SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
23.11.2014
Amplifier - Live in Berlin
22.11.2014
Probe 10 - There Is a Universe
Phi - Now The Waves Of Sound Remain
Kaipa - Sattyg
Osada Vida - The After-Effect
Bigelf - Money Machine
21.11.2014
Cinema by Pöngse - Loopings
Sloche - J'un Oeil
Yuji Imamura & Air - Air
A Liquid Landscape - The Largest Fire Known To Man
20.11.2014
RAK - Lepidoptera II - The Book of Flight
Maze Of Time - Masquerade Show
Dálava - Dálava
Toehider - What kind of Creature am I?
19.11.2014
Kaukasus - "I"
Kayo Dot - Coffins on Io
18.11.2014
Hemina - Nebulae
Kaipa - Sattyg
ARCHIV
STATISTIK
20827 Rezensionen zu 14162 Alben von 5437 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The 16 Deadly Improvs

The Triumph of The 16 Deadly Improvs

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010 (Aufnahmen 2008)
Besonderheiten/Stil: Ambient; Postrock; RIO / Avant; sonstiges
Label: Rosemont Recordings
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gene Bohensky drums (5,8,12,15),keyboards (2,3,6,10,10,14),percussion (7,14)
Nick Bohensky guitar,keyboards (15),cymbals (14),overdub vocals (6),overdub guitar (15)
Jeff Bridi bass,keyboards (14),overdub vocals (6,8,15),overdub piano (6),overdub glock (13)
Dave Wilson drums (1,2,3,4,6,7,9,11,13,16),percussion (12,14,15),keyboards (8)
Mark Nowak keyoards (all except 4),overdub vocals (2,10)
Vin Villanueva guitar,overdub guitar (12,15)

Tracklist

Disc 1
1. Sand Palm IV 1.18
2. Spirit or Matter 4.30
3. Torpedo 5.23
4. Bugbear Blues 3.33
5. Invincible Pole Fighters 3.58
6. Into Another Time 5.41
7. Rise of the Septopi 3.53
8. Gargantua! 6.06
9. Sand Palm V 2.47
10. Dear Me, 3:50
11. You'd Make A Lot of Money... 5.15
12. Death To Disco 6:10
13. Mag 3 3.11
14. The Burrowers Beneath 9.16
15. Fading of My Memories 3.41
16. Sand Palm VI 2.15
Gesamtlaufzeit70:47


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die Mitglieder von The 16 Deadly Improvs treffen sich sporadisch - z.B. wenn der seit 2007 in Australien lebende Mark Nowak mit dem in den USA lebenden Rest des Kollektivs zusammenkommt - um untereinander Instrumente auszutauschen und sich an überwiegend finsteren gemeinschaftlichen Improvisationen zu beteiligen. In der in vielen Richtungen offenen Musik von The 16 Deadly Improvs findet der Hörer Elemente von Jazz, Progrock, Avant-Rock, Postrock, Blues und Ambient-Soundscapes. Dies alles trifft selten gleichzeitig aufeinander, sondern wird meistens in Zusammensetzungen von 2-3 Stilrichtungen zelebriert. Auf dem vorliegenden, erst fünften Werk (die Band existiert, mit größeren Unterbrechungen, seit 1995) der Formation findet sich u.a. eine einsame Bluesnummer (Bugbear Blues) und ein Stück, das sich ausschließlich Ambient-Soundscapes widmet (The Burrowers Beneath). Die 2010 erschienenen Aufnahmen von "The Triumph of the 16 Deadly Improvs" stammen aus dem Jahre 2008.

Nachdem das musikalische, angeblich aus Überzeugung nur mit improvisierter Musik verbrachte Treffen vorbei ist, werden die Aufnahmen erst einmal zu kurzen Stücken zusammengeschnitten, mit zusätzlichen Instrumentalspuren und in einigen wenigen Fällen auch mit Gesang oder filmischen Effekten (wie im Hintergrund sprechenden Stimmen) versehen.

Schon die Idee mit dem Tausch der Instrumente (die übrigens nur teilweise und unkonsequent umgesetzt wird) deutet darauf hin, dass hier nicht die Virtuosität im Vorgergrund steht, sondern das Erzeugen von aufgeklärten Stimmungen, die das Ende aller romantischen Illusionen verheißen. Über nicht unbedingt dafür gedachte Improvisationen nachträglich gelegter Gesang klingt fast schon von Natur aus schräg und leicht unheimlich. Die Musik wirkt sehr oft, als würde man in erster Linie nach Wegen suchen postrockigen oder ambienten Minimalismus mit diversen (darunter auch unerwarteten) Stilrichtungen zu fusionieren. So verbindet "Torpedo" beispielsweise Funk mit Postrock. Hin und wieder setzen The 16 Deadly Improvs auch auf Abwechslung: unter dem ironischen Titel "You'd make a lot of money..." erklingt lupenreiner und temperamentvoller Jamrock. "Death to disco" entlockt mir folgende Vergleiche: in den engagierten Gitarrenparts spuckt möglicherweise der Geist von Fripp, gleichzeitig lässt mich der trancige Rhythmus an Can denken. Der mehrteilige Zyklus "Sand Palm" (hier mit Teilen IV bis VI) kann mitunter für monströse Bass- und Gitarrenriffs oder aggressive Free-Rock-Ausbrüche sorgen. Die Sand Palm-Sessions möchte ich am liebsten ungekürzt hören.

"The Triumph of the 16 Deadly Improvs" ist eine gespenstische, eine faszinierende Scheibe geworden, ein Pflichtkauf für Freunde des Ungewöhnlichen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.11.2010
Letzte Änderung: 18.11.2010
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2014; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum