Small Craft on a Milk Sea
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Warp Records |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Brian Eno |
Computers |
| Jon Hopkins |
Klavier, Keyboards, Elektronik |
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| Leo Abrahams |
Gitarre, Laptop |
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Gastmusiker
| Jez Wiles |
Percussion (4,5,6,8) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Emerald and Lime
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3:02
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| 2. |
Complex Heaven
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3:05
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| 3. |
Small Craft on a Milk Sea
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1:49
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| 4. |
Flint March
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1:56
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| 5. |
Horse
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3:02
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| 6. |
2 Forms of Anger
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3:15
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| 7. |
Bone Jump
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2:22
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| 8. |
Dust Shuffle
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1:54
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| 9. |
Paleosonic
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4:25
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| 10. |
Slow Ice, Old Moon
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3:25
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| 11. |
Lesser Heaven
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3:21
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| 12. |
Calcium Needles
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3:25
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| 13. |
Emerald and Stone
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2:12
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| 14. |
Written, Forgotten
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3:55
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| 15. |
Late Anthropocene
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8:09
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| Gesamtlaufzeit | 49:17 |
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Rezensionen

Fünf Jahre nach Another Day on Earth gibt es ein neues Soloalbum von Brian Eno. Nicht, dass Eno in den fünf Jahren auf der faulen Haut gelegen hätte, neben einem Album mit David Byrne arbeitete er in dieser Zeit als Produzent u.a. für Paul Simon, U2 und Coldplay, machte Filmmusik für einen Streifen von Peter Jackson und brachte eine DVD heraus. Da dauert's bis zum nächsten Soloalbum halt bisserl länger.
Das heißt, "Soloalbum" ist nicht ganz korrekt, denn tatsächlich erscheint Small Craft on a Milk Sea unter der Interpretenangabe "Brian Eno with Jon Hopkins & Leo Abrahams". Auf einigen Stücken ist außerdem noch ein Gastmusiker als Perkussionist dabei.
Überwiegend werden verschiedenste elektronische Klänge verwendet, aber auch Klavier und Gitarre (letztere gelegentlich sogar akustisch) kommen zum Einsatz. Die Stücke sind wieder recht kurz, nur eines dauert länger als fünf Minuten. Zum Teil handelt es sich schon um Klangminiaturen, wenn nicht einmal die Marke von zwei Minuten erreicht wird.
Das Album beginnt mit einer Reihe von Ambient-Stücken. Oberflächlich gehört passiert in denen nicht so viel, sanfte Klangflächen wogen hin und her, das Klavier stimmt eine aus sporadischen Tönen bestehende, elegische Melodie an (gleich im einleitenden Emerald and Lime, dessen Motiv später wieder aufgenommen wird). Aber unter der ruhigen Oberfläche herrscht doch eine seltsame Unruhe, da zischt und brummt es leise, aber vernehmlich, und das seltsame Pulsieren in Complex Heaven klingt auch nicht gerade beruhigend, baut eine eigenartige, geradezu surreale Spannung auf. Die verstärkt sich im immer noch sehr ruhigen, aber eigenartig formlosen Titelstück
Flint March leitet dann eine Reihe lebhafterer Stücke ein. Hektische, Drum'n'Bass-artige oder auch maschinenhaft stampfende Rhythmik bildet jetzt die Grundlage, über der zischende, sägende, flirrende und sirrende elektronische Geräusche umherschwirren. 2 Forms of Anger überrascht dabei mit geradezu rockiger Dynamik, wenn unvermittelt eine E-Gitarre reinbrettert. Da darf es auch mal gemäßigt experimentell werden mit seltsam verzwirbelten Gitarrenläufen (Paleosonic, ein Höhepunkt des Albums) oder freiformatig sägenden Klängen, die an krautige Elektronik-Experimente gemahnen (Horse).
Ab Slow Ice, Old Moon sind wieder Ambient-Klänge angesagt, einzelne, plingende Töne des E-Pianos oder eben wieder sanft wogende Klangflächen. Aber auch hier spürt man immer wieder unter der ruhigen Oberfläche ein seltsames, beunruhigendes Brodeln. Selbst die betörende Schönheit von Emerald and Stone, einem impressionistisch anmutenden Klavierstück, ist mit seltsam flirrenden Geräuschen unterlegt, die dem Stück eine leicht bedrohliche Atmosphäre verleihen. Die weiteren Stücke werden immer ruhiger und statischer, bis das Album mit Late Anthropocene mit einem wirklich klassischen Ambient-Stück endet.
Sicher, das alles ist nicht mehr so bahnbrechend wie manches, was Eno in den 70ern vollbracht hat. Aber kann man das erwarten von einem Musiker jenseits der 60, der über 40 Jahre im Geschäft ist, der an unzähligen Platten unterschiedlichster Künstler mitgewirkt hat? Ein gelungenes Album ist es in jedem Fall, da dürfen gerne noch weitere folgen.
Small Craft on a Milk Sea gibt es in unterschiedlichen Versionen, vom Download (mit Bonustitel) bis zur edlen Box mit zwei CDs, zwei LPs und einer Lithographie. Die stinknormale CD kommt aber auch schon in einem hübschen Digipak.
| Anspieltipp(s): |
Complex Heaven, Paleosonic |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.11.2010 |
| Letzte Änderung: |
28.11.2010 |
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