Flanders Fields
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
AltrOck |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jonathan Callens |
Schlagzeug |
| Jouni Isoherranen |
Bass |
| Gabor Humble Vörös |
Gitarre, Gesang |
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| Pol Mareen |
Saxofon |
| Pedro Guridi |
Klarinette |
| Pieter Claus |
Marimba, Vibrafon, Percussion |
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Gastmusiker
| ein gutes Dutzend weitere Sänger(innen) und Musiker |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sirens dance
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3:52
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| 2. |
Aging backwards
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5:20
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| 3. |
Flanders fields
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5:05
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| 4. |
Sleepless night
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5:59
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| 5. |
Horny
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2:57
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| 6. |
Little bird
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4:09
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| 7. |
Duck on a walk
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3:25
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| 8. |
The greatest kick of the day
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3:23
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| 9. |
Never lose your mind
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2:43
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| 10. |
Love song
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5:27
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| 11. |
Purple frog
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5:05
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| Gesamtlaufzeit | 47:25 |
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Rezensionen

Die belgische Formation Humble Grumble um den Gitarristen, Sänger und Komponisten Gabor Humble Vörös wurde 1996 gegründet. Nach einigen Alben bei Kleinlabels sind sie mit ihrem fünften Werk Flanders Fields beim italienischen AltrOck-Label gelandet, das sich seit einigen Jahren mit hochwertigen Produktionen aus der Avantgarde-Ecke einen Namen gemacht hat.
Die Anfänge der Band sollen mehr im Folk-Rock-Bereich gelegen haben; davon sind auf Flanders Fields nur noch gelegentliche Spuren zu vernehmen. Stattdessen stehen jazzige Klänge im Vordergrund. Diese kommen oft scheinbar harmlos daher, denn die Band hat ein ausgeprägtes Gefühl für schöne Melodien und setzt diese exzessiv ein; so könnte man bei den ersten Takten von Aging Backwards glatt ins Grübeln geraten, ob man nicht das neueste Werk von Roger Cicero eingelegt hat, so sehr wird das Ohr umschmeichelt. Aber schon nach kurzer Zeit tauchen die ersten Widerhaken auf, zeigt sich die Komplexität der Musik, die so gar nichts schöngeistiges hat und doch oft gefährlich schön klingt.
Humble Grumble schaffen es problemlos, Jazz, Rock, Avantgarde und etwas Folk, sowie gelegentlich sogar etwas Retro-Prog zu einem homogenen Ganzen zu vermengen, und das in ein und demselben Song. Das klingt im Ergebnis viel lockerer und leichtfüßiger als es ist, wozu auch die zahlreichen humoristischen Einlagen beitragen. Insbesondere der Gesang ist hierbei zu erwähnen. Wie oben schon angedeutet, haben die Gesangsmelodien oft etwas schlagerhaftes; das ist hier keineswegs negativ gemeint, da dies durchweg mit einer gehörigen Prise Ironie dargebracht wird. Dieser Eindruck wird verstärkt, wenn die zahlreichen Gastsängerinnen (die alle aufzuzählen ich mir erspart habe) noch dazu treten.
Dieser Stilmix in Verbindung mit Comedy-Elementen ist wohl auch der Grund dafür, dass Humble Grumble gerne auch mit Frank Zappa verglichen werden. Auch wenn die Musik an sich nur gelegentlich wirklich zappaesk ist (am ehesten in Songs wie Horny), durchweht das Ganze doch ein zappaesker Geist. Somit setzt Flanders Fields die Reihe hochwertiger Veröffentlichungen des AltrOck-Labels fort. Schöne, unterhaltsame Scheibe!
Humble Grumble treten am 26. März 2011 beim Freakshow-Festival in Würzburg auf. Nix wie hin!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.3.2011 |
| Letzte Änderung: |
6.3.2011 |
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"References: X-Legged Sally, Zappa, Mr. Bungle, Gong." Die Bezugspunkte von AltrOck. Des Weiteren wird Humble Grumble (vielleicht der Bruder von Grimble Gromble - siehe Pink Floyds "The Gnome") in die Tradition von Belgischen Formationen wie X-Legged Sally, Fukkeduk und Think of One gestellt. Das passt ja alles schon ganz gut. Dabei sind X-Legged Sally und andere Benelux-Schrägrocker noch die treffendsten Vergleiche.
Neben den schon genannten könnte man noch The Wrong Object und Flat Earth Society nennen, die verschiedenen Projekte an denen Pierre Vervloesem beteiligt ist und, wenn man noch über die Grenze nach Tillburg schaut, auch noch Blast und Palinckx. So furchtbar weit weg von dieser Musik waren schließlich die belgischen Kollegen von dEUS Mitte der 90er Jahre auch nicht. Der Faden ließe sich noch weiter in der Rockhistorie zurückspinnen, zurück z.B. zu Kandahar, einer belgischen Band, die schon Mitte der 70er Jahre Rock, Jazz und Prog zu einem ironisch-humorvollen Jazzbrassprog und Ensemblerock vermengt haben. Aber natürlich machen Humble Grumble in diesen durch klangliche Verwandtschaften abgesteckten Rahmen ihr ganz eigenes Ding.
Zurück zu den Referenzen. Zappa wird wohl immer dann bemüht, wenn die Musik eine gewisse ironische Atmosphäre verströmt, einigermaßen vertrackt aus den Boxen kommt und Xylo-, Vibra- oder Marimbaphonklänge einen prominenten Platz im Klangbild haben. Sonst höre ich hier eigentlich nicht viel von Zappa. Mr. Bungle waren doch deutlich hektischer, konfuser und bisweilen auch sehr viel härter unterwegs. Humble Grumble machen da doch deutlich entspanntere und elegantere Musik, auch wenn die Gitarre ab und an etwas deftiger jault. Jazzig-rockige, leicht Canterbury-verwandte Spuren lassen sich noch ausmachen, die dann wirklich, wenn die E-Gitarre pointiert-drollig à la Daevid Allen herumhüpft ( wie z.B. ziemlich gegen Ende von "Love Song"), in Richtung der frühen Gong führen.
Einen folkig-tänzerischen Jazzrock mit recht viel Sax und Klarinette spielen Humble Grumble, versehen mit viel Schlägelperkussion und vielseitig vorangetrieben von der abwechslungsreichen Rhythmusabteilung. Dazu wird noch recht viel gesungen, eher "normal", fast schön, oft aber mit ironisch-überspitzem Ausdruck. Das Ergebnis ist also - wie Eingangs schon klargestellt - ein für Belgien recht typischer Kabaret-Jazz-Holzbläser-Kammerrock, der gutgelaunt, schwungvoll, virtuos vorgetragen und gar nicht mal so schräg aus den Boxen sprudelt und plätschert. Wer die spaßig-wirre belgische Spielart des (inzwischen nicht mehr so furchtbar avantgardistischen) Avantprogs à la X-Legged-Sally schätzt, der sollte hier dringen einmal reinhören! Nichts wirklich Neues also ... macht aber Spaß!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.3.2011 |
| Letzte Änderung: |
29.3.2013 |
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