SUCHE
Erweiterte Suche
NEUER LESESTOFF
Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
ARCHIV
NEUE REZENSIONEN
21.11.2017
Peter Hammill - From the Trees
Orpheus Nine - Transcendental Circus
20.11.2017
Jeffrey Biegel - Manhattan Intermezzo
Badger - One live Badger
Various Artists - AMIGA Electronics
19.11.2017
Taylor's Universe - Almost Perfected
Hans-Hasso Stamer - Digital Life
French TV - Ambassadors of Good Health and Clean Living
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
18.11.2017
Babils - The Joint Between
Reinhard Lakomy & Rainer Oleak - Zeiten
Deluge Grander - Oceanarium
Virgil & Steve Howe - Nexus
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
Yurt - III - Molluskkepokk
17.11.2017
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Tohpati Ethnomission - Mata Hati
ARCHIV
STATISTIK
24098 Rezensionen zu 16467 Alben von 6403 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Paul Cusick

Focal Point

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (01.06.2009)
Besonderheiten/Stil: New Artrock
Label: Q Rock Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Paul Cusick Lyrics, Music, Arrangements, Production, Guitars, Bass, Vocals, keyboards

Gastmusiker

Alex Cromatry Drums & Additional Vocals on "Soul Words"
Andy Edwards Guest Drummer on "Touch"
Louise Dawson Additional Vocals on "Soul Words" & "Hello"
Helena Ferguson Phone Service on "Touch"
Theresy Brindley Vocals on "Touch"
Jessica Cusick Vocals on "Fade Away"
Thomas Cusick Vocals on "Fade Away"
Rosie Cusick Vocals on "Fade Away"

Tracklist

Disc 1
1. Focal Point   (Instrumental) 2.46
2. Everblue 6.49
3. Fade Away 6.53
4. Soul Words 3.31
5. Scarred To Dream 4.40
6. Touch 5.41
7. Senza Tempo   (Instrumental) 2.41
8. Big Cars 4.03
9. Hold On 5.30
10. Hello 4.25
11. Touch (Groove Monster Mix) 5.40
Gesamtlaufzeit52:39


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Paul Cusick ist kein richtiger Newcomer, er hat schon in vielen Bands als Gitarrist gewirkt. Aber jetzt setzt er im weitgehenden Alleingang seine musikalische Vision um, voilà „Focal Point“ ist da!

Und da dröhnt eine edle Produktion aus den Boxen, die ausgefuchst mit Studiogimmicks spielt und sogar Bandfeeling aufkommen lässt. Aber bis auf das Schlagzeug macht Cusick hier alles selbst und das, was er macht, macht er gut. Seine Vorbilder scheinen klar: Pink Floyd und die frühe bis mittlere Phase von Porcupine Tree haben es ihm angetan, als Gitarristen ist sicherlich die Ecke von Gilmour über Rothery bis Hackett. Cusicks Gesangsstimme ist angenehm, allerdings nicht besonders spektakulär, eher so eine Mischung aus Roger Waters und Steven Wilson. Aber auch das passt ja eigentlich in den musikalischen Kontext.

Glücklicherweise ist Cusick auch weit davon entfernt einfach nur zu kopieren oder sich dem Klontum hinzugegeben. Vielmehr gelingt es ihm aus seiner Inspiration heraus zu eigener Musik und zu eigener Identität zu finden. Es ist so eine Art liebevolle Verneigung vor seinen Vorbildern. Gefühlvoller Art-Rock im edlen Gewand, mal etwas flotter, mal mit ordentlich verträumter Melancholie dargeboten strömt einem entgegen. Elegische Gitarrensoli, flirrende Keyboard-Flächen, ein Schuss Mellotron, eleganter Bass und ruhiges, moderat vertracktes Schlagzeugspiel beherrschen die Szenerie. Kleine Gimmicks, Überraschungen, Wendungen sorgen für Abwechslung und Synapsen-Reizung. Obwohl die Musik beherrscht und durchkonzeptioniert wirkt, ist sie nicht steif. Eher im Gegenteil, das Herzblut (welches im übrigen auch aus den Texten und Themen der Songs spricht) hinter den Aufnahmen ist zu spüren und das macht die Sache lebendig, frisch und auf sympathische Weise unspektakulär-mitreißend. Es muss auch nicht immer hochdramatisch sein, Spaß an schönen Autos verleitet Cusick schon mal zu einem flotten Rock'n'Roll - "Big Cars". Hier klingt's ein bisschen nach Bowie.

Möglicherweise werden beinharte Prog-Fans monieren, dass „Focal Point“ doch allzu sehr mit Pop und „Mainstream“ flirtet, aber sie sind nun auch nicht die Zielgruppe. Es sind eher diejenigen, die gerne mal der leichten Muse mit Kino, Frost & Co. frönen, ohne, dass es gleich richtig seicht wird. Diese Hörerschaft wird hier mit einem hoch gelungenen Album verwöhnt, mit dem Paul Cusick den Beweis antritt, dass auch im weiten Feld des sogenannten "Mainstream" interessant und spannend musiziert werden kann, ohne dass man immer Extreme ausloten muss. Musik für Albenhörer, die das „Ganze“ genießen und eben auch einfach mal unterhalten werden wollen. „New Artrock“ at it's best und vermutlich Balsam für die Seelen derjenigen Hörer, für die sich Porcupine Tree zuletzt zu weit in metallische Gefilde bewegt haben.

Schöne Musik, sehr elegant und vollkommen unblöde dargeboten. Da darf man gespannt sein, was noch so kommt.

Der Song „Touch“ ist gleich zwei Mal auf dem Album, allerdings unterscheiden sich „Original“ und „Remix“ nur marginal.

Anspieltipp(s): Focal Point, Big Cars
Vergleichbar mit: musikalisch. mittlere bis späte Pink Floyd, mittlere Porcupine Tree, atmosphärisch: auch Kino, Frost & Co.
Veröffentlicht am: 20.2.2012
Letzte Änderung: 28.2.2012
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Paul Cusick

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 P'dice 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum