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Lunatic Soul

Lunatic Soul II

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: New Artrock
Label: Mystic
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mariusz Duda voc, g, b, keyb., perc.

Gastmusiker

Maciej Szelenbaum diverse
Wawrzyniec Dramowicz dr, perc.
Rafal Buczek keyb.

Tracklist

Disc 1
1. the in-between kingdom 06:48
2. otherwhere 02:48
3. suspended in whiteness 07:56
4. asoulum 06:23
5. limbo 01:53
6. escape from paradice 04:39
7. transition 11:07
8. gravestone hill 03:41
9. wanderings 05:28
Gesamtlaufzeit50:43


Rezensionen


Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 1 von 3)


Da ist es nun also, rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit ein "weißes", ergo "helles" (?) Album von Duda. Es ist deklariert als Gegenstück zum dunklen Erstwerk im Soloschaffen des Riverside-Chefs. Und daher baute ich eine Erwartungshaltung auf, die sich beim Hören als Irrweg erweist.

Von großen Unterschieden zwischen den beiden Alben ist – abgesehen von der Optik – nicht allzu viel zu spüren: die Grundstimmung ist auch auf dem "hellen" Album sehr dunkel und die angekündigte spiegelbildliche Verarbeitung des Themas "Tod und was danach kommt" bleibt in Ansätzen stecken, wird mal deutlich im Einsatz musikfremder Gimmicks (Weinen auf LS I, Babylachen auf LS II – netter Einfall!), sporadisch auch in einzelnen Teilen der Musik.

Alles in allem aber führt Duda konsequent das Konzept aus Album 1 im Album 2 fort und das ist einerseits sehr stimmig und mit viel "polnischer Seele", sprich Inbrunst gemacht, zum Anderen wird es aber fast ein wenig langweilig.

Duda hat in den gesungenen Passagen einen leicht klagenden Ton in der Stimme. Und hätte er nicht eine sanfte und eingängige Tonlage gewählt, so könnte man fast Ähnlichkeiten mit einer Reihe von Peter Hammills Solowerken feststellen, man höre mal "Asoulum" als Beispiel.

Die im instrumentalen Opener erzeugte Allerheiligenstimmung wird bis zum Ende durchgehalten, was einerseits zu einem homogenen Gesamteindruck führt, aber ab und an die nötige Abwechslung vermissen lässt. So gehen die Tracks derart geölt ineinander über, dass ich zum Teil Ende/Anfang nicht richtig wahrnehmen konnte.

Sicher, es ist ein künstlerisch anerkennenswertes Album geworden. Gut gemacht, fein instrumentiert und perkussioniert, mit viel Gefühl eingesungen und produziert. Aber ich gebe zu, dass ich etwas Anderes, vielleicht Flotteres, einfach "Lebendigeres" erwartet hatte und dass ich mir nun wünsche, dass Lunatic Soul kein weiteres (man ist ja schnell mal bei einer Trilogie ;-) gelandet), etwa "graues" Album produziert.

Dem nächsten fetzigen Riverside-Album sehe ich hingegen mit Vorfreude und Spannung entgegen. Duda hat sich jetzt schließlich ausreichend ausgeruht...

Anspieltipp(s): es gibt keinen Höhepunkt, trotzdem: Gravestone Hill
Vergleichbar mit: dem "schwarzen" Album!
Veröffentlicht am: 7.11.2010
Letzte Änderung: 11.3.2014
Wertung: 10/15
angesichts der vielen deutlich schwächeren Outputs in diesen Zeiten...

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Es gibt diese Tage: du hast einen grauenhaften Stress gehabt, an der Arbeit, in der Familie oder sonstwo - und dann bist du allein in deinem Zimmer und legst erst mal Musik auf, um zu dir zu kommen. Routinemäßig - du hast keine Lust, dir noch irgendwelche Gedanken zu machen - greifst du zu einer deiner Lieblings-Scheiben: knackiger Hardrock, abgefahrener AvantProg, was aus der Klamottenkiste des Prog, Genesis, King Crimson, vielleicht auch was Aktuelleres wie Spock's Beard oder Riverside. Aber schnell merkst du, es ist nicht das, was du brauchst, was deine Stimmung zur Ruhe bringt. Aber Moment! Hat da nicht dieser Typ von Riverside wieder ein Album rausgebracht? Du legst es einfach mal auf.

Schon nach wenigen Sekunden nehmen dich diese ruhigen, tabla-artigen Percussion gefangen, diese ganz eigentümliche Mischung aus Akustik und Elektronik, dieses sanfte, meditative Dahinfließen der Musik. Du spürst, wie die Last des Tages von dir abfällt. Und es ist kein belanglos dahinsäuselndes New Age-Gesummse, sondern es hat Tiefgang und ganz viel Emotion. Dazu diese eindringliche, hypnotisierende Stimme von Mariusz Duda. Es ist perfekt, du kannst darin versinken und wieder du selbst sein.

Sicher, das Album ist in sich relativ homogen, aber keinesfalls langweilig, denn es bietet genug Feinheiten, die man in der richtigen Stimmung entdecken und genießen kann. Und in genau dieser Stimmung bist du jetzt.

Morgen kannst du es dann wieder richtig krachen lassen. Aber heute Abend ist diese Scheibe genau das, was du gebraucht hast!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.11.2010
Letzte Änderung: 7.11.2010
Wertung: 12/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Bereits bei der ersten Soloscheibe von Duda hatte ich Probleme mich auf das Werk einzulassen. Zugegebenermaßen klang die Scheibe durchaus homogen, aber es gab fast keine Abwechslung. Homogenität kann auch negativ, sprich langweilig, sein.

Und Duda führt hier seine Arbeit fort, als sei er nicht im geringsten an einer Entwicklung seiner Musik interessiert. Nimmt man die beiden Scheiben und spielt sie hintereinander ab merkt man nicht einmal, wann die erste fertig ist und die zweite beginnt. Zweimal das fast gleiche Album aufzunehmen finde ich nicht so prickelnd. Besonders weil ich schon bei der ersten Aufnahme öfters denke, es müsse doch endlich mal etwas passieren. Tut es aber nicht.

Bei seiner ersten Arbeit empfand ich noch Neugier und ließ mich überraschen. Und Duda erschuf auch etwas, was eher unkonventionell war. Seine Musik klang auf seinem Debüt zumindest mal interessant und neu. Das mit dem neu kann man bei der zweiten natürlich vergessen, bliebe also die Spannung. Es gibt da einen Longtrack mit 11 Minuten Länge (TRANSITION). Hört euch den an und versucht selbst heraus zu finden, wo sich da Spannung aufbaut. Minutenlange Flöten mit elektronisch erzeugtem Didgeridoo ertönen mit einer Herzschlag Bassdrum und erst nach fast 4 Minuten ertönt mal eine menschliche Stimme. Spannend wird es zwar immer noch nicht und all diese künstlich erzeugten Instrumente können nicht wirklich gefallen. Das ist für mich pure Langeweile. Bei solcher Musik kann ich nicht mal richtig entspannen. Das klingt wie „Wellnessmusik“ die man bei einem Discounter kaufen kann.

Es gibt aber auch bessere Momente auf dem Album, wo die Komposition eine schöne und beruhigende Atmosphäre zulässt. Das ist meistens dann, wenn Duda die A-Gitarre auspackt und dazu singt. So wie in OTHERWHERE. Passiert aber leider nicht so oft.

Nun mag es sicherlich Menschen geben die gerade in Musik, wo nichts passiert ihre Erfüllung finden. Für diese ist die CD hier aufgenommen worden. Für all diejenigen die sich von Musik Unterhaltung und Entdeckung wünschen passt es hier nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Lunatic Soul I (1:1 Kopie)- fast
Veröffentlicht am: 4.2.2016
Letzte Änderung: 19.4.2017
Wertung: 7/15
Musik die man auch im Hintergrund hören kann ist nicht wirklich fesselnd

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lunatic Soul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Lunatic Soul 10.00 2
2011 Impressions 9.00 1
2014 Walking on a Flashlight Beam 11.67 3
2017 Fractured 12.00 3
2018 Under The Fragmented Sky 10.00 1

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