SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
Kolkhöze Printanium - Vol. 1 Kolkhöznitsa
14.10.2017
Zeit - Waves from the Sky
35007 - Especially for You
Shadow Ray - Eyes,Gleaming Through The Dark
13.10.2017
John Zorn - Simulacrum
Anubis Gate - Covered in Black
ARCHIV
STATISTIK
23969 Rezensionen zu 16371 Alben von 6363 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Lalle Larsson

Weaveworld

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; Jazzrock / Fusion; Klassikrock / Adaptionen; RetroProg
Label: Reingold Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Lalle Larsson keyboards
Richard Hallebeek guitar
Stefan Rosqvist guitar
Jonas Reingold bass
Mickael "Walle" Wahlgren drums, percussion

Gastmusiker

Richard Szary voice (2)

Tracklist

Disc 1
1. Marionette 7:32
2. Dance Of The Dead 7:45
3. Newborn Awakening 8:58
4. Adagio 7:13
5. Weaveworld 14:46
Gesamtlaufzeit46:14


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


„Weaveworld“ ist Lalle Larssons zweites Soloalbum und zugleich das zweite Album, welches auf dem neuen Label von Flower Kings- und Karmakanic-Basser Jonas Reingold erscheint. Zuerst wollte ich dieses Album gar nicht bestellen, sondern nur das andere auf Reingold Records erschienene Album - 3rd World Electric -, denn der Name Lalle Larsson sagte mir nichts. Aber weil es da so ein nettes Bundle-Angebot gab, habe ich es dann doch – glücklicherweise! - gekauft. Dabei hätte ich Larsson kennen können, denn gehört habe ich ihn schon öfters... sei es als Mitglied von Karmakanic oder dem Richard Hallebeek Project oder bei Electrocution 250.

Jetzt also „Weaveworld“. Hier hat Larsson zunächst mal alle Titel komponiert, beim „Adagio“ hat er sich eines existierenden Adagios von Tomaso Albioni als Inspiration bedient. Unterstützt wird Larsson von so (genre-)prominenten Kollegen wie Gitarrist Richard Hallebeek und Bassist Jonas Reingold.

Larsson ist in vielen musikalischen Welten zu Hause. Jazz wie Rock interessieren ihn und auch Klassik und Avantgarde liegen ihm nicht fern. Und auf „Weaveworld“ gelingt ihm tatsächlich eine sehr organische Verbindung dieser Einflüsse. Während Larsson zumeist ein lyrisches, perlendes Piano spielt und zwischen jazzigen Läufen und klassischen Elegien pendelt, tobt um ihn herum die elektrische Band mit verspieltem Sympho-Rock, aber auch Jazzrock-Gefrickel und Hardrock-Geschredder. Gegensätze ziehen sich hier nicht nur an, sondern verschmelzen zu einer eigenwilligen Melange, die ebenso melodiös wie aufregend aus den Boxen quillt. Passagen reiner Schönheit wechseln sich mit durchaus gegen den Strich gebürsteten Einlagen munter ab. Mein Lieblingssong ist möglicherweise das zunächst ruhige dahinschwebende „Newborn Awakening“, welches schließlich in einen heftigen Gitarren-Freakout mündet, klasse.

Larssons Pianospiel ist erhaben und virtuos, aber seine Mitstreiter allen voran Jonas Reingold, der einige wunderbare Bassläufe einstreut, und Gitarrist Hallebeek, der ganz schön die Sau raus lässt, stehen ihm nicht nach. Zwischendurch wechselt Larsson auch mal vom Piano an den Synthie und sorgt für einige Soli und ein paar sakrale Orgelpassagen.

„Weaveworld“ ist ein wunderschönes, sehr abwechslungsreiches und sehr eigenständiges Instrumentalalbum geworden, dessen schwächster Punkt seine Kürze ist. Aber umso schöner ist es nach erfüllenden knapp über 46 Minuten, wieder von vorne anzufangen. Einzig das „Adagio“, welches halt auch ein ebensolches ist, wirkt ein bisserl deplaziert, aber Larssons leidenschaftliches Pianospiel trägt auch hierüber hinweg. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: „Weaveworld“ wirkt auf mich, wie wenn der selige Esbjörn Svensson plötzlich in einer Hardrock-Combo spielen und dabei die auf „Leucocyte“ begonnene Linie konsequent fortsetzen würde.

Anspieltipp(s): Marionette, Newborn Awakening (na ja, eigentlich geht alles)
Vergleichbar mit: e.s.t. meets Hard Rock, Sympho-Prog & Klassik
Veröffentlicht am: 16.10.2009
Letzte Änderung: 16.10.2009
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lalle Larsson

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Seven Deadly Pieces 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum