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Arcturus

Disguised Masters

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999 (unter dem Namen "Arcturus And The Deception Circus")
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik; Moderne Electronica; Moderne Klassik; Progmetal
Label: Jester Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. White Tie Black Noise 0:49
2. Deception Genesis   (New track) 6:35
3. Du Nordavind   (1998 re-recording) 3:54
4. Alone   (Intellecto / Valle darktrip) 5:20
5. The Throne Of Tragedy   (Phantom FX jungle remix) 6:49
6. La Masquerade Infernale   (Valle / Hellhammer reconstruction) 2:33
7. Master Of Disguise   (Phantom FX remix w/ gangstafications by S.C.N.) 4:25
8. Painting My Horror   (G. Wolf levitation mix) 5:37
9. Ad Astra   (The Magenta experience) 4:39
10. Ad Astra   (Ensemble version) 7:32
Gesamtlaufzeit48:13


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


"Disguised Masters" ist, der Name deutet es wohl an, ein Remix-Album mit Fokus auf "La Masquerade Infernale". Um auch weniger an modernen Elektronikexperimenten interessierten Hörern diese Scheibe schmackhaft zu machen, befinden sich mit "Deception Genesis" samit Intro "White Tie/Black Noise" ein neuer Song und ferner noch eine Neuaufnahme von "Du Nordavind" vom Debütalbum drauf. Schon nett, macht aber insgesamt aus der Angelegenheit eher eine Compilation denn ein konzeptionell zusammenhängendes Album.

Nach dem atmosphärischen Intro ist "Deception Genesis" ein ruhiger Songs mit Flüstergesang, Slidegitarren, aber auch einem Ausbruchs-Refrain. Eine schöne düstere Nummer, die schon ein bisschen nach dem Album "Sideshow Symphonies" von 2005 klingt. Die Neuaufnahme von "Du Nordavind" klingt natürlich besser als das Original, die zahlreichen eingestreuten Soundeffekte sind aber Geschmackssache. Immerhin interessant, dass das Songmaterial des Debütalbums in entsprechender Aufmachung auch schon näher an "La Masquerade Infernale" hätte sein können.

Nun kommt aber der Hauptteil des Albums. Für die Remixes waren auch Teile der Band verantwortlich, so ist etwa "G. Wolf" nur ein weiteres Pseudonym von Kristoffer Rygg. Knut M. Valle und "Intellecto" machen jedenfalls aus "Alone" eine düstere Nummer zwischen Noise, TripHop-Rhythmen und dem gesampleten Original-Schlagzeug. Bemerkenswert, dass hier die gerade die perlenden Pianoläufe herausgehoben wurden.

Von "The Throne Of Tragedy" wird das ruhige Intro aufgenommen, bevor sich dann mit wilden Synthetikdrums eine beachtliche Elektronummer aufbaut, die neben den Gitarrenspuren in der zweiten Hälfte auch die Streicher und Harmonien des Originals übernimmt. Auch schön. Aus dem Titelsong machen anschließend Knut Valle und Hellhammer eine etwas relaxtere Version des Originals, was hauptsächlich auf die das originale Piano unterlegenden Drumloops und die psychedelischen Soundeffekte zurückzuführend ist.

"Master Of Disguise" wird dann zur reinen HipHop-Nummer umgebaut. Ein Musikstil, der von außen immer gerne als "unmusikalisch", geschweige denn "unkreativ" belächelt wird. Was hier doppelt unzutreffend ist, weil die Vorlage nicht nur passend gesampelt wird, sondern auch der komplette Text im Rapgesang vorgetragen wird. Ein beeindruckend kreativer Umgang mit Musik. "Painting My Horror" ertönt anschließend in einer sehr atmosphärischen Fassung zwischen Ambient, Noise und Glitch. Vom Original schimmern wieder hauptsächlich die Streicher durch.

Abgeschlossen wird der Reigen der Verarbeitungen mit zwei Fassungen von "Ad Astra". Diejenige von Magenta bemüht tanzbare EBM- und House-Elemente und integriert Frauengesang, klingt aber für meine Begriffe zu steril. Bislang die einzige Nummer, die mich nicht überzeugt. Eher eine Dreingabe ist noch die "Ensemble Version", bei der nur das Streichquartett des Originals zu hören ist. Dies klingt aber so dann meist eher reduziert und spartanisch. Der aggressivere Part gegen Ende lässt allerdings an Apocalyptica denken.

Alles in allem ist "Disguised Masters" ein gelungenes Remix-Album mit einigen sehr guten und vielen überzeugenden Verarbeitungen des "La Masquerade Infernale"-Materials. Die Draufgaben am Anfang wären gar nicht nötig gewesen, da der "Hauptteil" des Albums schon einen interessanten Blick auf das Vorlagenalbum zeigt. Wer als Arcturus-Hörer der modernen populären elektronischen Musik des urbanen Raums zugetan ist (was mittlerweile ja von den Ulver-Fans zwingend verlangt wird), kann hiermit viel Spaß haben.

Anspieltipp(s): The Throne Of Tragedy, Master Of Disguise
Vergleichbar mit: dem, was Ulver seit 1998 hauptsächlich machen
Veröffentlicht am: 10.11.2010
Letzte Änderung: 4.6.2011
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Arcturus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Aspera Hiems Symfonia 10.00 1
1997 La Masquerade Infernale 11.00 2
2002 The sham mirrors 11.67 3
2003 Aspera Hiems Symfonia / Constellation / My Angel - 1
2005 Sideshow Symphonies 10.50 2
2015 Arcturian 12.00 2

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