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Comedy Of Errors

Disobey

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Joe Cairney Vocals
Jim Johnston Keyboards, Additional Guitars & Backing Vocals
Mark Spalding Guitars, Bass & Backing Vocals

Gastmusiker

Bruce Levick Drums
Hew Montgomery Bass on "The Student Prince, Part 1"

Tracklist

Disc 1
1. Disobey 6:45
2. Jekyll 5:12
3. Prelude, Riff and Fuge   (Instrumental) 4:41
4. Carousel 9:57
5. American Rodeo 4:09
6. Could Have Been Yesterday 5:55
7. Ailsa's Lullaby   (Instrumental) 1:36
8. Joke 4:22
9. The Student Prince

1. Part 1 - When Will I See You Again? 9:11
2. Part 2 - And So To Bed 5:57
3. Part 3 - Foolcircle 7:13
4. Part 4 - Green Light Coda 3:31

Gesamtlaufzeit68:29


Rezensionen


Von: Wolfram Ehrhardt (Rezension 1 von 3)


Die ehemaligen kultischen Neoprogger aus Schottland ("Die Komödie der Irrungen" - benannt nach einer der ersten Komödien des berühmten englischen Dramatikers William Shakespeare) melden sich nach 23-jähriger Abwesenheit mit "Disobey" in der Progszene zurück. Von ihrer Debütscheibe Comedy Of Errors sind mit Sänger Joe Cairney, Keyboarder Jim Johnston und Gitarrist Mark Spalding die wichtigsten Musiker wieder mit an Bord.

Die Band selber schreibt auf ihrer Homepage, dass sie mit "Disobey" einen postprogressiven Stil mit Anleihen von Pink Floyd, Muse und Gentle Giant erzeugen. Ähem - da hatte ich doch fast vermutet, es wäre dem ansprechend gestalteten Digi-Pack die verkehrte CD beigefügt. Es gibt auf den 69 Minuten "Ungehorsam" zwar ein paar sphärische und elektronische Klänge sowie zuweilen fette Rockwände zu vernehmen, aber ansonsten bewegt man sich tief im mainstreamigen Neoprog. Da schweben mir eher Vergleiche zu Bands wie den früheren Pendragon, M!ndgames, Abel Ganz oder den früheren Pallas durch den Sinn.

Denn was die vier Musiker auf den zwölf Tracks abliefern, ist musikalische Kost, wie man sie in den unterschiedlichsten Schattierungen seit der Renaissance des Prog in den 80er Jahren zigfach gehört hat. Die Songs leben von einer großen Melodieseligkeit, wobei einige Breaks, härtere Rhythmen und vor allem mehrere hörenswerte Gitarrensoli die Songstruktur auflockern. Die Tasteninstrumente spielen ebenfalls eine tragende Rolle in der Instrumentierung und wissen die doch eher vorhersehbare Songstruktur zu bereichern. Ich frage mich aber immer noch, wo die Gentle Giant gemäßen Klangräume zu finden sind.

Der Gesang von Joe Cairney trägt ebenfalls zur Identifizierung der bekannten neoprogressiven Muster bei, da er mich stimmlich an eine Mischung aus Nick Barrett und Bart Schram von M!ndgames erinnert.

Der erfrischende Ausbrecher aus dem neoprogressiven Gesamtkonzept ist die Instrumentalnummer "Prelude, Riff and Fuge", das seinem Name absolut gerecht wird. Im Stile von Keith Emerson, Jon Lord oder Rick Wakeman wandelt man auf klassisch-rockigen Pfaden und garniert den Track mit einem ausgezeichneten elektrischen Gitarrensolo. Davon hätte ich gerne mehr gehört.

Anspieltipp(s): Jekyll; Prelude, Riff and Fuge
Vergleichbar mit: frühe Pendragon, M!ndgames, Abel Ganz, frühe Pallas
Veröffentlicht am: 25.6.2011
Letzte Änderung: 28.2.2012
Wertung: 8/15

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Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 2 von 3)


Na, da sind die Schotten aber, mit Verlaub, doch ein bisschen arg schlecht weggekommen, finde ich!

Ok, neu erfunden wird hier eigentlich nichts. Aber für bemerkenswert positiv halte ich doch die für NeoProg handwerklich ordentlichen Kompositionen - bei der Mehrzahl der Songs. Man geht mit ordentlich Drive, gleichzeitig aber deutlich beschwingter als z.B. Pendragon in ihrer jetzigen, etwas bemüht wirkenden Phase der "Neuorientierung" zur Sache. Auch gegenüber Abel Ganz, die ich als eher "schlapp" in Erinnerung habe, agieren Comedy of Errors wesentlich druckvoller und frischer.

Selbst in dem weniger ansprechenden Song „American Rodeo“ (zu AOR lastig) und dem etwas abfallenden Titelstück „Disobey“ gibt es sehr ansprechende Gitarrensoli zu hören und der Long Track ist insgesamt recht gut gelungen, obwohl es hier an passenden Übergängen zwischen den einzelnen Teilen mangelt.

Neben der sicher dominierenden Melodieseligkeit hat das Album auch einige Ecken und Kanten, die Comedy of Errors aus der Masse im Neo-Segment doch etwas heraus heben.

Gelungene Gitarrensoli und ein solider Keyboardteppich bestimmen den klanglichen Rahmen der Songs, die Gesangsleistung ist ordentlich, wenn auch nicht besonders positiv zu bewerten.

Richtig starke Tracks sind die bereits vom außerordentlich geschätzten Vor-Schreiber Wolfram erwähnte „Prelude, Riff and Fugue“ sowie insbesondere der dynamische und temporeiche erste Part von „The Student Prince“, der mit viel Abwechslung und Unterhaltungswert überzeugt. Ja, gehört hat man dies in ähnlicher Form zum größeren Teil natürlich schon mehr als einmal. Aber bei mir muss das wohl schon länger her sein – ich erinnere mich jedenfalls nicht so richtig, wann ich zuletzt durch NeoProg derart gut unterhalten wurde.

Anspieltipp(s): The Student Prince (Part 1)
Vergleichbar mit: frühe Pendragon
Veröffentlicht am: 11.11.2011
Letzte Änderung: 11.11.2011
Wertung: 11/15

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Von: Andreas Kiefer @ (Rezension 3 von 3)


Hand aufs Herz: Wer kennt Comedy Of Errors?

Man muss bis ins Jahr 1985 zurückgehen, damals buhlten die Schotten im Schatten von Pallas und Marillion um die Gunst der NeoProghörer. Geschafft haben Sie es allerdings nicht so Recht, und somit löste sich die Band schon bald wieder auf. Nach rund 23 Jahren folgt nun der Comeback-Versuch in fast gleicher Bandbesetzung.

Natürlich atmet die Scheibe völlig den Geist des 80er NeoProgs. Zuweilen klingt, nicht nur wegen der Gesangsähnlichkeiten zu Nick Barrett, auffällig vieles nach den ersten Pendragon-Veröffentlichungen. Somit entkommt das Album nur selten der Gleichförmigkeit vieler NeoProg-Platten und hangelt sich irgendwo an längst abgedroschenen Mustern entlang. Ab und an gelingt es aber aus diesem Schema mit etwas rotzigeren Momenten durch Gitarre oder klassischen Orgelparts auszubrechen. Solche Momente tun "Disobey" gut.

Weitere Pluspunkte sind die handwerklich solide Umsetzung, der ordentliche Sologesang von Joe Cairney, und ein professionell klingender Gesamtsound. Gut gemeint ist die Stilveränderung bei zwei der insgesamt neun Tracks. Hier ist erdiger Melodic Rock zu hören - wenngleich die Stücke nach einmaligem Hören in der Belanglosigkeit versinken. Ansonsten ist das Album ein gut gemeinter Versuch, über den sich die Zielgruppe durchaus freuen darf. Der Rest sollte die Scheibe aus den besagten Gründen besser ignorieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.12.2013
Letzte Änderung: 16.12.2013
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Comedy Of Errors

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Comedy Of Errors 8.00 1
2013 Fanfare & Fantasy 11.00 1
2015 Spirit 7.75 4
2017 House Of The Mind 9.33 3

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