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Teru's Symphonia

The Gate

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Neoprog
Label: Musea
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Megumi Tokuhisa Vocals
Terutsuga Hirayama Guitars
Jutaro Ohkubo Bass
Junichi Sato Drums
Shouichi Aoki Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. The Gate Of 21st Century 3:15
2. Humanizer (Dream Of An Android) 6:45
3. Entrance The Visions 3:16
4. Eternal Sinner 8:17
5. Unknown Lives 2:37
6. Wish 4:58
7. The Gipsy's Parade 3:25
8. End Of Millenium 6:40
9. In The Distance 4:06
10. Exit For D.N.A. 6:18
Gesamtlaufzeit49:37


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @ (Rezension 1 von 2)


Und hier mal wieder eine neue Folge der Serie "Wir hören Randgruppenmusik innerhalb von Randgruppenmusik" bzw. "Godzilla's Erben - Der japanische Progressive Rock". Jedenfalls sind auch Teru's Symphonia eine Band, die den typischen Japano-Sound an sich hat, der mit seinem Bombast und seiner Monumentalität wahrscheinlich schon mehr Leute erschlagen hat als durch den Flammenodem des sympathischen Urzeitviechs umgekommen sind.

Nur um das klarzustellen, falls jmd. das mißversteht: Ich liebe diesen Bombast mit allem Drum und Dran. Auch Teru's Symphonia kann man vom Anhören schnell als Band aus Nippon identifizieren, auch wenn hier (endlich einmal) die Schwerpunkte anders verteilt sind, als bei den anderen Bands aus dem Land der aufgehenden Sonne. Im Gegensatz zu den anderen Bands wie Ars Nova, Gerard und Konsorten, dominiert bei Teru's Symphonia nämlich die Gitarre anstatt der sonst alles niederwalzenden Keyboards. Dies ist nicht zuletzt dadurch begründet, daß Gitarren-Maestro Terutsugu Hirayama der eindeutige Boss in der Band ist und auch den Großteil des Materials komponiert.

Auch auf dem Album The Gate sieht man dies ganz eindeutig, alle längeren Titel stammen aus der Hand von Hirayama, während seine Mitstreiter jeweils eines der kürzeren Zwischenspiele beisteuern durften. Von den Zwischenspielen weiß insbesondere das von Drummer Sato komponierte Entrance The Visions zu überzeugen, das furios und mit richtig "fettem" Rhythmus in den besten Titel des Albums, das fantastische Eternal Sinner überleitet. Mit orientalischen Klängen beginnend, fällt als erstes die Rhythmussektion - wie so oft in Japan leicht metalmäßig angehaucht, das heißt deutlich härter als im "normalen" europäischen Prog - mit in den Song ein, bis dann Hirayama beweist, daß japanische Musiker nicht umsonst den Ruf haben, Meister ihres Faches zu sein. So ein Gitarrenspiel wie Hirayama bekommt jedenfalls nicht jeder Wald-und-Wiesen-Gitarrero hin.

Kurze Zeit später darf man dann begutachten, was viele Leute wieder spontan von einem Kauf dieser Scheibe wird absehen lassen: Japanischer Gesang. Hat man sich allerdings erstmal an den ungewohnten Klang gewöhnt, so läßt sich der, teilweise ziemlich hohe, gute Gesang von Sängerin Megumi Tokohisa durchaus genießen. Die japanische Sprache klingt auch gesungen keinesfalls wesentlich schlimmer als polnisch oder deutsch, und das stellt für viele Proggies ja auch kein Problem dar. Die anderen Songs will ich nicht mehr gesondert erwähnen, es sei nur erwähnt, daß sie kaum hinter dem wirklich genialen Eternal Sinner zurückstehen und sich hinter dem europäisch-amerikanischen Normalprog auf keinen Fall verstecken müssen. Auch die Idee, die längeren Songs durch Zwischenspiele/Intros zu verbinden, erweist sich als ziemlich gute Idee, was man v.a. am Doppel-Pack Entrance The Visions/Eternal Sinner bestaunen darf. Für Schrecken dagegen sorgen die Photos im CD-Booklet, eine Kosmetik- und Schmink-Beraterin käme da nicht ungelegen, außer bei der Sängerin, die sieht ganz süß aus. ;-)

Fazit: Eine japanische Band, die das Entdecken auf jeden Fall lohnt. Vor einer typisch japanisch virtuosen Rhythmussektion und Bombastkeyboards zelebriert Terutsugu Hirayama seine Gitarrenkünste und schafft damit einen symphonischen Prog, der durchaus auch in Europa seine Freunde finden könnte, da das ganze stets songdienlich bleibt. Eine ganz dicke Empfehlung meinerseits, testet das Ganze einfach mal an (es sei denn, ihr haßt japanischen Gesang).

Anspieltipp(s): Entrance The Visions / Eternal Sinner
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.5.2002
Letzte Änderung: 22.5.2002
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Einige Dinge werden mir bei der japanischen Musik-Kultur immer unerklärlich bleiben. Warum nur müssen sich Männer eigentlich oft so eigenartig schminken? Warum haben japanische Keyboards oft ziemlich den gleichen, recht billigen Sound? Und warum klingen die Aufnahmen in den Höhen immer völlig überdreht? Selbst bei Teru's Symphonia stellen sich diese peinlichen Fragen, und diese Band gehört sicherlich zum Besten, was in den letzten Jahren an progressivem Stoff aus Nippon kommt.

Doch um nicht gleich ein falsches Bild entstehen zu lassen, es gibt auf "The gate" auf genügend hörenswerte Angelegenheiten, die die anfangs angesprochenen Unpässlichkeiten deutlich in den Hintergrund rücken lassen. Teru's Symphonia verfügen mit Megumi Tokuhisa über eine ansprechende Sängerin, die aber für ungeübte Ohren japanischer Sangeskunst sicherlich für einige Probleme sorgt, aber im Landesvergleich hat sie die Stimme vorne. Ansonsten geht es im instrumentalen Bereich hart, aber herzlich, bombastisch, verschachtelt, aber nicht zu überladen, oder auch einfach nur mal klassisch getragen zur Sache. Dazu kommen in den Arrangements noch ein leicht orientalischer Einschlag, interessanter Rhythmus und gekonnte solistische Abwechslung zwischen Keyboards und Gitarre als weitere Pluspunkte.

"The gate" greift auf verschiedene Kultureinflüsse aus zwei Kontinenten zurück. Das Album klingt zwar über weite Strecken typisch japanisch, verleugnet somit nicht seinen Ursprung, aber die Offenheit gegenüber anderen Elementen hat der Musik auf jeden Fall gut getan.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.7.2006
Letzte Änderung: 22.7.2006
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Teru's Symphonia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 Symphonia 9.00 1
1988 Egg the Universe 11.00 1
1993 Clockworked Earth 8.00 2
1997 Do androids dream of electric camel? 10.33 3

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