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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Dream Theater

Once In a LIVEtime

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: live; Progmetal
Label: EastWest Records
Durchschnittswertung: 7.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mike Portnoy Drums
John Myung Bass
John Petrucci Gitarre
Derek Sherinian Keyboards
James LaBrie Vocals

Tracklist

Disc 1
1. A Change Of Seasons I : The Crimson Sunrise 3:56
2. A change of season 2 : Innocence 3:05
3. Puppies on acid 1:24
4. Just let me breathe 5:53
5. Voices 10:34
6. Take the time 12:20
7. Derek Sherinan piano solo 1:54
8. Lines in the sand 13:13
9. Scarred 9:27
10. A change of season 4 : The darkest of winter 3:17
11. Ytse Jam 4:09
12. Mike Portony drum solo 6:59
Gesamtlaufzeit76:11
Disc 2
1. Trail of tears 14:11
2. Hollow years 7:01
3. Take away my pain 6:16
4. Caught in a web 5:16
5. Lie 6:45
6. Peruvian skies 7:50
7. John Petrucci guitar solo 8:06
8. Pull me under 8:15
9. Metropolis ( Medley ) 6:16
10. Learning to live ( Medley ) 4:13
11. A change of season ( Medley ) 3:49
Gesamtlaufzeit77:58


Rezensionen


Von: Daniel Bosen (Rezension 1 von 3)


OIaLT ist während eines 3 1/2 Stündigen Marathon-Gigs in Frankreich entstanden, der einzig und allein dazu diente, möglichst viel Live-Material für diese CD hervorzubringen. Herausgekommen ist diese Doppel-CD, die einen guten Querschnitt über das gesamte, bis dahin veröffentlichte Werk von Dream Theater wiedergibt.

Dream Theater typisch fängt das Konzert mit einem vom Band gespielten Intro an (in diesem Fall das von "A Change of Seasons") in das die Band dann übergangslos einsteigt. Es fällt gleich auf, das die eh schon satten Sherinian-Keyboards noch eine Ecke druckvoller geworden sind. Und beim Einsetzten des Gesangs fällt desweiteren auf, das dies die erste DT Live Platte ist, bei der die Vocals NICHT overdubbed sind. Nach den furiosen ersten beiden Teilen von ACoS brechen sie leider das Stück ab, und Gitarrist John Petrucci greift bei "Puppies on Acid" mächtig in seien Sieben-Saitige. PoA stellt sich als das Intro von "The Mirror" heraus, aber statt dessen geht es mit "Just Let Me Breath" weiter einem der besseren Titel von Falling into Infinity. Spätestens jetzt haben sich die Musiker warm gespielt, und lassen es richtig krachen. Wer jetzt noch nicht mitgerissen ist von der Power, die hier freigesetzt wird, ist definitiv auf dem falschen Konzert. Leider kann ich aber nicht umhin, James LaBries arg angeschlagene Stimme zu kritisieren. Ich bin ja nun nicht gerade als ein Freund seiner Opern Stimme bekannt, aber hier kommt zu den nervtötend hohen Tönen auch noch hinzu, das er dieselbigen nicht immer so hundertprozentig trifft. Dies setzt sich ironischerweise auf "Voices" fort. Aber Voices ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass DT es geschafft haben zu einer "richtigen" Live Band zu werden. Anders als zB. auf "Live at The Marquee" spielen sie ihre Songs nicht mehr Note für Note getreu nach der Studioversion, sondern variieren teilweise recht stark, vor allem die Stücke, die von "FII" kommen, haben grösstenteils einen neuen Anstrich bekommen. Hinzu kommt, dass immer wieder Schnipsel irgendwelcher anderen Stücke eingebaut werden. So zB. das "Star Wars" Thema, oder ein Paar Takte von Led Zeppelins "Moby Dick". Auffällig und mit einem selbstironischen Augenzwinkern sind auch die Pink Floyd und Metallica Zitate in "Peruvian Skies", dessen erster Teil ja auch extrem verdächtig nach PF klingt, und der zweite halt nach Metallica.

Was wird noch geboten? Natürlich jede Menge instrumentale Passagen auf denkbar hohem Niveau. Auch die Soli von Derek Sherinian und Mike Portnoy können überzeugen, lediglich John Petruccis Gitarren Solo fällt eindeutig in die Kategorie "Einfallslos". Was ich wirklich sehr Schade finde, denn JP kann wirklich unglaublich geniale Soli hervorzaubern, und zum Beispiel das auch auf der CD vorhandene Solo von "Lines in The Sand" ist, was Musikalität angeht, auf einem ganz anderen Planeten als eigentliche JP-Solo. Einzig und allein die Auflockerung durch die "Tarantella" und der wirklich atemberaubenden Version vom "Hummelflug" ermöglichen ein gelegentliches reinhören.

Aber das war es auch schon was meckern angeht, abgesehen davon, das manche Stücke aus Zeitgründen gekürzt worden sind.

Man könnte meinen, das diese CD ein guter Einstieg in die Welt von Dream Theater darstellt, aber ich denke, das stimmt nicht so ganz. Denn zum einen wird man nur seine Freude an all den kleinen und grossen Details und Veränderungen haben, wenn man die Stücke sehr gut kennt (und es ist keine leichte Aufgabe, die Stücke wirklich gut zu kennen), und zum anderen braucht man leider eine gewisse Routine darin den Gesang soweit zu verdrängen, damit man sich voll und ganz auf die Musik konzentrieren kann (ich habe darin mittlerweile soviel Übung, das ich Death-Metal ohne grössere Magengeschwüre ertragen kann ;-) ). ABER, der Dream Theater Fan, der nach "FII" ein wenig enttäuscht war, kann hier seine Wunden lecken. Die Platte bietet alles, was ein gutes Live Album braucht, Können, Power, und einen gegenüber den Studio Versionen deutlich angehobenen "kick-ass" Faktor.

Anspieltipp(s): Lines in The Sand, ACoS IV, Medley
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.5.2002
Letzte Änderung: 28.5.2002
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Im Wesentlichen stimme ich Daniels Rezension zu und möchte nur noch ein paar Anmerkungen dazufügen.

James LaBrie scheint von korrekter Intonation sowenig zu verstehen wie ich von Heraldik. Seine Stimme ist der Schwachpunkt der Platte. Auf Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory und "live at the Marquee" kriegt er das besser hin.

Schade ist auch, dass "a change of seasons" zerrissen wurde. Dadurch verliert das Stück einiges von seiner inhaltlichen Geschlossenheit. Auf "live scenes from N.Y." gibt`s das Teil dann in toto.

Die Songauswahl ist im Grossen und Ganzen gut gelungen. Highlights sind "take the time", "Caught in a web", das "medley" und Portnoy`s Solo.

Klangtechnisch ist "live scenes" noch eine Portion reifer und druckvoller und für mich das bis dato (2003) beste Live-Werk des Traumtheaters. Once in a livetime reiht sich neben "live from the Marquee" ein.

Anspieltipp(s): Medley, Drum Solo
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.9.2003
Letzte Änderung: 16.9.2003
Wertung: 7/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Der Aufkleber auf der CD Hülle verspricht einem "The Definitive Live Dream Theater Experience". Also hinein in das definitive Live Erlebnis --- CD eingeworfen und schnell ein Blick auf die Tracklist geworfen. Schade... auch hier ist A Change Of Seasons nicht in voller Länge verewigt worden. Pt. I + II eröffnen trotzdem recht gelungen. Allerdings hat Herr LaBrie doch einige stimmliche Probleme, besonders wenn es in langgezogene Höhenlagen geht. Im Vergleich zu anderen Größen (ich denke da an Ray Alder, Geoff Tate oder Buddy Lackey) kann der Mann live nicht mithalten.

Nach dem Mirror-Intro Puppies On Acid dann der wohl schlechteste Dream Theater Song den ich kenne. Für mich hätte statt "Just Let Me Breathe" das gnadenlos geile "Afterlife" zu Live-Ehren kommen müssen. Sei's drum. Voices kommt hervorragend daher - mal abgesehen von James LaBrie, der sich zwar müht, aber doch irgendwie manchmal atemlos wirkt. Schade. Take The Time ist neben Metropolis einer meiner Lieblinge von Images And Words. Auch hier recht gut mit teils interessanten, teils aber auch merkwürdigen Keyboard-Interpretationen von Derek Sherinian, dem man Bescheinigen muß, daß er auch die Moore Sachen ganz brauchbar bringt.

Die "Falling Into Infinity Songs kommen alle recht ordentlich und vor allem einen Tucken rauher als auf der glattgebügelten CD daher. Lines In The Sand fehlt aber eindeutig der Gesang von Doug Pinnick. Scarred kommt in einer unmöglich abgespeckten Version daher, man hat den ganzen Schluß vergessen - So spart man knappe 4 min gegenüber der Studioversion. Ich finds Kacke. "The Darkest Of Winters" aus A Change Of Seasons hat alleinstehend auch keinerlei Reiz. Man sollte den Song doch komplett spielen. Das stärkste Stück ist dann tatsächlich vom Debut. The Ytse Jam kommt hammermäßig geil daher. Schade nur, daß nicht noch mehr vom Debut gebracht wurde. Hm.

CD 2 beginnt mit Trial Of Tears - eine Hommage an Rush würde ich den Anfang nennen - Xanadu läßt grüßen. Der Song trotzdem einer der stärksten auf dem Album. Mit Hollow Years und Take Away My Pain bekommt dann auch die Plattenfirma, was sie braucht. Besonders zu erwähnen ist der Saxophoneinsatz in Take Away My Pain - aber ansonsten ist der Song ehrlich gesagt nicht der Brüller. Mir hätte Another Day als Ballade besser gefallen. Caught In A Web sorgt dann für die Überraschung - damit hatte ich nicht gerechnet. Zudem ist diese Version hier absolut amtlich - geil. Gleiches gilt auch für Lie. Peruvian Skies hat man geschickt ein klein wenig verlängert. Kommt auch gut. Dann zeigt Petrucci was er draufhat. Da das aber eh jeder weiß, wohl eher nur interessant für Gitarrenfetische. Das Pull Me Under nicht fehlt ist auch klar.

Die Enttäuschung für mich ist dann aber das abschließende Medley. Uhhhhhhu. Heul, Tränen in den Augen. Das von den Fans frenetisch geforderte Metropolis wird mitten im Instrumentalpart abgewürgt und die Endphase aus Learning To Live wird angestimmt - Hätte man auf das eine oder das andere verzichtet, hätte man auch eines komplett bringen können..... Zu dem abschließenden The Crimson Sunset verkneife ich mir die Bemerkungen - siehe oben!!

Fazit: Das Album kommt für mich mindestens drei Jahre zu spät. Nach dem Ausstieg von Kevin Moore hätte man anständig einen Schlußstrich ziehen sollen und die Fangemeinde vorbereiten können, daß es jetzt anders weiter geht. So wirkt das Album trotz stellenweise interessanter Arrangements und Spielereien (aber auch die waren früher geiler) etwas enttäuschend. Besonders das unverständliche Kürzen bzw. Stückeln von epischen Langwerken läßt in mir immer wieder Tränen aufkommen. Kommen dann demnächst bald nur noch dreiminütige Punk-Rock-Prog Songs von Dream Theater, weil man die langen Stücke ja aufgrund der Masse nicht mehr live bringen kann?

Für Einsteiger empfehle ich immer noch das göttliche Images And Words Album bevor sie zu diesem Live-Teil greifen, denn da bekommt man die Vollversionen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.9.2003
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dream Theater

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Majesty - the official 1986 Demo 9.00 1
1989 When Dream And Day Unite 11.00 3
1992 Images and Words 12.00 4
1992 Another day (Single) - 1
1993 Live at the Marquee 7.00 1
1994 The silent man (Single) - 1
1994 Awake 12.33 3
1994 Lie (Single) - 1
1995 A Change Of Seasons 9.50 2
1997 Falling Into Infinity 6.00 2
1997 Hollow years (Single) - 1
1999 Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory 12.00 7
2000 Through her eyes (Single) - 1
2001 Metropolis 2000: Scenes From New York 11.00 1
2001 Live Scenes From New York 10.00 1
2002 Six degrees of inner turbulence 6.00 3
2003 Train of thought 9.67 6
2003 The Number of the Beast (Official bootleg) 8.00 2
2003 Master of Puppets (Official Bootleg) 10.00 2
2004 When dream and day reunite (Official bootleg) 11.00 1
2004 Live at Budokan (DVD) 12.00 1
2004 Live at Budokan 10.50 2
2005 Octavarium 10.29 7
2005 Dark Side of the Moon (Official bootleg) 9.00 2
2006 Score - 20th Anniversary World Tour 7.00 1
2006 Made in Japan (Official bootleg) 10.00 1
2006 Score - 20th Anniversary World Tour (DVD) 12.00 1
2007 Systematic Chaos 8.00 4
2008 Chaos in motion 2007-2008 10.00 1
2009 Uncovered 2003-2005 (Official bootleg) 8.00 1
2009 Black Clouds & Silver Linings 10.00 2
2011 A Dramatic Turn of Events 11.80 5
2013 Dream Theater 8.67 3
2013 Live at Luna Park 13.00 1
2016 The Astonishing 8.50 3

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