The Mistakes
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Immune |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Henry Kaiser |
Guitar |
| Mike Keneally |
Guitar, Keyboards, Vocals |
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| Prairie Prince |
Drums |
| Andy West |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Put The Bass In The Middle Of My Head
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5:05
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| 2. |
Aye-Aye Monster
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6:15
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| 3. |
Haiku Andy
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0:30
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| 4. |
Island of Lost Luggage
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4:40
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| 5. |
Nests
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1:57
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| 6. |
Career Politicians
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7:54
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| 7. |
Haiku Henry
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0:43
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| 8. |
Ennui (prelude)
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1:29
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| 9. |
Transmogrification of Chili (ennui)
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3:02
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| 10. |
Warm Papaya
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3:58
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| 11. |
Shoko
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0:43
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| 12. |
Waiting on Williams
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8:24
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| 13. |
Hai kuneally
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0:40
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| 14. |
Hot Cakes or Abbatoir?
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2:39
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| 15. |
A Plethora Of Pinatas
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1:04
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| 16. |
Assembly Language
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4:30
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| 17. |
Sirenita The Greek
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2:32
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| 18. |
Baby Blues
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7:04
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| 19. |
Prince Poem
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0:41
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| 20. |
The Mistakes vs. Dropped D
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9:26
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| Gesamtlaufzeit | 73:16 |
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Rezensionen

Hier der Text der ersten Nummer namens 'Put The Bass In The Middle Of My Head':
Put the bass in the middle of my head, please. Small Dog, small dog. (Cough) Aber eigentlich erwartet auch niemand von ex Zappa-Sideman Mike Keneally, daß es auf einer seiner Platten so richtig ernst zugeht, auch nicht, wenn er so hochkarätige Mitstreiter wie hier (Henry Kaiser, Prairie Prince, Andy West) um sich sammelt.
Folgerichtig mündet die gesprochene Einleitung zur oben erwähnten Nummer auch in eine ziemlich schräge, freie Improvisation, bei der jeder der vier Instrumentalisten (git, git, b, dr) mal an die Reihe kommt.
Aber schon der nächste Titel schlägt erstmal in eine vollkommene andere Kerbe: countrymäßige Gitarrenlicks und mehrstimmiger Gesang mit zuckersüßem Refrain animieren fast zum Mitsingen, wenn man nicht beim Versuch über den seltsamen Text stolpern würde: 'Aye-Aye Monster, nourished by primeval slime'? Und irgendwie driftet der Song auch nach nicht allzu langer Zeit in immer zappaeskere Gefilde ab: Die Gesangslinie wird schräger und schneller, unruhiger. Ein wildes, fingerverzwirbelndes und vor allem elend hohes Gitarrensolo beginnt, während im Hintergrund die entspannte Begleitung von vorher weiterläuft, und man nicht weiss, was hierbei der V-Effekt zu was ist.
Aber das weiß man bei dieser Platte sowieso nie. Ein Haiku von jedem Bandmitglied ist mal hier mal dort eingestreut, und es geben die unterschiedlichsten Stile einander die Klinke in die Hand, mitunter in ein und demselben Stück. 'Island Of Lost Luggage' beginnt mit einer kinderliedartigen Melodie, fängt dann böse an zu rocken, fließt über in eine abgedrehte freie Impro, um über das Kinderlied zum Fetz zurückzufinden. Tja. Es passiert halt.
Stilistisch irgendwo zwischen Zappa und "Z" (dem Projekt der Zappa-Söhne Ahmet und Dweezil, bei dem Mike Keneally auch mitmischt) angesiedelt, aber wesentlich spontaner und weniger maniriert als jener und weniger machohaft rockig als diese, macht diese Platte einfach Spaß. In nur drei Tagen wurden die Basic-Tracks nach genausovielen Probentagen aufgenommen, und man hört, wie gut die Musiker sich verstanden. Das Material ist durchaus abwechslungsreich, auch wenn gerade der Gitarrensound in jeder Nummer zu erkennen ist. Überhaupt ist es erstaunlich, wie die beiden Gitarristen, die hier auf jeden Fall im Rampenlicht stehen, es schaffen, bei ihrer Reise durch die Stile jedes Klischee in ihrem Spiel zu vermeiden. Aber noch erstaunlicher ist das traumhaft sichere Zusammenspiel der Combo, die sich eigentlich nur für dieses Projekt zusammen gefunden hat: Die Gitarristen stehen sich nie gegenseitig im Weg und Basser und Drummer unterstützen sie in ihrem filigranen Kunsthandwerk perfekt. Zwar sind die schiepsigen, so verdammt hohen Soli, die immer wiederkehren, sicher nicht jedermanns Sache, haben aber auf jeden Fall hohen Wiedererkennungswert.
Alleine die Nummer 'Waiting On Williams' ist ein Lehrstück für präzises und sensibles Zusammenspiel. Wie Kenneally, Prince und West Henry Kaisers Solo mit treibendem, pulsierendem Beat dezent unterlegen und dabei genau zu hören ist, wie die Kommunikation unter den Musikern funktioniert, wie einer eine rhythmische Idee oder ein Riffragment vorgibt und die anderen es aufgreifen, weiterentwickeln und zurückwerfen, und dennoch alles groovt und vorwärts treibt, das ist schlicht genial. Und solche musikalischen Bravourstücke, die dennoch nicht angeberisch sind und immer auch genaues Zuhören erfordern, finden sich auf dieser CD zuhauf; z.B. der 'Baby-Blues', der eine Aufnahme von Mike Kenneallys kleinem Sohn als Sprungbrett nutzt und aus dessen Baby-Gekrächze den Blues destilliert.
Da macht es auch nichts mehr, daß manche der seltsamen Zwischennummern im Endeffekt nur wie Füllstoff wirken. Sie erhöhen nur die Erwartung auf die nächste Nummer. Lediglich das letzte Stück ('The Mistakes vs. Dropped D'), wieder eine relativ freie Improvisationsorgie, ist für meine Begriffe zu lang geraten, was den Gesamteindruck aber nur minimal schmälert.
Diese CD ist auf jeden Fall eine abenteuerlich und kurzweilige Reise, auf keinen Fall ein Pauschalurlaub, und ob sie am Ende zum 'Island Of Lust Luggage' führt, weiß ich nicht; aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.
| Anspieltipp(s): |
Aye-Aye Monster, Ennui |
| Vergleichbar mit: |
Mike Keneally |
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| Veröffentlicht am: |
23.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
23.5.2002 |
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