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Jean Michel Jarre

Geometry of Love

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik
Label: Warner Music
Durchschnittswertung: 6.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jean-Michel Jarre all instruments

Tracklist

Disc 1
1. Pleasure Principle 6:15
2. Geometry Of Love (part one) 3:51
3. Soul Intrusion 4:45
4. Electric Flesh 6:01
5. Skin Paradox 6:17
6. Velvet Road 5:54
7. Near Djaina 5:01
8. Geometry Of Love (part two) 4:06
Gesamtlaufzeit42:10


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 2)


Irgendwann Ende der 90er Jahre wurde Jean-Michel Jarre wohl bewusst, dass er etwas Grundlegendes an seiner Musik ändern musste, wollte er sich nicht ständig wiederholen und selbst zitieren. Chronologie und Oxygene 7-13 waren Zeugnisse von Stagnation und Ideenlosigkeit. Seit Metamorphoses hat Jarre seinen Stil geändert, hielten Ambient, Jazz, Loungemusic, Chill-Elemente und sogar Gesang Einzug in den elektronischen Klangkosmos des Franzosen.

Auf Geometry of Love, welches von einem Pariser Nachtclubbesitzer als Soundtrack für seinen Club in Auftrag gegeben und zuerst nur in limitierter Auflage von 2000 Stück herausgegeben werden sollte, führt Jarre den Stil von Sessions 2000 fort, gibt den Stücken aber mehr Struktur, mehr Melodie, als dies auf dem Vorgänger der Fall war. Mit "Geometry of Love p2" findet sich hier gar ein Titel, der beinahe die eingängige Pophaftigkeit der 80er-Jahre-Alben atmet und Jarre so irgendwie in seiner Vergangenheit erdet und erkennbar macht.

Den Anfang macht das ruhige, fast traurige "Pleasure Principle" mit E-Streichern, gefolgt vom unterkühlten Titelstück part 1, welches etwas quäkige Synthesizerlinien mit hektischen E-drums paart. Weiter gehts mit dem "Unterwasser"-Ambientstück "Soul Intrusion", blubbernd-wabbernd-mysteriös, und "Electric Flesh", das stilistisch am Opener anschliesst.

"Skin Paradox" lässt mit einigen Synthesizersounds Erinnerungen an die ersten Alben wachwerden, ist sonst aber auch ein ruhig-fliessendes Ambientteil. Und spätestens jetzt beginnt mich das Album zu langweilen, wird mir das Ganze zu flach, zu Muzak und sehne ich mich nach dem "alten" Jarre zurück.

Wenn auch etwas interessanter als der Vorgänger, so bleibt Geometry of Love unter dem Strich doch ein Album, was man zwar gut im Hintergrund oder zur Entspannung hören kann, welches aber danach genauso "weg" ist wie Sessions 2000.

Jarre wird mit diesem Album wohl keine neuen Fans gewinnen. Alte Fans mit Affinität zu den erwähnten Stilrichtungen kriegen wieder neues Futter, das für meinen Geschmack aber kaum satt macht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.4.2011
Letzte Änderung: 2.5.2011
Wertung: 5/15

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Von: Jörg Graf @ (Rezension 2 von 2)


"Geometry of Love" fängt eigentlich genau da an, wo Sessions 2000 aufhört. Was wie eine Phrase klingt, ist aber durchaus positiv und im Wortsinne gemeint. Mit dem Vorgängeralbum machte Jarre einen Abstecher ins Chill-Out-Genre, wobei er aber keine fertigen Stücke, sondern lediglich unausgereifte Session-Aufnahmen präsentierte. Daran knüpft er nun an, hat seine Ideen ausgefeilt (auch wenn er nun nicht konkret die Sessions verwertet hat) und gibt nun echte, ausgearbeitete Kompositionen heraus.

Und die können sich gegenüber den Sessions durchaus hören lassen. Gleich der Opener "Pleasure Principle" bietet alles, was anspruchsvolle Chill-Out-Musik bieten kann: Gänsehautatmosphäre, Leichtfüßigkeit, aber auch eine gewisse Komplexität und Erhabenheit. Ein trauriges Streicher-Thema wird nach und nach mit Geblubber, Geklingele, Gebrabbele und relaxten Drums ausgeschmückt und wird so auf Spannung geladen. Die anderen Tracks "Soul Intrusion" mit wummernden Drums, "Electric Flesh" mit quietschendem Lead und das mit Loops durchzogene, sehr nachdenklich wirkende "Skin Paradox" schlagen in die gleiche ambiente Kerbe.

Die restlichen Stücke können da leider nicht mehr mithalten, "Geometry of Love" mitsamt seiner Reprise am Ende und "Velvet Road" sind doch recht simpel gestrickt und auf poppig gemacht. Und "Near Djaina" ist eine traurige Klaviersession ohne Höhen und Tiefen.

Dennoch ist es unterm Strich um einiges besser geraten als sein Vorgänger, weswegen ich dann auch gerne die doppelte Punktzahl vergebe.

Anspieltipp(s): Pleasure Principle
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.5.2011
Letzte Änderung: 31.5.2011
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jean Michel Jarre

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Oxygene 10.00 3
1978 Equinoxe 11.50 2
1981 Magnetic Fields 10.50 2
1982 The concerts in China 8.50 2
1984 Zoolook 7.67 3
1986 Rendez-Vous 8.00 2
1987 In Concert Houston-Lyon 7.00 2
1988 Revolutions 7.50 2
1989 live 7.00 2
1990 Waiting for Cousteau 7.00 2
1991 Images - The Best of Jean Michel Jarre - 1
1993 Chronologie 3.00 2
1994 Hong Kong 7.00 1
1997 Oxygene 7-13 3.00 1
1998 Paris Live "Electronic Night" - 1
2000 Metamorphoses 7.50 2
2002 Sessions 2000 4.00 2
2004 Aero 6.00 1

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