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Beardfish

Mammoth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (VÖ: 25.03.2011)
Besonderheiten/Stil: HardRock; RetroProg
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Rikard Sjöblom vocals, guitar, keyboards, percussion
David Zackrisson guitar, backing vocals, synthesizer
Robert Hansen bass, backing vocals
Magnus Östgren drums

Tracklist

Disc 1
1. The Platform 8:06
2. And The Stone Said "If I Could Speak" 15:08
3. Tightrope 4:33
4. Green Waves 8:54
5. Outside/Inside 1:44
6. Akakabotu 5:41
7. Without Saying Anything (feat. Ventriloquist) 8:11
Gesamtlaufzeit52:17


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Schneller, höher, weiter? Wohin, Beardfish? Nachdem die Schweden mit "Destined Solitaire" ein Retroprog-Meisterwerk vorgelegt und mit canterbureskem Jazzrock und zappaesken Einsprengseln wahrscheinlich das Maximum an 'Innovation' für dieses doch eher rückwärtsgewandte Genre in ihre Musik integriert hatten, was kann da noch kommen? Stillstand, "more of the same", war Beardfish bislang fremd. Kontinuierlich hatten sich die Schweden von Album zu Album verändert, weiterentwickelt. Und jetzt?

Auf "Mammoth" machen Rikard Sjöblom & Co. das vielleicht einzige Richtige: Vorwärts, wir müssen zurück! Na ja, so ganz stimmt das auch nicht. Die einzelnen Songs sind vielleicht etwas geradliniger, stringenter ausgefallen, aber einfachen Rock machen die Schweden deswegen noch lange nicht. Aber Rock ist das Stichwort, denn in der ersten Hälfte des Albums agieren die Vier aus dem Norden teils deutlich rockiger, als man das bisher gewohnt war. Fette Gitarrenriffs treffen auf kraftvolle Soli und röhrende Keyboards. Das ist frisch und kraftvoll wie ein Frühlingssturm. Oder wie manche sagen würden: Die Musik hat Eier! (diesen kuriosen Terminus wollte ich schon immer mal in einer Rezension einbauen...). Jazzrock, psychedelische Elemente, die Spuren des Zappa sind in der ersten Albumhälfte wenig bis kaum verhanden, es regiert wahrhaft eher klassischer Hardrock, natürlich in der schwedisch-progressiven Variante (Trettioåriga Kriget, die frühen Kaipa lassen grüßen, könnte man sagen, wenn man nach möglichen Vorbildern sucht).

Dann kommt mit "Outside / Inside" in Form einer Solo-Piano-Einlage eine Zäsur und dann mit "Akakabotu" sogar noch eine kleine Überraschung. Plötzlich beherrschen ein swingendes, manchmal röhrendes Saxofon und kraftvolle, wirbelnde Keyboards das Klangbild. Es macht sich eine vandergraafige Stimmung mit einem Schuss Jazzrock, abgeschmeckt mit etwas Uriah Heep breit, bevor zum Abschluss noch ein ausladender Retroprog-Kracher folgt, der zuweilen an Echolyn erinnert.

"Mammoth" ist typisch Beardfish mit locker gestrickten Retroprogperlen, leicht verquerem Gesang und bunten Arrangements, aber doch wieder – und das ist ja auch ganz Beardfish – ein bisschen anders als alles andere von dieser formidablen Band. Der Eindruck, dass Beardfish anscheinend nahezu beliebig hochwertige Beardfish-Musik machen können, ohne sich ständig selbst zu wiederholen, verfestigt sich zur Freude der Fans. Denen sei dieses neue Album auf jeden Fall ans Herz gelegt.

"Mammoth" erscheint in verschiedenen Varianten, als einfache CD (aber immerhin im Digipak), als 'Special Edition' mit Making of-DVD, als Vinyl-LP und natürlich auch als Download.

Anspieltipp(s): The Platform, Green Waves
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2011
Letzte Änderung: 23.3.2013
Wertung: 11/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 2)


Destined Solitaire war ein Album mit besonderem Effekt: Es machte einem Appetit auf mehr von etwas, wovon es eigentlich schon mehr als genug gibt, nämlich auf Retroprog. Zumindest auf diese Art Retroprog, bei der man mehr in der Tüte hat als nur die üblichen Zutaten - weil sich neben den Progklassikern auch Zappa, Jazz, Akkordeon und sonst noch so allerlei im Mix finden. Dazu gibts noch etwas, was ich im Rock oft vermisse, nämlich fähigen Gesang.

Ich war logischerweise gespannt auf das, was als nächstes kommen würde, und natürlich wäre ich für jede Steigerung ins Sensationelle glatt zu haben gewesen. Eine Sensation ist Mammoth nun zwar nicht, das Album bringt auch nichts grundlegend Neues (was in der rückwärtsgewandten Retro-Welt ja auch irgendwie widersinnig wäre), aber es hat seine Stärken. Für mich liegen diese Stärken da, wo die Band zwar rockig und ausladend, aber doch locker spielt und wo der Gesang mit Lässigkeit rüberkommt. Mit dem Griff ins Hardrocktöpfchen, der auf Mammoth etwas vermehrt praktiziert wird, kann ich nicht so viel anfangen, Track 4 "Green Waves" könnte mir daher gewissermaßen gestohlen bleiben: Der oft tolle Beardfish-Gesang ist hier (für meine Ohren) eher nervig und die Musik zwar laut, aber auch leer.

Zum Glück gibt es viele Strecken auf dem Album, die "meine" Beardfish-Musik enthalten, und da macht die Sache nicht weniger Spaß als auf "Destined Solitaire". Stark zum Beispiel "And The Stone Said If I Could Speak", auch das saxophonige Instrumental "Akakabotu" kriegt meinen Beifall - Retro pur, fast nostalgisch, aber schööön.

Fazit: Beardfish bewiesen bislang immer eine gute Grundqualität und die führt auch auf Mammoth wieder zum Erfolg.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.3.2011
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Beardfish

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Fran En Plats Du Ej Kan Se 10.00 1
2006 The Sane Day 11.50 2
2007 Sleeping In Traffic: Part One 12.00 1
2008 Sleeping In Traffic: Part Two 11.40 5
2009 Destined Solitaire 11.50 4
2012 The Void 10.75 4
2015 + 4626 - Comfortzone 11.00 2

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