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24793 Rezensionen zu 16975 Alben von 6611 Bands.
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Tangerine Dream

Tangram

(Siehe auch: Leitfaden "Elektronische Musik")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 9.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Edgar Froese Synthesizer, Gitarre
Christoph Franke Synthesizer
Johannes Schmoelling Synthesizer, Klavier

Tracklist

Disc 1
1. Tangram Set 1 19:47
2. Tangram Set 2 20:28
Gesamtlaufzeit40:15


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 4)


Mit "Tangram" kehrten Tangerine Dream nach den Experimenten mit "herkömmlicheren" Instrumenten wieder zum fast auschließlichen Einsatz von Elektronik zurück. Das heißt nun aber nicht Rückkehr zu alten Zeiten, sondern der Klangcharakter des hier verwendeten Instrumentariums ist völlig anders, alles klingt viel "kälter". Auffällig ist das fast völlige Fehlen der für frühere TD Werke so typischen Sequenzermuster und des Mellotrons.

Wie schon auf "Force Majeure" sind die beiden Stücke dieses Albums eigentlich eine Abfolge mehrerer kürzerer Stücke. Auf "Tangram" passt aber alles besser zusammen, es wirkt nicht so zerrissen wie auf "Force Majeure".

Insgesamt gehört "Tangram" zu den besseren TD Werken der 80er Jahre.

Anspieltipp(s): beides
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2002
Letzte Änderung: 26.6.2004
Wertung: 9/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 4)


Die kurze Phase von "Cyclone" und "Force Majeur", in der Tangerine Dream mit einem Schlagzeug und rockigerem Outfit hantierten, ist schon wieder vorbei. Mit Johannes Schmoelling hat man sich einen Elektronik-Fachmann ins Boot geholt. Und man ist zur rein elektronischen Phase Mitte bis Ende der 70er zurückgekehrt. Immerhin sollte diese Bandzusammensetzung für die nächsten paar Jahre stabil bleiben.

Der Hauptunterschied zu den Tangerine Dream der 70er ist, dass der Gesamtsound (Jochen nennt es "kälter", ich würde vielleicht sagen:) synthetischer ist; also vom Klang her mehr in Richtung der 80er Jahre-Sounds schielend, der Zukunft zugewandt, die ja leider für TD künstlerisch nicht besonders rosig waren.

Hier haben sie aber noch einmal ein ordentliches Werk abgeliefert, das eine Projektion ihrer Vergangenheit in die 80er Jahre darstellt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.7.2007
Letzte Änderung: 26.7.2007
Wertung: 9/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


Die Frage ist: klingen Tangerine Dream auf Tangram wirklich "kälter" als auf den Alben der 70er Jahre? Sicher, das Mellotron, das ja schon eine gewisse Wärme ausstrahlt, ist für das Klangbild nicht mehr von besonderer Bedeutung. Dafür gibt es auf Tangram wie gewohnt repetitiv pulsierende Klangmuster zu hören, die sich langsam fortentwickeln - allerdings vom Charakter her nicht mehr wie auf den klassischen Alben. Das Besondere an Tangram ist - neben dem frischen Wind, den Johannes Schmoelling brachte - aber auch der Einsatz damals neuer Synthesizer-Technik, die begann, neue Klangmöglichkeiten zu eröffnen und den Weg in die 80er Jahre einläutete. Der vielfach hochgelobte Sound der 70er Jahre, den auch ich sehr schätze, war ja nicht zuletzt auf eine ungewollte Beschränktheit in den musikalischen Mitteln der Band zurückzuführen, auch wenn die Musiker in den Jahren nach Phaedra ihre technischen Fertigkeiten verfeinerten.

Tangerine Dream klingen für mich auf Tangram moderner (immer noch!), leichtfüßiger, heller und last not least melodiöser als zuvor. Mit Tangram bricht die mit Johannes Schmoelling bereicherte Band nach einer Phase der unbefriedigenden Neuorientierung endgültig mit der zuletzt zur Formel erstarrten klanglichen Limitierheit der 70er Jahre. Es ist als wenn man die Rolläden hochgezogen hätte und Sonnenlicht das Zimmer flutet.

Mit Tangram beginnt eine kurze innovative Ära in der Bandgeschichte, zu der ich v.a. auch Hyperborea sowie die Live-Alben jener Jahre (Pergamon, Logos, Poland) rechne. Zeitgleich stürzte sich die Band allerdings auch bereits verstärkt auf die Produktion von Filmmusik. Diese Auftragsarbeiten brachten zwar viel Geld, aber führten auch zur Verflachung des Sounds. Auf Tangram leuchtet die Zukunft der Band im neuen Jahrzehnt aber noch taghell. So ist Tangram ein nicht zu unterschätzender Meilenstein in der Geschichte von Tangerine Dream.

Wie so mancher Band-Klassiker wurde auch Tangram im Jahr 2008 einer Frischzellenkur unterzogen und als Tangram 2008 neu veröffentlicht. Dabei war das in diesem Fall wirklich kaum nötig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.2.2011
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 12/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 4 von 4)


Na gut, dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben:

Ich tendiere mehr zu Jochen. Der Hauptunterschied ist weniger das Instrumentarium, das so unterschiedlich zu den früheren Werken nicht ist. Der Unterschied zu den Werken a la RUBYCON, RICOCHET oder auch ENCORE ist für mich eher, dass sie hier viele kleine Songideen mehr oder weniger gelungen zu zwei Sets verknüpfen. Klassische Sequenzermuster gibt es auch hier zuhauf zu hören, schon der Anfang ist eine solche Spur. Nur wird im Gegensatz zu früher das Muster nicht durchgehalten und darüber improvisiert, sondern es gibt immer wieder "Brüche" und Überleitungen zu einer neuen Songidee. Schon STRATOSFEAR war ja eine deutliche Abkehr vom früheren Klangbild der genannten Alben. So findet man auch in TANGRAM SET 1 einige Passagen, die klangmässig deutlich an dieses Album angelehnt sind. Selbst ein Mellotronchor erblickt kurz mal das Licht der Welt. Andere Sounds erinnern mich eher an die Begrenztheit der aufkommenden PRESET-Synthies. Für mich klingt dieser Album daher klanglich "ärmer", als die früheren Alben, wo die Klänge wirklich noch komplett selbst am MOOG/VCS etc. eingestellt werden mussten. Als WHO-Fan interessant: sie "leihen" sich im ersten Set ab Minute 16 mal eben den Orgelklang von "Won't get fooled again" aus.

Ein schönes Album der neuen Triobesetzung, kann mich aber nicht völlig überzeugen. Stellenweise ist es mir zu beliebig, es fehlt imho die Stringenz in den zwei Sets.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.2.2011
Letzte Änderung: 24.2.2011
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tangerine Dream

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Electronic Meditation 11.00 2
1971 Alpha Centauri 11.50 2
1972 Zeit 8.20 6
1973 Atem 11.00 2
1974 Phaedra 11.75 4
1975 Ricochet 13.00 3
1975 Rubycon 12.00 3
1976 Stratosfear 11.67 3
1977 Encore 11.50 2
1977 Sorcerer 10.50 2
1978 Cyclone 8.50 2
1979 Force Majeure 8.50 2
1980 Pergamon 10.00 1
1981 Exit 8.50 2
1981 Thief 7.00 1
1982 Logos Live 10.33 3
1982 White Eagle 7.50 2
1983 Hyperborea 9.00 2
1983 Wavelength 11.00 1
1984 Flashpoint 5.00 1
1984 The Park Is Mine 4.00 1
1984 Poland (The Warsaw Concert) 10.00 2
1984 Firestarter 7.00 1
1985 Heartbreakers 2.00 1
1985 Le Parc 7.00 2
1985 Legend 12.00 1
1985 Dream Sequence - 2
1986 Underwater Sunlight 8.50 2
1986 Green Desert 9.00 3
1987 Deadly Care 3.00 1
1987 Shy People 5.00 1
1987 Near Dark 8.00 1
1987 Tyger 8.50 2
1987 The Collection - 1
1988 Live Miles 6.50 4
1988 Optical Race 8.00 2
1989 Lily on the beach 6.00 1
1989 Destination Berlin 1.00 1
1989 Dead Solid Perfect 7.00 1
1989 Catch me if you can 4.00 1
1989 Miracle Mile 9.00 1
1990 Melrose 3.00 2
1991 Canyon Dreams 6.00 2
1992 Rockoon 4.00 2
1993 220 Volt Live 7.00 1
1994 Tangents 1973-1983 - 1
1994 Turn of the tides 5.00 1
1994 Zoning 7.00 1
1995 Dream mixes one - 1
1995 Tyranny of beauty 5.00 2
1995 Book of Dreams - 1
1996 Goblins Club 10.50 2
1996 The Dream Roots Collection - 1
1997 Valentine Wheels 7.00 1
1997 Ambient Monkeys - 1
1997 Oasis 8.00 2
1997 Tournado 7.00 1
1998 Atlantic Walls (1988-98) - 1
1998 Atlantic Bridges (1988-98) - 1
1998 The Hollywood Years Vol.2 3.00 2
1998 TimeSquare-Dream Mixes 2 7.00 1
1998 The Hollywood Years Vol.1 6.50 2
1998 Quinoa 7.00 1
1998 Dream Encores 4.50 2
1998 Transsiberia 7.00 1
1999 Mars Polaris - Deep Space Highway To Red Rocks Pavilion 10.00 1
1999 What a Blast 7.50 2
1999 Sohoman 6.00 1
2000 Antique Dreams 8.00 1
2000 The Seven Letters From Tibet 7.00 2
2000 Great Wall Of China 7.50 2
2000 I-Box (1970-1990) - 1
2000 Soundmill Navigator - 1
2001 Dream Mixes Three 10.00 1
2002 Inferno 8.00 1
2003 Mota Atma 10.00 1
2003 Rockface. Live at Berkeley 10.00 1
2003 The Bootleg Box Set Vol.1 12.00 2
2004 The Bootleg Box Set Vol.2 11.00 2
2004 Purgatorio 7.00 1
2004 East - Live 8.00 1
2004 Live - Arizona '92 6.00 1
2005 Live Brighton - March 25th 1986 10.00 1
2005 Kyoto 8.00 1
2005 Phaedra 2005 8.00 1
2005 Jeanne D'Arc 8.00 1
2005 Rocking Mars 10.00 1
2006 35th Phaedra Anniversary Concert - Live in London (DVD) 9.00 1
2006 Nebulous dawn 12.00 1
2006 Paradiso 11.00 1
2007 Summer In Nagasaki (Part Two from the Five Atomic Seasons) 10.00 1
2007 Bells of Accra (EP) 10.00 1
2007 One night in space (EP) 8.00 1
2007 Madcap's Flaming Duty 7.00 2
2007 Springtime in Nagasaki (Part One from the Five Atomic Seasons) 9.00 1
2008 Tangram 2008 11.00 1
2008 Autumn In Hiroshima (Part Three from the Five Atomic Seasons) 9.00 1
2008 The Anthology Decades - The Space Years Volume One 8.00 1
2009 Winter in Hiroshima (Part Four from the Five Atomic Seasons) 9.00 1
2010 The Endless Season 12.00 1
2010 Under Cover. Chapter One - 1
2011 Mona Da Vinci 10.00 1
2011 Edgar Allan Poe's The Island of the Fay. A Nonverbal Musical Translation 11.00 1
2012 Booster V - 1
2013 One Night in Africa - 1
2015 Reims Cathedral December 1974 & Mozartsaal, Mannheim October 1976 11.00 1
2015 Quantum Key 11.00 1
2016 Palais de Congres, Paris March 1978 & Palast der Republik, East Berlin January 1980 10.00 1
2017 Quantum Gate 10.00 2
2017 Light Flux - 1

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