitar, Lap Steel
Johnny Unicorn Keyboards, Saxophone. Vocals, Chant
Mark Sherkus Keyboards, Electric Guitar
Valerie Gracious Vocals
Ariel Farber Violin, Vocals
Molly Ruttan Vocals, Percussion
Linda Ruttan Moldawsky Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Dormouse-A Theme 1:08
2. Waiting for the Axe to Fall 6:14
3. Hive Mind 4:00
4. The Claws of a Crayfish 5:41
5. My Sleeping Slave 3:26
6. Darkness at Noon 1:51
7. Prequiem 1:53
8. Gift of the Flame 6:08
9. Interview with a Dormouse 1:17
10. Thermonuclear Cheese 1:55
11. The Search for Terrestrial Life 5:33
12. A Fistful of Fortitude 2:41
13. Love Theme from 'Number Seven' 7:07
14. Storia senti 6:43
15. Infinite Supply 4:58
16. Dormouse-An End 2:17
Gesamtlaufzeit62:52


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 2)


Phideaux haben sich für ihre Verhältnisse nach dem letzten Album, ihrem wohl professionellstem RetroProg-Coup Doomsday Afternoon (2007), viel Zeit gelassen. Vielleicht benötigte man eine Denkpause, um zu überlegen, wie es denn nun weitergehen soll. Sowohl im Sound, als auch im Aufwand (Konzept, Gastmusiker, Arrangements) war offenbar ein Punkt erreicht, an dem man nicht (wie sonst immer) einfach noch ein Quäntchen drauflegen könnte, ohne dass aus dem Geniestreich ein überambitioniertes, aufgeblasenes Prog-Monster werden würde. Also hielt man erst einmal inne und beschritt dann einen anderen Weg: Man verzichtete auf einiges symphonisches Beiwerk des Vorgängers (auf einiges, nicht alles) und gestaltete die Songs nicht mehr ganz so willentlich proggy. Stattdessen feilte man weiter an den vielstimmigen und teilweise mehrstimmigen Gesangspassagen und verpasste dem Album eher einen psychedelischen, proto-progressiven Sound, der mich stark an die europäische Szene der späten 1960er, frühen 1970er erinnert. Das Faible des Bandleaders Phideaux Xavier für den frühen David Bowie wurde wohl auf keinem Album zuvor so deutlich. Gerade bei dem auf Italienisch gesungenem "Storia senti" (zu Deutsch 'Hör zu, Geschichte') klingt er wie junge Bowie, der "Ragazzo Solo, Ragazza Sola" (eine italienischsprachige Version von "Space Oddity", 1969) singt. Aber auch sonst bleibt der Sound betont 'altmodisch', ohne dass er die symphonische Dichte des Vorgängers wiederholt (oder gar übertrifft). Das Album ist zwar weit davon entfernt 'schlicht' zu sein, dennoch hat man sich hier zurückgenommen. "Number Seven" erhält so einen naiven Seventies-Charme, der vielleicht seinem Vorgänger abging (man beachte auf das Lettering mit der frühen Computerschrift). Dafür sorgen auch jede Menge aus der Mode gekommener Effekte auf den Gitarren und jede Menge obskurer monophoner Keyboard-Sounds, die unüberhörbar aus den tiefsten Winkeln der Mottenkiste von Johnny Unicorn (sic!) kommen.

Freilich: Eine richtige Revolution sind diese Veränderungen auf "Number Seven" nicht. Das Album klingt immer noch verdammt nach Phideaux und nach sieben Alben seit 2003 gibt es genügend Trademarks, die immer wiederkehren, genügend Kompositionsmuster, die man kennt. Der versierte Phideaux-Kenner wird bei dem Album also nichts Neues, sondern eher Bekanntes hören, dennoch: "Number Seven" ist das beste Album, das Phideaux nach "Doomsday Afternoon" machen konnte, ohne sich zu überschlagen.

Anspieltipp(s): Hive Mind, Love Theme from 'Number Seven', Storia senti
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.7.2009
Letzte Änderung: 12.7.2009
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Noch vor ein paar Jahren war Phideaux' Selbsteinschätzung: "It is hard to make my music because I am a man without a genre. It is hard to make music that is too prog for rock, and too rock for prog..." Das dürfte sich inzwischen grundlegend gewandelt haben. Nach "The Great Leap", "Doomsday Afternoon" und nun "Number Seven" und einigen Festivalauftritten in USA wie auch in Europa, dürften sich nicht nur Phideaux heimisch in Prog-Szene fühlen, auch umgekehrt hat die Prog-Szene die Formation liebevoll adoptiert. Von wegen "too rock for prog..."!

Einige Konzerte machten aus der virtuellen Band Phideaux eine real existierende und auch wenn schon früher ein Bandfeeling wahrnehmbar war, so wird es doch immer greifbarer von Album zu Album. Nach dem Paukenschlag "Doomsday Afternoon" liefern Phideaux ein etwas ruhigeres, kleinteiligeres Album ab. Kollege Sal meint, das ist das beste Album, das Phideaux nach "Doomsday Afternoon" machen konnten, ohne sich zu überschlagen. Da kann man ihm nur recht geben. Auf "Number Seven" verbinden sich die Melodienseligkeit und die Songorientierung von "The Great Leap" mit der proggig-sinfonischen Attitüde von "Doomsday Afternoon" in geschickter Weise. Hinzu kommt ein Schuss tulliger Folk und eine Prise melancholische Psychedelic, fertig ist ein weiteres träumerisch gutes Album für die eher melodisch begeisterte Progger-Fraktion.

Auf "Number Seven" dominieren elegante Melodien, die sich sofort in den Gehörgängen festsetzen, wunderschöne Gesangspassagen, gerne auch mal zweistimmig, feinziselierte, aber trotzdem sehr farbige Arrangements und ein Spannungsbogen, der sich quasi über das gesamte Album legt, das sich wie eine lange Suite vor dem Hörer entwickelt. Ausreißer aus diesem "Konzept" leisten sich Phideaux erst gegen Ende mit dem monumentalen Instrumental "Love Theme From 'Number Seven'" und der charmanten Hommage an den Italo-Retroprog "Storia Senti".

"Number Seven" setzt die Reihe hochwertiger Veröffentlichungen von Phideaux nahtlos fort und ist dabei vor allem nicht einfach ein Aufguss von bereits Bekanntem. Gelungen!

Anspieltipp(s): Mindhive, Gift Of The Flame, The Search For Terrestrial Live, Love Theme, Storia Senti... vieles ;-)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.7.2009
Letzte Änderung: 22.8.2013
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Phideaux

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Ghost Story 10.00 1
2004 Fiendish 9.00 2
2005 Chupacabras 10.50 2
2006 313 11.00 1
2006 The Great Leap 11.00 2
2007 Doomsday Afternoon 12.33 3
2011 Snowtorch 10.67 3
2018 Phideaux & Mogon: Bloodfish Promotional Issue 11.00 1
2018 Infernal 11.00 1
2018 We Only Have Eyes for You - 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum