La Vie Electronique 5
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MIG Music |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Berlin Schöneberg
1. Heftige Passage 12:00 2. Ruhige Passage 12:15
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24:15
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| 2. |
Vie de rêve
1. Le retour au pays 09:00 2. Des escargot qui vont à l'enterrement 16:06 3. Et la fête continue 04:37 4. Le miroir brisé 05:16 5. Le combat avec l'ange 11:00 6. Eteignez les lumières 02:56
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48:56
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| Gesamtlaufzeit | 73:11 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Nostalgic Echo
1. The Creation of Eve 08:02 2. Portrait of Freud 02:06 3. Don Quixote 14:27 4. Solitude 03:45 5. Autumn Sonata 05:49
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34:10
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| 2. |
Titanische Tage
1. The Ram 05:11 2. The Great Paranoic 06:26 3. Soft Watches 05:03 4. Impressions of Africa 06:39 5. The Falling Angel 03:56
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27:16
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| 3. |
For Barry Graves
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15:38
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| Gesamtlaufzeit | 77:04 |
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| Disc 3 |
| 1. |
The Poet
1. Witness and Wait 14:40 2. The Poet of the Body 22:20 3. The Poet of the Soul 15:47
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52:48
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| 2. |
The Oberhausen Tape
1. Quelle idée de peindre une pomme 04:41 2. Et Picasso mange la pomme 12:02 3. Et la pomme lui dit Merci 06:20
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23:04
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| Gesamtlaufzeit | 75:52 |
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Rezensionen

Klaus Schulze ist bekanntlich ein Genie seines Fachs. Er ist das große Aushängeschild der elektronischen Musik, ein großer Komponist und Wegbereiter. Ganz besonders bei seinen Liveauftritten beweist er dies bis heute jedes Mal aufs Neue. Spontane Improvisationen, virtuoses Keyboard-Spiel, treibende Sequenzer und traumhafte Flächen, verpackt in ausladende, aber nie langweilig werdende Stücke, die fast klassischen Sinfonien gleichen. Stücke, denen man fasziniert zuhören muss, die einen immer wieder emotional packen und nicht mehr los lassen.
Meine ersten Erfahrungen mit Klaus Schulze sammelte ich im zarten Alter von 15 Jahren. Ich hielt damals das Album "Moondawn" zum ersten Mal in den Händen und betrachtete das große Cover (es war noch eine LP) während ich gespannt der Musik lauschte. So etwas hatte ich bisher noch nie gehört. Schon gar nicht von Tangerine Dream, die laut einigen Bekannten damals "so ähnlich klingen" sollten (zur Ehrenrettung von Tangerine Dream: Ich kannte damals nur das Album "Underwater Sunlight"). Dieser treibende Rhythmus (damals von Harald Großkopf am Schlagzeug), diese tranceartigen Sequenzertöne aus diesen riesigen Schränken mit all den Knöpfen, und die energiegeladenen Soli des Meisters, machten mich innerhalb von wenigen Minuten zum Fan und Bewunderer.
Die Serie "La Vie Electronique" ist ein übergroßes Sammelsurium an Live-Auftritten, die bisher nur für teures Geld auf den längst vergriffenen Editionen "Silver", "Historic" und "Jubilee" zu finden waren. Für mich gehören die 70er immer noch zum absoluten Höhepunkt in der Schaffensphase von Klaus Schulze. Das 3 CD-Packet "La Vie Electronique 5" kommt mir somit ziemlich gelegen, denn hier finden Fans dieser Phase genau das, was sie an Alben wie eben "Timewind", "Moondawn", "Mirage", "X", oder auch "Body Love" so fasziniert.
Das schnelle, treibende, 1976 während eines Radiokonzertes in Berlin aufgenommene "Berlin Schöneberg" ist ein Hochgenuss für Sequenzer-Freunde. "Vie de rêve", welches ebenfalls 1976 während eines Konzertes in Frankreich mitgeschnitten wurde, erinnert größtenteils an die ruhigeren Phasen, wie sie u.a. auf "Body Love" zu finden sind, bis das Stück von heftigen Sequenzerattacken unterbrochen wird.
Das unglaublich schöne "Nostalgic Echo" auf CD 2, welches 1976 während eines Solokonzerte entstanden ist, erinnert mit seinen weichen, melodischen Soloeinlagen und den glockenspielartigen Sequenzern an das Meisterwerk "Mirage". Diesem Highlight schließt sich fast übergangslos "Titanische Tage" im selben Stil an. Mag daran liegen, dass beide Stücke vom selben Konzert stammen.
"For Barry Graves", aufgenommen 1976 für ein TV-Konzert (Es handelte sich um die Show "Musik Extra 3"), hingegen ist ein schnelles, treibendes, fast aggressives Inferno. Eigentlich unfassbar, dass so was in den 70ern entstanden ist. In Handarbeit! Ja, elektronische Musik war in dieser Zeit Handarbeit. Ein, zwei Knöpfchen drücken, wie es heute der Fall ist, reichte da nicht aus. Dieses ständige Vorurteil "Sequenzer an, Sequenzer aus, fertig ist die neue Platte", kann wirklich nur von Leuten stammen, die überhaupt keine Ahnung von der Entstehung dieser Musik haben. Aber das nur am Rande.
Kommen wir zu CD 3. "The Poet" und "The Oberhausen Tape" sind schließlich die "Moondawn"-Stücke, welche in dieser Edition noch gefehlt haben. Aufgenommen 1976 in Oberhausen, entwickeln sich die Stücke aus sehr ruhigen Flächen heraus zu einer wahren Schlacht zwischen Keyboardsoli und Sequenzern, um zum Abschluss zurückzukehren, zu den ruhigen, tranceartigen Passagen. Das Ganze dauert zusammen über eine Stunde, ist aber nicht eine Sekunde langweilig. Stattdessen entwickeln sich beim Hören Bilder, Filme, Landschaften, Planeten, Situationen aus dem eigenen Leben und vieles mehr (Nein, ich habe nichts geraucht).
Abschließend sei gesagt, dass "La Vie Electronique 5" für mich bisher zu den besten Veröffentlichungen in dieser Serie gilt. Gründe wurden oben schon genannt. Das, was ich an der 70er-Phase und an deren Alben besonders mag, bekomme ich hier auf 3 CDs angeboten. Jeder, der Schulze kennen lernen möchte, kann hier gern zugreifen. Jeder, der Schulze mag, sollte sowieso nicht zögern. Die Soundqualität ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, da die Liveaufnahmen teilweise von Magnetbändern stammen. Die Aufbereitung ist trotzdem bemerkenswert.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.10.2010 |
| Letzte Änderung: |
28.3.2013 |
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