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Carlos Beltrán

Jerico

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1987 (CD-Reissue 1997, Smogless Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Musart
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Carlos Beltram Synthesizers, Piano, Electronics, Guitar

Tracklist

Disc 1
1. Edades Obscuras 18:06
2. El Ciego De Jericó 5:07
3. Cuentos Y Relatos Del País De Las Nieves 13:05
4. 1519 11:18
Gesamtlaufzeit47:36


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Elektronische Musik aus Mexiko? Aber sicher! Als ich vor einiger Zeit mehr über Carlos Alvarado Perea und sein Elektronikprojekt Via Lactea herausfinden wollte, stolperte ich über den Namen von Carlos Beltrán, der auf seinem einzigen Album, dem 1987 erscheinen "Jerico", klassische Elektronikklänge in der Tradition der Berliner Schule eingespielt haben soll. Nach einigem vergeblichen Suchen im weltweiten Netz stieß ich dann doch noch auf ein Exemplar des 1997 erschienen CD-Reissues (Smogless Records), so dass ich nun über diese doch recht obskure Scheibe berichten kann.

Beltrán wurde 1956 in Mexiko geboren und lernte schon als Kind Klavier zu spielen. In den 70er Jahren begann er sich für elektronische Tasteninstrumente und Rockmusik zu interessieren, doch dauerte es noch bis 1987, dass er ein Album mit elektronischen Klängen veröffentlichte. "Jerico" entstand ganz im Alleingang und ist in kleiner Auflage nur in Mexiko erschienen. Grossen Erfolg hatte Beltrán damit nicht und "Jerico" sollte bis heute seine einzige auf Tonträger festgehaltene musikalische Wortmeldung bleiben. 1987 war Beltrán mit diesem von Klang und Atmosphäre klar in den 70er Jahren verwurzelten Album allerdings auch etwas spät dran, was der Qualität der Musik aber natürlich keinen Abbruch tut.

Drei ausladende Stücke und ein Fünfminüter sind auf "Jerico" zu finden, in denen vor allem analoge und digitale Synthesizer und andere elektronische Tasteninstrumente zu hören sind. Dazu kommen recht umfangreiche Einlagen am akustischen Piano, ein paar perkussive Abschnitte und etwas Gitarrengeklampfe. Eher dezent und zurückhaltend ist Beltrán hier zu Gange, spinnt feine Tongeflechte aus deutlich an den großen Alben der 70er Jahre orientierten Elektroniksounds, die immer wieder durch ausgiebige, impressionistisch-neoklassische Pianoabschnitte unterbrochen werden (gut die Hälfte des abschließenden "1519" wird z.B. alleine vom Piano bestritten), bzw. sich mit solchen vermengen. Ab und zu wird die Musik auch lauter (gegen Ende von "Cuentos y relatos del Pais de las nieves" z.B.), erheben sich kleine Gebirge im sonst eher träge dahintreibenden Soundnebel, dominieren für kurze Zeit mächtige sonore Bassklänge und orgelartige Klangwände das Geschehen. Gelegentlich gesellt sich dann auch ein (wohl programmiertes, doch sehr ordentlich gemachtes) Schlagzeug dazu.

"Jerico" ist ein sehr schönes Album mit farbigen und fein gesponnen Elektronikklängen aus Mexiko, die durch den zusätzlichen und oft ausgiebigen Einsatz des Klaviers eine eigene Note erhält. Am ehesten erinnert diese Musik an die frühen Werke von Robert Schroeder ("Harmonic Ascendant" z.B.), doch verzichtet Beltrán ganz auf rhythmische Sequenzermuster. Die Klänge wabern eher frei gefügt dahin, weisen aber meist eine an der klassischen Musik orientierte Struktur auf, vor allem natürlich dann, wenn das Piano zu hören ist. Wer die Elektronik der 70er Jahre schätzt, der sollte dem elektronischen Impressionismus Beltráns einmal sein Ohr leihen, wenn er denn noch irgendwo ein Exemplar von "Jerico" findet!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.5.2011
Letzte Änderung: 6.1.2014
Wertung: 10/15

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