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Sebastian Hardie

Windchase

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Musea
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mario Millo Guitars, Vocals
Peter Plavsic Bass
Alex Plavsic Drums, Percussion
Toivo Pilt Moog, Piano, Mellotron, Solina, Hammond

Tracklist

Disc 1
1. Windchase 20:37
2. At The End 4:04
3. Life, Love And Music 4:23
4. Hello Phimistar 3:41
5. Peaceful 4:10
Gesamtlaufzeit36:55


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @ (Rezension 1 von 2)


Windchase ist das zweite und gleichzeitig leider auch letzte Album von Sebastian Hardie (wobei mich auch mal interessieren würde, woher der Name kommt, selbst Mr. Google hilft da kaum weiter). Es gibt zwar noch ein Album einer Nachfolgeband (die sich sinnigerweise Windchase nannte) mit Mario Millo und Toivo Pilt, das habe ich aber (noch) nicht gehört.

Im großen und ganzen knüpft die Band mit Windchase da an, wo sie mit Four Moments aufgehört hat. Wiederum besteht das Album aus einem Longtrack und mehreren - diesmal vier - kürzeren Stücken. Ebenso wie auf Four Moments ist auch hier der titelgebende Longtrack wieder das absolute Highlight, alle Pluspunkte kann man nahtlos übertragen: Wunderschöne Melodien, gute Instrumentalarbeit, wieder eine Freude für jeden Camel-Fan. Der Grund, warum ich das Album dann doch etwas schlechter finde als Four Moments, findet sich dann auch nicht in diesem Stück, sondern in einem der anderen vier Songs. Während At The End, das einmal etwas schnellere Hello Phimistar - eine willkommene Abwechslung, v.a. da auch allgemein sehr gelungen - und Peaceful genauso überzeugen können, kann ich mich mit Life, Love And Music einfach nicht anfreunden. Ich meine, in der Realität natürlich schon ;-) , aber hier fällt der Song einfach qualitätsmäßig für mich total ab. Der Gesang ist total unpassend, denn Millo ist sicherlich kein toller Sänger - ebenso wie z.B. Andy Latimer - und versucht hier Sachen zu singen, die er so nicht singen sollte bzw. kann und auch sonst ist das Stück recht eintönig und geradezu schmalzig.

Da dies allerdings nahezu der einzige Kritikpunkt ist, kann ich Windchase genau wie Four Moments jedem melodieliebenden Proggie (insb. Camel-Fans) ans Herz legen, allerdings würde ich doch empfehlen, sich zuerst Four Moments anzuschaffen. Eigentlich gäbe es als Note auch dieselbe wie für Four Moments, wenn, ja wenn das eine Lied nicht wäre, denn dafür verteile ich hier mal bösartige 2 Punkte Abzug.

Anspieltipp(s): Windchase
Vergleichbar mit: Camel
Veröffentlicht am: 22.5.2002
Letzte Änderung: 23.5.2002
Wertung: 10/15
(wg. Life, love And Music, sonst: 12)

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Das zweite Sebastian Hardie-Album "Windchase" lehnt sich stilistisch an das Debüt an und bietet wiederum symphonischen Schönklang. Im Mittelpunkt steht einmal mehr das entrückte und gefühlvolle Gitarrenspiel von Mario Millo, welches insbesondere im starken Titelsong eine nur selten anzutreffende verträumte Eleganz entfaltet. Manche melodischen Passagen sind hier regelrecht zum Dahinschmelzen, wobei die Grenze zum doch allzu dick aufgetragenen Kitsch oft nur um Haaresbreite umschifft wird. Auf jeden Fall haben es die Australier aber perfekt verstanden, ihren weit ausladenden Wohlklang in seiner ganzen Intensität zu zelebrieren. Nach diesem symphonischen Paukenschlag fallen die vier restlichen Songs, welche die 4-Minutengrenze kaum überschreiten, zwangsläufig eher unauffällig aus und drohen ein wenig unterzugehen.

Der Instrumentaltitel "At The End" setzt aber die romantische Stimmung des vorangegangen Longtracks fort und braucht sich nicht davor zu verbergen. Auch "Life, Love And Music" ist im Grunde ebenfalls ein schöner Beweis dafür, dass sich der ganze symphonische Schönklang auch im kompakten Songformat entfalten kann. Leider wirken die Gesangspassagen wirklich sehr belanglos und trüben den positiven Gesamteindruck. Mit dem kurzen Instrumental "Hello Phimistar" wird eine nicht zu erwartende dynamische und kraftvolle Abwechslung geboten. "Peaceful" lässt das Album dann dem Titel entsprechend friedlich und verträumt ausklingen.

Insgesamt erreicht "Windchase" nicht ganz die Klasse des Debütalbums. Dennoch kann auch dieses zweite und letzte Album der Australier zu den Perlen der symphonischen Rockmusik gezählt werden. Glücklicherweise fand dieser Stil in der Nachfolgeformation Windchase seine kurzzeitige Fortsetzung.

Anspieltipp(s): Windchase, Peaceful
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.8.2003
Letzte Änderung: 2.8.2003
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sebastian Hardie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Four Moments 12.50 2
1999 Live in L.A. 13.00 1
2011 Blueprint 11.00 2

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