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Electric Moon

Lunatics

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Nasoni Records Berlin
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pablo Carneval drums
Sula Bassana guitars, organ, voice
Komet Lulu bass, voice

Tracklist

Disc 1
1. Gefährliche Planetengirls 12:29
2. Lunatic 11:46
3. Brain Eaters 19:09
4. Hotel Hell 5:30
5. Moon Love 23:00
Gesamtlaufzeit71:54


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Knarzig setzt der von Bass, Gitarre und Schlagzeug getragene Sound auf Gefährliche Planetengirls ein. Hinzu kommt eine warme Orgel, die aber bald von einer spacig-delirierenden E-Gitarre als Leitinstrument abgelöst wird. Damit ist über weite Strecken die Atmosphäre des Albums vorgegeben. Spacig-psychedelische Klänge, die an Pink Floyd zwischen Set the Controls for the Heart of the Sun und Meddle erinnern, aber auch krautige Assoziationen an Can in ihrer rhythmischen Monotonie wecken.

Nach drei Longtracks dieses Zuschnitts kommt mit Hotel Hell - ein Eric Burdon Cover - ein neues Element zum Tragen. Melodie und Gesang. Und dies steht dem Sound von Electric Moon außerordentlich gut! Bassfrau Komet Lulu versteht es, mit ihrem verträumten Timbre dem Gesamtbild neue Nuancen abzugewinnen. Stilistisch steht sie nach meinem Gefühl dem Indie näher als der Psychedelic, aber gerade das macht den besonderen Reiz dieses Stückes aus. Wobei man - bei allen Retro-Assoziationen - der Band sowieso nicht vorwerfen kann, dass das Album einfach nur rückwärtsgewandt wäre. Gerade das Ungeschliffene, Raue schafft Modernität und lässt Lunatics nicht altbacken klingen.

Im abschließenden Moon Love, dem längsten Stück der Scheibe, wird der Klangteppich sich sanft steigernd gewoben, unterstützt von spacig-mystischem Geflüster und Geraune.

Electric Moon haben eine Art zu musizieren, der ich stundenlang lauschen könnte. Durch stete Wiederholung in einnehmendem Fluss und dem weitgehenden Fehlen von Melodie entsteht ein rauschhafter Sog. Allerdings würde die Musik noch dazu gewinnen, wenn noch ein oder zwei weitere Gesangsstücke geboten würden. Die LP-Version verzichtet hingegen auf die ersten beiden Stücke und setzt damit instrumentale und Vokalstücke in ein etwas ausgewogeneres Verhältnis. Wobei gerade das Fehlen von Gefährliche Planetengirls schon ein deutlicher Verlust ist...

Diese Scheibe reiht sich nahtlos in die Projekte von Sula Bassana aka Dave Schmidt ein, der den Lesern dieser Seite bereits durch sein Wirken mit Liquid Visions, Zone Six, Südstern 44, Weltraumstaunen sowie auf zahlreichen Solo-Alben geläufig ist. Wer spacig-psychedelischen Sound mag und sich von suggestiver Wiederholung nicht abschrecken lässt, sondern diese sogar für essentiell hält, sollte bei Electric Moon unbedingt mal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.9.2010
Letzte Änderung: 22.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Electric Moon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Lunatics Revenge 10.00 1
2011 Inferno 11.00 1
2011 Flaming Lake 11.00 1
2012 Cellar Space Live Overdose 11.00 1
2014 Mind Explosion 11.00 1
2015 Theory of Mind 10.00 1
2017 Stardust Rituals 12.00 1

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