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National Health

National Health

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Canterbury
Label: Decal
Durchschnittswertung: 10.67/15 (6 Rezensionen)

Besetzung

Phil Miller Gitarre
Dave Stewart Keyboards
Neil Murray Bass
Pip Pyle Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Tenemos Roads 14:43
2. Brujo 10:19
3. Borogoves (Excerpt From Part 2) 4:16
4. Borogoves (Part 1) 6:37
5. Elephants 14:37
Gesamtlaufzeit50:32


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 6)


Erste Platte des Ensembles mit den Canterbury-Größen Dave Stewart (nein, nicht der von den Eurythmics), Pip Pyle, Phil Miller, Alan Gowen.

Fließender, komplexer aber dennoch zugänglicher Prog mit leichten Jazz-Anleihen, trotzdem stark durchkomponiert; schöne Synth-Soli von Gowen und Stewart; insbesondere Amanda Parsons glockenklarer Sopran in den vertrackten aber trotzdem eingänglichen Gesangslinien beeindruckt.

Anspieltipp(s): Brujo
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.5.2002
Letzte Änderung: 24.5.2002
Wertung: 11/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 6)


Die Rezension von Udo ist so kurz, da kann ich noch ein paar Zeilen spendieren. Die Musik von National Health hat mein Vorredner mit wenigen Worten zutreffend beschrieben. Doch wie so oft würde ich mir wünschen, daß dies ein reines Instrumentalalbum wäre. Der körperlose Sopran von Amanda Parsons mit seinem vor-emanzipatorischen holde-Jungfrau-Timbre mag arbeitslose Prinzen motivieren, den nächstbesten Drachen auf´n Kopp zu hauen, mein Fall ist er nicht. So nicht-nur-sauber-sondern-rein ist diese Stimme, daß sie die nationale Gesundheit ganz bestimmt nicht gefährdet. Und doch würde mir National Health ohne diese Vocals weit besser gefallen, ja, ich würde sogar eine höhere Note vergeben als Udo, denn das Album enthält tolle Instrumentalparts.

Und nachdem ich im ersten Absatz das mir zustehende Maß an Unsachlichkeit zweifellos aufgebraucht habe, füge ich ganz nüchtern hinzu: Annie Haslam-Fans, die Lust darauf haben, ihr musikalisches Spektrum in Richtung einer leichtfüßigen und dennoch mitreißenden Musik mit etwas Jazzappeal zu erweitern, sind bei National Health richtig. Ich mag weder Annie Haslam noch Joan Baez noch – um auch die männliche Fraktion nicht ungeschoren zu lassen – das Gefiepse von Hamadryad-Sänger Jocelyn Beaulieu. Unter dieser Voreingenommenheit hat meine Empathie für Amanda Parsons ganz offenkundig zu leiden. Dennoch würde ich, besäße ich das Album nicht schon, auch mir selbst zum Erwerb von „National Health“ raten. Gute Musik gibt es hier reichlich. Vielleicht sollte ich mir endlich mal das laut Udos Review stärker instrumental ausgerichtete „Of Queues And Cures“ zulegen.

P.S.: Warum ich trotz oben beschriebener Idiosynkrasien Jon Andersons Stimme gerne höre, diese Frage hat das 12köpfige Psychoanalytikerteam bislang nicht beantworten können, das mich begleitet, seitdem ich an den BBS mitarbeite.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2002
Letzte Änderung: 6.8.2002
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 6)


Ich habe bisher die Canterbury-Szene sträflich vernachlässigt. Warum auch immer. Dies aber gibt mir nun Gelegenheit, etwas Neues kennenzulernen. Und ich bin begeistert. Das Debutalbum von National Health ist genau mein Ding.

Komplex, rhythmisch vielfältig, toll komponiert, schräg, gespickt mit abgefahrenen Gitarren- und Keyboardsoli und mit verschachtelten Arrangements aufwartend. Und selbst die von Ralf Jott verschmähte Stimme Amanda Parsons finde ich in den wenigen Momenten, in denen sie vorkommt, und deren gibt es ja gar nicht so viele, absolut passend.

Ein Album ohne Schwächen. Meine Entdeckungsreise wird sicher weitergehen...

Anspieltipp(s): alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.1.2006
Letzte Änderung: 30.1.2006
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Lohr @ (Rezension 4 von 6)


Als abenteuerlustiger Musikhörer streife ich gerne mal durch die diversen Stilrichtungen und greife mir hier und dort das eine oder andere Stück heraus, das gemeinhin als Klassiker des entsprechenden Stils gilt. Auf die Weise gelangte ich auch in den Besitz diverser Outputs der Canterbury-Band National Health. Wie ich schnell feststellen musste, sagt mir der zumeist recht keyboardlastige Sound der meisten Canterbury-Bands nicht allzu sehr zu, und National Health bilden hier nur beschränkt eine Ausnahme. Dabei mag ich diese jazzig angehauchten Sachen doch normalerweise.

Nun, schlecht ist das Album keineswegs, vor allem findet es spieltechnisch auf erstaunlich hohem Niveau statt. Das Problem ist, es plätschert einfach zu sehr an mir vorüber. Die von den Kollegen gelobte rhytmische Komplexität verbirgt sich erstaunlich gut (wenn es denn so geplant ist) hinter den oftmals sehr eingängigen Melodien, denen einfach Ecken und Kanten fehlen. Ralfs Kommentar über Amanda Parsons kann ich in dieser Hinsicht zustimmen, die Dame tut niemandem weh. Damit passt sie sich atmosphärisch erstklassig in das nette Hintergrundgeträllere ein, dass einen nicht zu unterschätzenden Teil des Albums bestimmt.

Erstaunlich ist dabei, dass es dann doch einiges zu entdecken gibt, wenn man es schafft, sich von dem Geträllere nicht ins Bockshorn jagen zu lassen und es tatsächlich fertig bringt, der Scheibe konzentriert zuzuhören. Vor allem bei Tenemos Roads, das über eine schöne unterschwellige Dynamik und einen gelungenen Spannungsaufbau verfügt, und dem Schlusstrack Elephants, dass dem Hörer dann doch ein wenig mehr an Konzentration abverlangt und dank stärkerem Einsatz der Gitarre sogar ein bisschen rockt, lohnt sich das Hinhören. Die beiden genannten Lieder sind auch inhaltlich miteinander verwandt und geben dem Album einen sehr solien Rahmen. Dann zeigt sich, dass das Album über eine nicht zu unterschätzende Klasse verfügt und das in den anderen Stücken praktizierte wenig zielgerichtete Gedudel ein Understatement der heftigeren Sorte ist. Leider will mir das konzentrierte Zuhören nur allzu selten gelingen und wenn ich auf rhytmisch spannend unterlegte schöne Melodien Lust habe, greife ich dann doch viel eher zu den frühen Camel-Alben als zum Erstling von National Health.

Anspieltipp(s): Tenemos Roads, Elephants
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.8.2006
Letzte Änderung: 5.8.2006
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 5 von 6)


Die Stimme von Amanda Parsons scheint für eine gewisse Polarisierung zu sorgen - erstaunlich, so übermäßig viel wird hier doch gar nicht gesungen! Ich halte es jedenfalls in dieser Frage mit Jörg und Udo: Amandas engelsgleiche Stimme, die aus höheren Sphären zu kommen scheint, passt hervorragend zu der scheinbar leichtfüßig-lockeren, tatsächlich aber recht vertrackten Musik.

Eine schöne Platte, Pflicht für jeden Canterbury-Fan und auch als Einstieg in dieses Subgenre empfehlenswert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2006
Letzte Änderung: 6.8.2006
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 6 von 6)


Man kümmert sich um die Gesundheit des Volkes, in diesem Falle des Musikhörers (?). Hatte man denn als Band seinerzeit wirklich Angst, dass Punk-Rock, ähnlich wie seinerzeit die Benutzung der Eisenbahn, zu gesundheitlichen Schäden führen würde?

Keine Ahnung, was nun der Grund für diesen Bandnamen war, der so herrlich vom Coverbild gestützt wird. Die Musik jedenfalls hat eine Leichtigkeit, die man vergeblich auf zahlreichen anderen Alben sucht. Dazu dieser unvergleichliche Sound, den National Health für mich stellvertretend für die gesamte Canterbury Szene geprägt zu haben scheinen, obwohl es da ja noch andere Vertreter dieses Genres gibt. Keyboards dominieren den Sound, die einzelnen Stücke sind sehr komplex arrangiert und strahlen dennoch eine Leichtigkeit aus, die es jedem Prog-Fan mit Jazz Ambitionen ermöglichen sollte, einen Einstieg zu finden. Durch die gesangliche Unterstützung von Amanda Parsons sollten auch Retro-/Symphoprog Liebhabern die letzten Zweifel beseitigt werden. Viel gesungen wird in der Tat nicht (siehe Vorrezensionen). Meistens beschränken sich die Vocals auf schwebende Passagen, die durchaus auch einem Jon Anderson (wäre er eine Frau, oder... ist er vielleicht eine?) engelsgleich aus den Boxen tönen.

Ich kann verstehen, wieso man dies evtl. nicht mag, denn die weibliche Stimme bringt so eine gewisse Menge "Kitschfaktor" in die Stücke. Für mich ist das auch ein im Vergleich zum Nachfolger Of Queues And Cures ein abwertendes Kriterium, der durch und durch gefestigter und vor allem in den Kompositionen verspielter und grandioser orchestriert (dadurch vielseitiger) aus den Boxen quillt. Nichts desto trotz: Ein gelungenes Debütalbum.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.4.2008
Letzte Änderung: 28.4.2008
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von National Health

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Of Queues And Cures 12.67 3
1982 D.S. al Coda 8.00 2
1996 Missing Pieces 10.50 2
2001 Playtime 11.00 2
2005 Dreams Wide Awake - 1

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