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droga del espiritu

luces y sombras

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: HardRock; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Javier Fernandez Guirao vocals
Tobias Schmelzer guitar
Tobias Latsch keyboards
Christian Pickhan bass
Torsten Urbanski drums

Gastmusiker

Jennifer Halbe vocals ("todavia")
Stefanie Latsch vocals ("delfines")

Tracklist

Disc 1
1. sofia 5:49
2. nos veremos 5:18
3. flor bendecida 7:35
4. delfines 8:53
5. dos cuerpos 6:40
6. el comienzo 6:02
7. todavia 5:21
8. cancion lunar 7:59
Gesamtlaufzeit53:37
Disc 2
1. caer 5:18
2. criminales 4:55
3. tristeza 6:36
4. venenosa 7:56
5. el teatro 6:02
6. siempre 3:38
7. dolores 6:39
Gesamtlaufzeit41:04


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Vorausgeschickt: Die Spanier Heroes del Silencio sind einer meiner All-Time-Faves und waren seinerzeit unter anderem der Auslöser für eine gewisse Begeisterung meinerseits für Spanisch als Sprache (und dann auch spanische Rock- und Prog-Musik)...

Noch toller wäre es – zumindest heutzutage – eine Band zu kennen, welche die Dynamik der Heroes, den genialen, ausdrucksstarken Gesang mit mehr „Prog-Appeal“ verbinden würde. Schade, dass es das nicht gibt... Moment! Gibt es und das ausgerechnet in Deutschland! Die Jungs nennen sich droga del espiritu und kommen aus der – man verzeihe mir – nordrhein-westfälischen Provinz. Die wechselvolle Bandgeschichte beginnt schon 1993 und hat bisher zu zwei Alben geführt, allerdings auch zu einer siebenjährigen Trennung zwischen 2000 und 2007. Aber seitdem man wieder zusammen ist, scheint die Kreativität überzulaufen und so wurde das vorliegende zweite Album „luces y sombras“ („Licht und Schatten“, so in etwa, wenn mich mein stümperhaftes Spanisch nicht völlig auf den Holzweg führt) gleich ein Doppelalbum.

Mit Javier Fernandez Guirao hat man einen Sänger mit spanischen Wurzeln (der aber in Deutschland geboren wurde), der auch in Spanisch singt. Als seinen größten musikalischen Einfluss gibt er Enrique Bunbury von den Hereos del Silencio an, deren Zweitling „Senderos de Traicion“ (wer kennt „Entre dos tierras“ nicht?) ihn seinerzeit völlig weggeblasen hat (nun, nicht nur ihn). Das müsste man aber gar nicht lesen, man kann es hören. Guiaro klingt wirklich wie der unbekannte Bruder von Bunbury und verfügt auch über dessen stimmliche Gewalt wie auch Variabilität. Guirao überzeugt als Rock-Shouter wie auch als sensibler Interpret ruhigerer Stücke und drückt dem Album damit klar seinen Stempel auf.

Aber auch musikalisch schöpfen droga del espiritu aus dem vollen und liefern krachigen, verspielten Hardrock mit fetten Gitarren, strammer Rhythmusarbeit und flirrenden Keyboards, die für geschickte symphonische Orchestrierung sorgen, ab. Da kommt um den Vergleich gar nicht herum: Die Deutschen spielen mit der Urgewalt der 'Heroes', aber mit angenehm komplexeren Arrangements. Nicht übertrieben vertrackt, aber eben doch so, dass einem beim Hören immer mal wieder ein neues Detail auffällt und nicht langweilig wird. Da stimmt die Mischung, die wahrscheinlich aus den unterschiedlichen Vorlieben der Musiker, die durchweg eher in der härteren Rockmusik daheim sind, bis auf den Keyboarder, der ganz dem Klischee folgend, eher ein „echter“ Progger ist. So entsteht eine Mixtur, die man sonst eigentlich nur bei zeitgenössischen italienischen Hard-Prog-Bands hören kann oder vielleicht – auch das wäre durchaus ein Vergleich – bei den deutschen Flying Circus. Die 'echten' Spanier Neverness sind sicherlich auch artverwandt.

Meistens geht auf „luces y sombras“ ganz schön die Post ab und die Musiker geben ihren Instrumenten ordentlich die Sporen. Das ist auch viel Platz für schöne Soli von Gitarre und Keyboards. Aber die spanischen Deutschen beherrschen auch ruhigere Momente und liefern – gerade auf der ersten CD – einige wunderschöne eher balladeske Songs ab.

„luces y sombras“ ist ein hervorragendes Album für Liebhaber des Retro-Hard-Progs mediterraner Prägung geworden, welches sich wirklich keinen Ausfall leistet (allenfalls ist vielleicht der eine oder andere Refrain allzu „nett“ geraten, aber das ist schon Mecker auf sehr hohem Niveau“). Das Album ist für kleines Geld bei der Band direkt zu beziehen, greift zu!

Anspieltipp(s): caer, el teatro, delfines
Vergleichbar mit: siehe Rezi-Text: proggige Heroes del Silencio, A Piedi Nudi, Neverness, Flying Circus
Veröffentlicht am: 16.1.2011
Letzte Änderung: 16.1.2011
Wertung: 11/15

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