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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Baraka

Inner Resonance

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010 (19.März)
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Musea Parallele
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Shin Ichikawa Bass
Max Hiraishi Drums
Issei Takami Guitar,Guitar Synthesizer

Tracklist

Disc 1
1. Palm Trees Of The Maldives 5.21
2. Reflected Waves 5.18
3. Plunge From The Darkness 2.27
4. Atlantic 5.54
5. Seam Of The Globe 7.09
6. Yggdrasil 3.35
7. The Chair Made Of Guns 8.50
8. Gate To Principle 6.20
9. The Definition 4.56
Gesamtlaufzeit49:50


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das eröffnende Instrumentalstück orientiert sich sehr stark an Rush aus der Zeit zwischen 1984 und 1987. Das zweite -"Reflected Waves" genannt - verbindet lateinamerikanisch beeinflussten Jazz-Rock mit proggressivem Hardrock. In dem keyboardorientierten und leider sehr kurzen "Plunge from the darkness" trifft von Perkussion begleitete groovende elektronische Orgel (in Wahrheit wahrscheinlich ein Gitarren-Synthesizer) auf symphonische Klangflächen. Das Stück wirkt wie der Anfang von einer grossartigen Komposition, die leider nicht entstanden ist. "Atlantic" ist eine allzu entspannte Nummer mit säuselnden (wahrscheinlich wieder vom Gitarren-Synthesizer kommenden) Klangwolken und Mark Knopfler-Gedächtnis-Gitarrensolos. "Seam of the Globe" macht da weiter, wo ein Rush-Instrumental aus der obengenannten Zeit aufhören würde: Baraka rocken nicht nur, sie zeigen auch Interesse an elektronischen, ethnischen und jazz-rockigen Akzenten. Am Anfang von "Yggdrasil" erklingen symphonische Gitarren-Synthesizer zur ethnischen Perkussion, dazu gibt es Sitar-ähnliche Beiträge von der Gitarre. "The chair made of guns" ist als eine Art New Age-Space-Fusion extrem relaxt ausgefallen, als wollten die Künstler spitzbübisch den auf Stücke im Stil von "Palm trees of the Maldives" wartenden Rockhörer in die Flucht schlagen. "Gate to Principle" zeigt schon wieder die widersprüchlichen Facetten des Gitarristen, der zwischen sphärisch-entspannter Elektronik und rockigeren Solos gefangen scheint. Zum Abschluss kommt mit "The definition" noch ein Rocker, der sich an den bereits erwähnten Kanadiern orientiert.

Eines muss man den Japanern von Baraka lassen: sie wissen zu überraschen und damit steigt wahrscheinlich ihr Unterhaltungswert bei sehr toleranten Hörern. Leider scheinen sie sich nicht entscheiden zu können, ob sie ein Power-Fusion-Rock-Trio oder eher eine New Age-Chill Out-Band sein wollen. Nach langatmigeren Momenten habe ich mich dazu entschlossen, diese als Abwechslung abzuhaken.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.6.2010
Letzte Änderung: 4.9.2011
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Baraka

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 VII 12.00 1
2008 Shade of Evolution 9.00 1
2012 Trinity 10.00 1

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