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Dieter Moebius

Ding

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (Reissue 2017, bureau b)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Moderne Electronica
Label: Klangbad
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dieter Moebius

Tracklist

Disc 1
1. Walksol 6:18
2. Defekt 4:03
3. Flink 4:20
4. Alaise 4:17
5. Neue News 5:31
6. Alfred 3:23
7. Ding 9:46
8. Zufall 2:14
9. Bone 4:16
10. Fou 1:52
11. Ruston & Monotron 8:14
Gesamtlaufzeit54:14


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Erst Kram, jetzt ein Ding: nach knapp zweieinhalb Jahren erscheint ein neues Soloalbum des Elektronik-Altmeisters Dieter Moebius. Angesichts des für Moebiussche Verhältnisse recht kurzen Zeitabstands hätte ich mit einem stilistisch recht ähnlichen Album gerechnet, aber Ding ist von ganz anderem Charakter als sein Vorgänger. Ein Vergleich der Cover sagt da schon einiges aus!

Herrschten auf Kram eher skurrile, bisweilen geradezu fröhliche Klänge vor, geht es auf Ding wesentlich dunkler zur Sache. Dabei sind die grundlegenden Ingredienzen eigentlich dieselben: allerlei seltsame elektronische Klänge kommen aus den Boxen gepurzelt, es quietscht, zischt und knarrt unentwegt. Aber eben nicht auf die burleske Art von Kram, sondern auf unheilvolle, Übles ankündigende Art; Alfred könnte ohne weiteres als Soundtrack zu einem Suspense-Thriller Hitchockscher Machart dienen. Die verwendeten Rhythmen bringen dazu eine eigenartige, oft bedrohlich wirkende Unruhe in die Musik: mal maschinenhaft stampfend, mal hektisch zerrissen, verstärken sie diese Atmosphäre noch. Apropos maschinenhaft: dem abschließenden Ruston & Monotron liegt tatsächlich das Geräusch einer Dampfmaschine, genauer: einer australischen Goldgräberdampfmaschine, zugrunde. Klingt reichlich bizarr!

Gelegentlich wird aber auf die rhythmische Komponente verzichtet, dann nähert sich die Musik völlig freien Klängen. Am deutlichsten ist dies im passend betitelten Zufall, das tatsächlich aus wie zufällig aneinandergereihten Geräuschen besteht.

Somit klingt Ding insgesamt sperriger und unzugänglicher als sein Vorgänger und zeigt, dass elektronische Musik sich nicht in sanftem Säuseln oder bedeutungsschwangerem Blubbern erschöpfen muss. Schönes Ding!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.5.2011
Letzte Änderung: 25.5.2011
Wertung: 11/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Kurz vor Sommeranfang (dabei hat er offensichtlich schon angefangen), legen bureau b ein weiteres Album von Dieter Moebius wieder auf, diesmal das 2011 in kleiner Auflage bei Klangbad erschienene "Ding", das vorletzte Solowerk des im Juli 2015 verstorbenen Elektronikbastlers.

Wie Jochen oben schon darlegt, ist "Ding" alles in allem recht sperrig und düster ausgefallen, sperriger und düsterer, als man das sonst von Moebius gewohnt ist. Allerlei elektronischen Wabern, Knurren, Raunen, Zischen, Plingen und Fiepen gleitet hier durcheinander, mal freiformatiger schwebend, mal rhythmischer, sich fast industriell voran arbeitend, oft ergänzt um ausladend jaulende Synthesizereinlagen, verfremdete und bearbeitete Naturgeräusche, Maschineklänge, allerlei Geklapper, Ratschen und Scheppern, und diverses Knarzen, Knistern und Rauschen, was "normale" Musikkonsumenten fast vermuten lassen würde, dass die CD einen Pressfehler hat (man höre z.B. "Defekt"), bzw. an selige LP-Tage erinnert.

Das klangliche Ergebnis ist meist beeindruckend seltsam, bedrohlich, progressiv, sehr abwechslungsreich und klangvoll, wobei natürlich immer eine gewisse genretypische Tendenz zu Repetitionen vorhanden ist. Allerlei rhythmische Muster arbeiten sich immer Mal wieder nach Vorne, was meist für Abwechslung und Dynamik sorgt. Einzige Ausnahme ist das lange "Ding", in dem das immergleiche Dosenschlagzeugwummern schnell nervt, und über fast 10 Minuten kaum zu ertragen ist, auch wenn sich dahinter doch einiges tut und verändert. Was hat den Meister da denn geritten?

"Ding" ist also strenggenommen sicher nicht schön, aber ein überzeugender (bis auf das schon erwähnte Titelstück) belegt dafür, dass man auch nach über 40 Jahren im Geschäft noch innovative und progressive elektronische Musik machen kann. Wer solche schätzt, der sollte zugreifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.6.2017
Letzte Änderung: 11.6.2017
Wertung: 10/15
ein Punkt Abzug wegen "Ding"

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dieter Moebius

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1983 Tonspuren 10.50 2
1986 Blue Moon - Original Motion Picture Soundtrack 9.00 1
1999 Blotch 11.00 1
2006 Nurton 11.00 1
2009 Kram 10.50 2
2017 Musik für Metropolis 11.00 1

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