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Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
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Koenjihyakkei

Nivraym

(Siehe auch: Leitfaden "Zeuhl")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Tzadik
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Yoshida Tatsuya drums, vocal, keyboards
High Rider Jin guitar
Sakamoto Kengo bass, vocal, keyboards, guitar
Oguchi Kenichi keyboards
Sagara Nami soprano vocal

Tracklist

Disc 1
1. Nivraym 5:39
2. Becttem Pollt 5:17
3. Lussesoggi Zomn 10:16
4. Vissqauell 5:27
5. Mederro Passquirr 6:22
6. Axall Hasck 6:34
7. Maschtervoz 4:37
8. Gassttrumm 9:20
9. Vallczeremdoss 4:50
Gesamtlaufzeit58:22


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Der verrückte Japaner Yoshida Tatsuya und sein Projekt Koenjihyakkei sind auch dieses Jahr wieder unterwegs, um Zeuhl ins 21. Jahrhundert zu retten, und auch Umstellungen in der Besetzung (an Keys und Gesang) ändern daran nichts.

Immer noch servieren Koenjihyakkei einen unablässigen Angriff von hektischem, kraftvoll treibendem Zeuhl, der keine Sekunde nachzulassen scheint. Atempausen sind äusserst selten; ständig peitscht das Schlagzeug, grollt der Bass, singt der Chor. Allerdings bewegen sich Koenjihyakkei auch soundmässig ein bisschen weiter in herkömmlich proggigere Gefilde. Die Keyboards sind dominanter geworden, auch die typisch japanisch-orientalischen Anflüge des Debüts mit seinen comic-artigen Nummern finden sich kaum noch. Stattdessen gibt es auch mal Mellotron und regelrecht funkige Passagen mit E-Piano oder fetten Hammond-Sounds (siehe "Axall Hasck") oder duellieren sich flirrende Synthie-Läufe mit scharfer Gitarre. Aber keine Sorge: Zeuhl ist immer noch Trumpf. Hymnische Chorvocals in einer Fantasie-Sprache, riff-basierte, aber abwechslungsreich und stellenweise ziemlich komplexe, technisch anspruchsvolle Kompositionen herrschen vor. Stellt Euch halt Japaner vor, die zu oft "Attahk" und die "Retrospektiw"-Serie gehört haben

Daran liegt vielleicht auch, dass der spassige Charakter der Musik nicht verloren geht; die sympathische Überdrehtheit dieser Heldenverehrung ist einfach zum Schmunzeln. Es finden sich hier z.B. etliche Stellen, an denen der lakonische, witzige männliche Gesang als Gegenpart zum opernartigen weiblichen einfach witzig, aber nie lächerlich wirkt. Natürlich klingt dies alles wesentlich polierter als Yoshidas langlaufende Stammband Ruins, deren roher, ungestümer Punk-Sound eine ganz andere Facette der Zeuhl-Verehrung darstellt.

Wer sich das nasskalte deutsche Winterwetter aufpeppen möchte, wer seine brachliegenden Lebensgeister animieren möchte, der liegt mit "Nivraym" genau richtig. Wer eher auf beschauliche Kamin-Abende steht, sollte sich das neues Yes-Werk "Magnification" zulegen.

Anspieltipp(s): Lussesoggi Zomn
Vergleichbar mit: überdrehte Manga-Magma
Veröffentlicht am: 22.5.2002
Letzte Änderung: 28.11.2003
Wertung: 12/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 2)


Dank an Udo, den Polyhistor des Zeuhls, für den Hinweis auf diese Comic-Variante einer sonst oft so streng klingenden Musikrichtung. Die Platte sollte jedem Spaß machen, der wirklich überdrehte Klänge vertragen kann (oder gar danach sucht). Aber sie ist nicht nur witzig, sondern reißt mit - und verdient daher eine hohe Note. Lussesoggi Zomn ist zweifellos ein geeigneter Anspieltip. Aber man kann ruhig auch Vissqauell versuchen.

Anspieltipp(s): Vissqauell
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.7.2002
Letzte Änderung: 1.7.2002
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Koenjihyakkei

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Hundred Sights of Koenji 10.00 3
1997 II 13.00 2
2003 Live at Star Pine's Cafe (DVD) 12.00 1
2005 Angherr Shisspa 12.00 3
2006 Live at Doors (DVD) 11.00 1
2008 070531. Live at Starpine's Cafe 13.00 1

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