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radio massacre international

borrowed atoms

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Centaur Discs
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steve Dinsdale Keyboards, Electronics, Sequencer
Gary Houghton Guitars, Electronics, Synthesizer
Duncan Goddard Keyboards, Bass, Electronics, Guitar

Tracklist

Disc 1
1. plastered in paris 17:07
2. rite of spring 17:13
3. borrowed atoms 16:05
4. horizon 18:37
Gesamtlaufzeit69:02
Disc 2
1. build 30:27
2. blakery ridge 19:30
3. 30 years 16:21
Gesamtlaufzeit66:18


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Für den Nachfolger von "organ harvest" kehrten radio massacre international zu einem freieren, weitestgehend auf spontanem Improvisieren basierenden Stil zurück. Sieben ausladende, live im Studio oder vor Publikum (zumindest "build" ist bei einem Konzert mitgeschnitten worden) eingespielte, oder aus Teilen solcher Aufnahmen zusammengebastelte Stücke gibt es auf "borrowed atoms" zu hören, die es auf insgesamt etwas über 135 Minuten Spielzeit bringen. Wie die Band selbst im Beiheft der Doppel-CD schreibt, sollte man die Sammlung nicht auf einmal (wer hat auch schon so viel Zeit), sondern in mehreren Sitzungen goutieren.

"On these seven pieces there are guitar loops from duncan, sequencers from steve and synthesizers from gary alongside our more established roles", steht da im Beiheft weiter zu lesen. Was ist daran nun so bemerkenswert? Nun, normalerweise (die established roles) ist Gary für die Gitarren zuständig, Duncan für die Sequenzer und Steve für den Synthesizer. Auf das klangliche Ergebnis hatte dieser teilweise Rollentausch allerdings keinen großen Einfluss. Wie schon auf den Alben zuvor beherrschen umfangreiche, sehr farbige elektronische Klanglandschaften das musikalische Geschehen, angelehnt an die teutonischen Produktionen der Berliner Schule, versehen mit der typischen Soundfülle und perfekten Produktion der britischen Neo- oder Retroelektonikszene der 90er Jahre (siehe auch ARC und Redshift). Neben E-Gitarre, Sequenzer und verschiedenen Synthesizern kommt (wie weiland bei den Tangs) auch ein Mellotron ausgiebig zum Einsatz. Das Ergebnis sind dichte, voluminöse, sehr klangvolle Tonschöpfungen, die erhaben und mächtig aus den Boxen quellen.

"plastered in paris", unterlegt mit verfremdeten Samples des Funkverkehrs der Apolloastronauten, kommt dabei besonders spacig und spätpsychedelisch aus den Boxen, wozu auch Houghtons (oder Goddards) umfangreiche, schön floydige Gitarrenlinien beitragen. In den restlichen Nummern betätigen sich die drei Protagonisten durch sehr farbige, sequenzergeprägte Elektronikgemälde. Mächtig, ungemein druckvoll, mitunter fast heftig-industriell kommen die Klänge aus den Boxen, immer wieder unterbrochen von Ausflügen in freie und formlose Bereiche. Freiformatig Soundwolken, immer wieder durch dynamische Tonböen verwirbelt, gleiten da über geheimnisvollen Klanglandschaften dahin, ehe sich wieder rhythmischere Muster in den Vordergrund arbeiten.

"borrowed atoms" bietet sicher im Bereich der elektronischen Musik nichts weltbewegend Neues, doch haben die drei Briten hier die Essenz des Genres in Reinform destilliert und mit ihren ganz eigenen, individuellen Ingredienzien verschnitten. Wer groß angelegte, progressiv-spacige Elektroniksymphonien schätzt, der sollte sich nach diesem Album umschauen. Leider haben Centaur Discs seit einiger Zeit das Zeitliche gesegnet und die frühen Produktionen von radio massacre international sind daher inzwischen schwer aufzutreiben. Mitunter wird man aber im Gebrauchttonträgerhandel fündig. Weiteres Material aus den Sessions zu "borrowed atoms" ist übrigens auf der von der Band selbst vertriebenen CD-R "bothered atoms" zu finden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.12.2010
Letzte Änderung: 13.12.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von radio massacre international

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 frozen north 11.00 1
1996 republic 11.00 1
1997 organ harvest 9.00 1
2000 the god of electricity 12.00 1
2000 zabriskie point 11.00 1
2003 people would really like space rock if they would only give it a try 11.00 1
2005 emissaries 10.00 2
2007 rain falls in gray 10.00 1
2010 time & motion 11.00 2

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