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Popol Vuh (Dt.)

Brüder des Schattens - Söhne des Lichts

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock
Label: Brain (CD bei SPV)
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Florian Fricke piano
Daniel Fichelscher guitar
Al Gromer sitar
Bob Eliscu oboe
Ted de Jong tamboura

Tracklist

Disc 1
1. Brüder des Schattens - Söhne des Lichts 18:50
2. Höre, der Du wagst 5:54
3. Das Schloss des Irrtums 5:38
4. Die Umkehr 5:59
5. Sing, For Song Drives Away the Wolves   (CD-Bonustrack) 4:16
Gesamtlaufzeit40:37


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 1 von 2)


Die Besprechungen von Popol Vuh auf den BBS brechen bislang mit ihrem 1976er-Album "Letzte Tage - letzte Nächte" ab. Aber das war nicht das Ende für die Band, die sich unter anderem als Hauskapelle des Filmregisseurs Werner Herzog noch vor weitere Herausforderungen gestellt sah. "Brüder des Schattens - Söhne des Lichts" enthält die Musik, die 1978 für den Film "Nosferatu" eingespielt wurde. Herzog kam mit dem Material allerdings nicht aus und griff zusätzlich auf ältere Aufnahmen der Band zurück. Soundtrack-Veröffentlichungen zu Nosferatu enthalten daher wesentlich mehr Stücke als die ursprüngliche LP, die auf der hier besprochenen CD lediglich um einen Bonustrack erweitert wurde. (Seit Dezember 2010 gibt es übrigens auch ein Boxset, in dem die Werner-Herzog-Arbeiten von Popol Vuh übersichtlich versammelt sind.)

Als ich Herzogs Nosferatu in grauer Vorzeit sah, war ich von dem Film mit dem traurig-glatzköpfigen und äußerst bleichen Klaus Kinski sehr angetan, auf die Idee, mir auch die Platte zu kaufen, bin ich damals allerdings nicht gekommen. Wohl mit gutem Grund, denn ohne die Bilder wirkt die Musik doch etwas ziellos – eben wie eine Untermalung, der das zu Untermalende fehlt. Darin unterscheidet sie sich deutlich vom Album "Sunrise" der amerikanischen Band "My Education". (Warum ich ausgerechnet das zum Vergleich anführe, lässt sich hier nachlesen).

"Brüder des Schattens - Söhne des Lichts" ist weniger krautig als etwa die pharaonischen Gärten von Popol Vuh. Die Musik ist zwar nicht tauglich fürs Formatradio, aber in all ihrer Feierlichkeit doch relativ konventionell, dabei so stark von akustischen Instrumenten wie vor allem Gitarre und Klavier geprägt, dass eine merkwürdige folkloristische Erhabenheit entsteht. Sie umschwebt einen angenehm, fördert unter Umständen allerdings auch das genussvolle Halbhinhören, da man nicht gerade wie ein Schießhund aufpassen muss, um den Faden nicht zu verlieren.

Die extrem unterschiedliche Länge der Stücke erscheint mir nicht wirklich kompositorisch bedingt, das fast zwanzigminütige Eröffnungsstück könnte auch erheblich kürzer sein und die anderen Titel dafür länger – es würde sich am Gesamteindruck wenig ändern. Bemerkenswert finde ich, dass dieser sanftmütige Krautrock manchmal an Passagen aus Longtracks von Mike Oldfield erinnert, in denen es ja ebenfalls oft recht akustisch zugeht und die man auch nicht unbedingt "experimentell" nennen kann.

Fazit: Krautrock, der die Ohren nicht provoziert, sondern ganz dem gravitätischen Wohlklang verpflichtet ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2012
Letzte Änderung: 16.3.2012
Wertung: 9/15

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Von: Michael Hirle @ (Rezension 2 von 2)


Wie diese Platte zustande kam, hat ja bereits Ralf in seiner Rezi erklärt (auch in meiner "Nosferatu" Rezi nehm ich nochmal Bezug darauf), auch über die Musik haben wir uns bereits ausgelassen, deshalb nur ein paar allgemeine Worte. Kurz gesagt, wer den "Nosferatu"- Soundtrack sein Eigen nennt, ist auf die Anschaffung von "Brüder des Schattens - Söhne des Lichts" nicht unbedingt angewiesen. Das Titelstück ist jetzt zwar länger und wird auch auf knapp 19 Minuten nicht langweilig, aber neue Facetten werden dem Thema nicht entlockt. Der Fan kann jetzt das Thema um eine Viertelstunde länger auskosten und sich von seiner Wiegenliedartigen Melodie etwas länger aus dem Alltag schaukeln lassen, doch wer die Musik lieber auf den Seziertisch legt, hat zwar mehr Masse, aber am Ende doch nur einen kleinen aber wunderschönen Kern.

Auch die Tracks 2-4 sind bereits von "Nosferatu" bekannt, bleibt also der Bonus Track: "Sing, for Song drives away the Wolves". Der ist zwar nicht auf dem "Nosferatu"-Soundtrack sondern von der Filmmusik zu "Herz aus Glas" (oder auf der gleichnamigen Kompilation zu finden), musikalisch gibts auch da nix zu mäkeln, neu ist der aber auch nicht. Also, schwierig. Das dieses Album ein Reguläres des Backkataloges ist, könnte der Fan auch hier zuschlagen. Wer nicht alles von der Band haben muss, kann hier, ohne schlechtem Gewissen, verzichten.

Anspieltipp(s): der Titeltrack
Vergleichbar mit: der "Nosferatu" Filmmusik
Veröffentlicht am: 30.8.2012
Letzte Änderung: 24.8.2012
Wertung: keine musikalisch ist es eine glatte 10, da der Nosferatu Soundtrack das Selbe und mehr zu bieten hat, ohne Wertung

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Popol Vuh (Dt.)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Affenstunde 9.50 4
1972 In den Gärten Pharaos 10.00 4
1972 Hosianna Mantra 11.33 3
1973 Seligpreisung 10.50 2
1974 Aguirre 9.75 4
1974 Einsjäger & Siebenjäger 11.00 3
1975 Das Hohelied Salomons 11.00 3
1976 Yoga - 1
1976 Letzte Tage - letzte Nächte 10.67 3
1977 Coer De Verre (Herz aus Glas) - Soundtrack 12.00 1
1978 Nosferatu (Soundtrack) 10.00 1
1979 Die Nacht der Seele - tantric songs 13.00 1
1981 Sei still, wisse ICH BIN 12.00 1
1982 Fitzcarraldo - 1
1983 Agape-Agape, Love-Love 12.00 1
1985 Spirit of Peace 11.00 1
1987 Cobra Verde (Soundtrack) 10.00 1
1991 For you and me 12.00 1
1993 Sing, for Song Drives Away the Wolves - 1
1994 Gesang der Gesänge - 1
1994 City Raga - 1
1995 Kailash - Pilgerfahrt zum Thron der Götter (VHS) - 1
1996 Shepherd's Symphony - Hirtensymphonie - 1
1999 Messa di Orfeo 12.00 1
2011 Revisted & Remixed 1970 - 1999 - 1

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