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Koenjihyakkei

Hundred Sights of Koenji

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994 (Remixte Wiederauflage 2008)
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Skin Graft / Magaibutsu
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tatsuya Yoshida vocal, drums
Aki Kubota vocals, keyboards
Ryuichi Masuda vocal, guitar, g-synth
Shigekazu Kuwahara vocal, bass

Tracklist

Disc 1
1. Ioss 3:54
2. Doi Doi 6:37
3. Molavena 4:32
4. Gepek 4:06
5. Yagonahh 3:46
6. Ozone Fall 4:19
7. Zhess 2:10
8. Zoltan 4:17
9. Avedumma 7:06
10. Sunna Zarioki 4:49
Gesamtlaufzeit45:36


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


Schlagzeuger Tatsuya Yoshida (Ruins) ist soetwas wie der "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" der japanischen AvantProg-Szene. Er ist in unzähligen Bands und Projekten tätig und eröffnet dennoch ständig weitere Nebenschauplätze. Koenjihyakkei ist eines dieser Projekte. Hierbei handelt es sich um eine Band, mit der er seiner Vorliebe für den Magma-Sound voll ausleben kann. Unterstützt wird er dabei u.a. von der Ex-Bondage Fruit-Keyboarderin Aki Kubota.

Das Yoshida Magma verehrt, machen gleich die ersten beiden Tracks unmissverständlich klar: "Ioss" und "Doi Doi" warten mit der vollen Ladung auf: Chor-Gesänge auf Kobaianisch, heftiges Bassriffing, druckvoll peitschendes Schlagzeug. Aber all dies wirkt dennoch unmissverständlich japanisch; der Magma-Cocktail wird vollkommen überdreht serviert, die Vocals sind viel opernhafter und hysterischer, die Keyboards-Klangwand ist viel bombastischer und nie ist man sich sicher, ob das Ganze augenzwinkernd oder todernst gemeint ist.

Andere Songs verlassen das Magma-Terrain dann, wie etwa Molavena, das mehr in Richtung typischer, eher melodischer Nippon-Keyboard-Bombast geht. "Yagonahh" hingegen wartet mit deutlichen fernöstlichen Tönen auf und scheint von traditioneller japanischer Musik beeinflusst, allerdings sehr fröhlich-hüpfend mit Tendenz zu Nintendo-Musik... "Zoltan" überrascht dann kirchenmusikalisch mit hymnischer Orgel und "Kyrie Eleison"-Chören, "Sunna Zarioki" hat neben hektischen Zeuhl-Anteilen auch überdrehte polka-artige Passegen usw. usw.

Alles in allem ist Koenjihyakkei wieder ein typisch seltsames Japan-Produkt, aber sehr unterhaltsam und von daher empfohlen! Leider scheint die Platte im Moment ausverkauft zu sein und nur hier da lassen sich noch Rest-Kopien ergattern.

Anspieltipp(s): Doi Doi
Vergleichbar mit: Teils Magma, Ruins' Symphonica, aber jeweils spassiger
Veröffentlicht am: 22.5.2002
Letzte Änderung: 22.5.2002
Wertung: 10/15

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Von: Ralf Damaschke (Rezension 2 von 3)


Bekloppt. Nein, nein, nein, nicht Jon Anderson-bekloppt oder Mr Doctor-bekloppt. Ich meine: so richtig, richtig total bekloppt; so bekloppt, daß man sich versucht fühlt, ein schweres Buch im Takt der Musik vor die eigene Stirn zu schlagen; so bekloppt, daß ein Mike Patton glatt noch etwas dazu lernen könnte. Man muß schon ein Musikhörer sein, der bewußt das Seltsame sucht, um sich von dieser Non-Stop-Attacke auf den musikalischen Verstand nicht vor den Kopf gestoßen zu fühlen. Ich selbst schüttelte diesen bei den ersten Hördurchgängen noch recht heftig von rechts nach links und fragte mich, welchen Scheiß mir Udo da untergejubelt hatte. Inzwischen habe ich den aberwitzigen Humor von Koenjihyakkei aber richtig liebgewonnen und möchte diese CD in meiner Sammlung nicht mehr missen.

Zu Udos Beschreibung der Musik gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen, nur dies: bei "Hundred Sights of Koenji" stören mich die grummelige Produktion und die Käsekeys ausnahmsweise einmal nicht, weil sie perfekt ins Gesamtbild passen.

Anspieltipp(s): Yagonahh, Zhess
Vergleichbar mit: Magma
Veröffentlicht am: 31.3.2004
Letzte Änderung: 31.3.2004
Wertung: 10/15

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Von: Udo Gerhards (Rezension 3 von 3)


Nachtrag: Nach jahrelanger Unverfügbarkeit ist Koenjihaykkeis Erstling "Hundred Sights of Koenji" Anfang 2008 vom Label "Skin Graft" endlich wiederveröffentlicht worden.

D.h. fast, denn es handelt sich um eine von Schlagzeuger und Bandchef Tatsuya Yoshida remixte Fassung, für die obendrein die Schlagzeug-Spuren komplett neu aufgenommen wurden. Der etwas mumpfige Sound des Originals gehört damit der Vergangenheit an: "Hundred Sights of Koenji" schallt nun so druckvoll und transparent (soweit dies bei den vollgestopften Arrangements möglich ist...) aus den Boxen, wie es sich für die mitreißende Musik gehört.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.3.2008
Letzte Änderung: 12.3.2008
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Koenjihyakkei

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 II 13.00 2
2001 Nivraym 12.00 2
2003 Live at Star Pine's Cafe (DVD) 12.00 1
2005 Angherr Shisspa 12.00 3
2006 Live at Doors (DVD) 11.00 1
2008 070531. Live at Starpine's Cafe 13.00 1

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