Mother Universe
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Pilz |
| Durchschnittswertung: |
8.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jürgen Dollase |
Keyboards, Gesang |
| Harald Großkopf |
Schlagzeug |
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| Bill Barone |
Gitarre, Gesang |
| Jerry Berkers |
Bass, Gesang |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Mother Universe
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8:30
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| 2. |
Braintrain
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8:33
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| 3. |
Shakespearesque
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4:20
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| 4. |
Dedicated to Mystery Land
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7:48
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| 5. |
Relics of Past
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6:18
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| 6. |
Golden Antenna
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4:15
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| Gesamtlaufzeit | 39:44 |
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Rezensionen

Gerade mal sechs Monate nach "Blitzkrieg" folgte mit "Mother Universe" das zweite Album des Quartetts um Keyboarder Jürgen Dollase, dessen Großmutter das Albumcover ziert. Auch hier stammen wieder alle Stücke aus Dollases Feder, und trotz des kurzen zeitlichen Abstands zum Vorgänger hat sich musikalisch doch einiges geändert.
Das Titelstück ist für mich einer der Klassiker des frühen deutschen Prog. Aus einem leisen Trommelwirbel entwickelt sich ein majestätischer Song, der hauptsächlich aus dem Kontrast zwischen dem symphonisch-bombastischen Refrain und dem wesentlich zurückhaltenderen Rest seinen Reiz bezieht. Dollases klassisch geschultes Klavier prägt das Stück zu großen Teilen, das Mellotron sorgt meist eher für atmosphärische Untermalung als für Bombast. Lediglich der Gesang ist nicht überragend, stört aber auch nicht weiter.
"Braintrain" zeigt Wallenstein dagegen von einer wesentlich rockigeren Seite, mit harter Gitarre und in sehr flottem Tempo. "Shakespearesque" nimmt dann wieder die Stimmung des Titelsongs auf. Es beginnt als getragenes, vom Mellotron dominiertes Stück. In der deutlich schnelleren zweiten Hälfte steht das Klavier im Vordergrund, der Song hat hier einen leichten Anflug von Renaissancemusik.
Leider reichen die restlichen Songs nicht ganz an die erste Hälfte des Albums heran."Dedicated to Mystery Land" beginnt als etwas belangloses Keyboardstück, erst die später einsetzende Gitarre macht diesen Titel interessanter. "Relics of the Past" ist ein überwiegend akustisches Stück mit leichten Singer/Songwriter Anklängen. Nett, vor allem wieder durch J. Dollases Klavierspiel, aber nicht weltbewegend. Mit "Golden Antenna" folgt dann noch ein eher simpler Gitarrenrock Song.
Auch wenn die zweite Albumhälfte nicht völlig überzeugt, ist "Mother Universe" alleine wegen des Titelsongs schon zu empfehlen.
| Anspieltipp(s): |
Mother Universe |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
20.5.2002 |
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Im Frühsommer 1972 spielten Wallenstein ihr zweites Album ein. Nach dem kantig-krautigen, etwas holprigen, aber durchaus einfallsreichen "Blitzkrieg" wirkt "Mother Universe" reifer, aber auch kommerzieller und weniger kreativ. Es wird nun recht viel Gesungen, was nicht unbedingt dazu beiträgt mir das Album sympathisch zu machen. Zwar sind die vokalen Leistungen im Vergleich zu "Blitzkrieg" deutlich besser geworden (allzu viel wurde auf dem Debüt allerdings nicht gesungen), doch ist er in keinster Weise eindrucksvoll oder sonderlich prägend. Mitunter nervt das wackelige und schwache Genöle sogar ziemlich (insbesondere im Titeltrack).
Ein etwas richtungsloses Durcheinander haben Wallenstein hier im Angebot. Eine unhomogene Mischung aus symphonisch-progressivem Klassikrock, US-Folkrock und Hardrock ist das, die oft wirkt wie eine angloamerikanische Mainstreamproduktion der frühen 70er, die mit einem prägnanten Pianosatz und gelegentlichen, dramatischen Mellotroneinschüben versehen wurde. Besonders auf das Titelstück - auch meiner Meinung nach die beste Nummer des Albums - passt diese Kurzcharakterisierung gut. Der bemüht affektierte und melodramatische Gesang, der weder das Volumen noch die Ausdrucksstärke hat um das entsprechend umzusetzen, ist hier ziemlich schwer zu ertragen. Dann gibt es noch einen sehr fetzigen, aber eher normalen Hardrocker mit Westcoasttendenzen ("Braintrain" - welches in der Mitte leicht nach The Grateful Dead klingt), eine bombastisch-schmachtende Ballade ("Shakespearesque" - wieder mit schönem Mellotroneinsatz und prägendem Piano), langweiligen Instrumentalprog, der im zweiten Teil zu einem relativ harmlosen Rocksong mutiert ("Dedicated To Mystery Land"), einen entspannten Folkrocker ("Relics of the Past") und einen gitarrenlastigen Mainstreamrocker ("Golden Antenna").
Etwas unausgegoren wirkt das Ganze, die Progelemente sind relativ gering (das Titelstück und "Shakespearesque" ausgenommen) und sonderlich krautig ist das Gebotene auch nicht. Kurzfazit: Durchwachsen - sicher kein Pflichtkauf für Krautrockfreaks!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
27.2.2007 |
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