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24781 Rezensionen zu 16966 Alben von 6608 Bands.
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Kraan

Diamonds

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion
Label: Bassball Recordings
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Hellmut Hattler Bass
Peter Wolbrandt Gitarre, Synthesizer, Gesang
Jan Fride Wolbrandt Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Akua 5:31
2. Diamonds 4:50
3. Marienbad 4:03
4. The Schuh 6:52
5. Neu-Rosenheim Suite 4:00
6. Ring My Bell 5:17
7. Soul 6:38
8. Club 20 4:01
9. Ab nach Kassel 5:14
10. Am Hafen 2:50
11. Zoé's Zoo 4:26
Gesamtlaufzeit53:42


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Seit dem Ausstieg von Ingo Bischof sind Kraan nur noch als Trio unterwegs und beschränken sich auf die rudimentäre Rockbesetzung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug. In dieser Besetzung erlebte ich die Band zum Auftakt der Tour anlässlich ihres vierzigjährigen Jubiläums. Und was haben die drei da für ein Feuerwerk gezündet, auch bei den neuen Stücken! Da praktischerweise nach dem Konzert die neue CD Diamonds vorab erhältlich war, griff ich guten Mutes zu. Endlich schien wieder die Dynamik in die Musik zurückgekehrt, die Kollege RJG bei den letzten beiden Alben (die ich nicht kenne) vermisste.

Doch halt, Herr Kollege, nicht voreilig das sauer verdiente Geld dem Händler überlassen! Denn, ach, irgendjemand muss bei den Studioaufnahmen ganz gewaltig die Handbremse angezogen haben. All die Spielfreude, die Dynamik, das Feuer - nichts davon ist hier zu finden. Statt einer steifen Brise weht allenfalls ein laues Lüftchen aus den Boxen, sanft und friedlich plätschert die Musik dahin, und mehr als einmal wird die Grenze zum Seichten überschritten. Allzu selten wird das Tempo etwas angezogen, kommt die Musik wenigstens ein bisschen in Fahrt. So richtig entfesselt wirkt es dann aber auch nicht. Dabei ist das Potenzial doch vorhanden, wenn ich beispielsweise an die Livedarbietung von Club 20 denke. Was ging da die Post ab! Hier dagegen säuselt's halt so vor sich hin.

Spieltechnisch ist den dreien dabei nichts vorzuwerfen, der Bass immer noch knackig, die Gitarre zwirbelt filigran, das Schlagzeug groovt. Allein, es fehlt der Pep, allzu glatt ist das Ganze. Richtig übel wird es dabei nur einmal, mit dem discomäßigen Ab nach Kassel. Ansonsten wird man halt angenehm (?) sanft berieselt. Entspannungsmusik sozusagen. Wer das sucht, wird hier fündig werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.1.2011
Letzte Änderung: 22.1.2012
Wertung: 7/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Nachdem Kraan bereits seit einiger Zeit nur noch als Trio auf der Bühne stehen, liegt mit „Diamonds” das erste Album in Dreierbesetzung vor. Doch trotz des Weggangs von Keyboarder Ingo Bischof muss man keineswegs auf synthetische Klänge abseits von Gitarre, Bass, Schlagzeug verzichten. Hin und wieder verwendet Peter Wolbrandt zum Teil Synthie-Sounds als klangtechnische Ergänzung.

„Diamonds“ klingt in erster Linie wie ein typisches Kraan-Album, wobei man vor allem in der Tradition der späten 80er und 90er steht, dieses Werk ebenso als logische Fortsetzung der Comeback Alben „Through“ (2003) und „Psychedelic man“ (2007) zu sehen ist. Vielleicht auch deswegen, ist das Cover des letzten Albums in der Fotocollage auf dem Frontcover des aktuellen Werkes zu finden.

Vom musikalischen Inhalt herrscht bei Kraan mittlerweile eine sehr relaxte, groovige Spielart vor. Vorbei ist es mit den Hochgeschwindigkeitsfahrten der Vergangenheit. Jan Fride, Peter Wolbrandt und Hellmut Hattler spielen einfach entspannten, lässigen Jazzrock, mit mehr Betonung auf Rock, aber immer noch einem Faible für griffige Bassläufe und eigenartige Saitenklänge. So bestimmen vor allem schwebende Gitarrenfiguren, ein wie immer sehr satter Bass und exaktes Schlagzeug das Geschehen, nehmen sich die Beteiligten eher zurück, als dass sie mit ihrem Können prahlen. Dabei entsteht dann trotzdem ein solch rein instrumentales Groovemonster wie „Soul“, das sogar leicht arabische Anklänge („Kraan Arabia“ lässt grüßen) aufweist.

Einziger Wermutstropfen bzw. Kritikpunkt: es fehlt einfach die mitreißende Energie von früher, vieles ist in Mid-Tempo bzw. langsamem Tempo gehalten, ohne auf Dauer richtig in Fahrt zu kommen. Einzig beim clubtauglichen und eher kraan-untypischen „Club 20“ geht es direkt auf den Dancefloor. Insgesamt wieder ein qualitativ gutes, wenn auch eher unspektakuläres Kraan Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2013
Letzte Änderung: 15.3.2013
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kraan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Kraan 9.50 2
1973 Wintrup 10.50 2
1974 Andy Nogger 11.50 2
1975 Let It Out 8.00 2
1975 Live 11.33 3
1977 Wiederhören 11.00 2
1978 Flyday 7.00 2
1979 Tournee 12.00 1
1982 Nachtfahrt 5.75 4
1988 Live 88 11.33 3
1989 Dancing In The Shade 9.00 3
1991 Soul Of Stone 5.00 1
2001 Live 2001 10.67 3
2001 Berliner Ring 5.00 1
2003 Through 7.00 1
2007 Psychedelic Man 9.00 2

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