Die Grobschnitt Story 0
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MIG Music |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Joachim Ehrig |
Schlagzeug, Elektronik, Effekte |
| Axel Harlos |
Schlagzeug |
| Gerd Kühn |
Gitarre |
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| Stefan Danielak |
Gesang, Gitarre |
| Bernhard Uhlemann |
Bass, Flöte |
| Hermann Quetting |
Tasten |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Whazz Gaddit (Wutpickel)
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00:46
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| 2. |
Die Sinfonie
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12:00
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| 3. |
Das Reiselied
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06:27
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| 4. |
Wonderful Music
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03:36
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| 5. |
Suntrip
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16:14
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| 6. |
About My Town
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08:56
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| 7. |
Fallstone
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05:25
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| Gesamtlaufzeit | 53:24 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Das D-Lied
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04:03
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| 2. |
Das Teelied
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03:15
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| 3. |
Die Maschine
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07:49
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| 4. |
Das D-Lied (live 1971)
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04:33
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| 5. |
Die Sinfonie (live 1971)
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31:13
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| Gesamtlaufzeit | 50:53 |
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Rezensionen

Die erste Grobschnitt-LP war eigentlich immer mein Lieblingsalbum der Hagener Gruppe. Spätere Alben waren vielleicht ausgefeilter und klangvoller und "Solar Music" bleibt natürlich der Klassiker der Band, doch hatte "Grobschnitt" einen ganz eigenen, krautigen Charme. Lockeres, angejazztes Gejamme, eine jaulend-bluesige E-Gitarre, seltsam latineske Elemente, das doppelt besetzte Schlagwerk, der kraftvolle Gesang von Wildschwein und einige bizarr-humorvolle Einlage verbanden sich zu einem unterhaltsamen Album, das zudem eine recht eigene, spacig-krautige oder spätpsychedelische Atmosphäre verströmte.
Der "nullte" Teil der "Grobschnitt Story" richtet sich wohl an Krautrock- und Grobschnitt-Fans, die ähnlich empfinden wie der Rezensent. "Die Grobschnitt Story 0" bietet nämlich das Material des ersten Albums der Gruppe in anderen, früheren Aufnahmen und einiges mehr.
Anfang 1971 wechselte die Band Charing Cross ihren Namen. Die Legende will es, dass der Bandadept und spätere Grobschnitt-Roadie Rainer "Toni Moff Mollo" zu den Proben in der Hagener THG-Aula ein Foto mitbrachte, auf dem sein Großvater mit dessen Kapelle zu sehen ist. Das (auch im Beiheft zu sehende) Bild von 1919 zeigte zehn Herren in Weltkriegsuniformen mit ein paar selbst gebastelten Instrumenten und - sehr wichtig - einem Schild, auf dem "Kapelle Grobschnitt" zu lesen war. Ob der Opa Elias hieß ist mir nicht bekannt, doch waren Charing Cross von nun an als "Kapelle Elias Grobschnitt" unterwegs. Erst auf drängen der Plattenfirma Brain, die das erste Album der Gruppe veröffentlicht hat, wurde der Name Anfang 1972 zu Grobschnitt gekürzt.
In der oben erwähnten THG-Aula, offenbar der Probenraum der Band, begann Eroc schon bald das Repertoire der Gruppe auf Tonband festzuhalten. Die live mitgeschnittenen Nummern wurden dann später von ihm in seinem Heimstudio abgemischt, editiert und mit Effekten versehen. So kommt es, dass es von den im Dezember 1971 im Windrose Studio in Hamburg von Conny Plank aufgenommenen Stücken des Debütalbums geringfügig ältere Alternativversionen gibt, die meist im Sommer 1971 in Hagen eingespielt wurden. Genau diese (oder einige davon) sind nun auf "Die Grobschnitt Story 0" versammelt.
Nach der kurzen Kalauer-Einleitung "Whazz Gaddit" gibt es die vier Stücke zu hören, die wenig später auch auf dem Grobschnitt-Debüt zu finden waren. Etwas ungeschliffener und roher im Klang sind diese Nummern und das Streichquartett fehlt natürlich, doch kommt das alles nicht viel anders aus den Boxen als auf dem Studioalbum. Etwas frischer und spontaner wirkt das Gebotene allerdings, so dass diese Alternativversionen durchaus ihre Daseinsberechtigung haben (insbesondere deshalb, weil das Grobschnitt-Debüt im Moment - Frühsommer 2010 - nur als teures Sammlerstück auf CD erhältlich ist).
Aber "Die Grobschnitt Story 0" hat noch mehr zu bieten. Mit "About My Town", "Fallstone", den D- und Teeliedern und "Maschine" gibt es einige Stücke zu hören, die damals zum Repertoire der Band gehörten, es aber nicht auf "Grobschnitt" geschafft haben. Das ist meist ein abwechslungsreiches, bluesig-rockig-krautiges Gejamme im typischen Grobschnittstil, nicht wirklich anders als das Albummaterial, eher etwas schlichter als selbiges, doch eine interessante Ergänzung. Andere Versionen einiger dieser Nummern waren schon auf "Die Grobschnitt Story 6" zu hören. Zum Abschluss des Albums gibt es schließlich eine halbstündige Liveversion der Sinfonie, die sicher etwas zu lang geraten ist (insbesondere das Schlagzeugsolo), aber doch ein überzeugendes Livedokument der Band darstellt. Das ständig zu hörende Geschwätz des Publikums stört allerdings ein wenig.
Wie die anderen Teile der Grobschnitt-Story richtet sich auch dieses Album vor allem an den Fan, insbesondere an solche, die das erste Album der Band schätzten. Aber auch Krautrockliebhaber denen das spätere Schaffen von Grobschnitt nicht mehr so sehr zusagt können hier zugreifen, ist dies doch sicher das krautigste und kantigste Material, welches von der Hagener Gruppe bisher veröffentlicht wurde!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.6.2010 |
| Letzte Änderung: |
30.6.2010 |
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