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Dead Can Dance

Within the Realm of a dying Sun

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1987
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Gothic; Moderne Electronica; Worldmusic / Ethno
Label: 4AD
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brendan Perry Vocals, div. Instrumente
Lisa Gerrard Vocals, div. Instrumente

Gastmusiker

Ruth Watson Oboe
Peter Ulrich Timpani, Snare, Percussion
Alison Harling Violine
Emlyn Singleton Violine
Piero Gasparini Violia
Tony Gamage Cello
Gus Ferguson Cello
Mark Gerrard Trumpet
Richard Avison Trombone
John Singleton Trombone
Andrew Claxton Bass Trombone, Tuba

Tracklist

Disc 1
1. Anywhere out of the World 5:08
2. Windfall 3:30
3. In the Wake of Adversity 4:14
4. Xavier 6:16
5. Dawn of the Iconoclast 2:06
6. Cantara 5:58
7. Summoning of the Muse 4:55
8. Persephone (The Gathering of Flowers) 6:36
Gesamtlaufzeit38:43


Rezensionen


Von: Piotre Walter @


Brendan Perry und Lisa Gerrard, die Masterminds von DCD trafen in Melbourne aufeinander. Sie verließen Australien aber bald und übersiedelten nach London, wo sie sich bessere Chancen für Ihre musikalischen Projekte ausrechneten. Sie veröffentlichten davor bereits 2 Alben beim damals jungen Indepent-Label "4AD", das auch Künstler wie "This Mortal Coil" oder "The Pixies" verlegte.

War das erste DCD-Album noch eher Goth-Rock, das 2. schon symphonischer und zunehmend beeinflusst von klassischer und barrocker Musik, sind sie mit dem 3. Album "Within the Realm of a dying Sun" in ihrem typischen Mix aus ethnisch-folkloristischen Elementen (überwiegend aus dem ost-europäischen, sowie nordafrikanischen Raum) und klassischer Musik, vorgetragen auf zahlreichen akustischen Blas- und Streichinstrumenten, angekommen. Computer Sounds bilden die 3. Säule und zarte oder gewaltige mystische Basis für ihre symphonische Gothic-Musik. Dieses Etikett trifft am ehesten ihren Stil, auch wenn Sie sich nicht als Teil der Gothic-Szene zugehörig verstehen, beeinflussten sie aber sicher einige Bands des Genres.

Im Sinne des Wortes progressiv erschaffen sie ihren ureigenen unnachahmlichen Kosmos/Schmelztiegel progressiver Musik. Dabei sind ihre Songs von beindruckender atmosphärischen Dichte und düster-warmer Melancholie gekennzeichnet. In der Rhytmik schwankt es von minimalistisch getragen bis treibend percusiv. Gerne werden hypnotische Tanzmotive aufgegriffen - ein atmosphärisch stimmiger Mix, verbunden mit dem getragenen Gesang der Beiden - wobei Gerrard mit Ihrer Engelsstimme dominiert. Perry und Gerrad sind die Konstanten während die Gastmusiker an typischen Orchester-Instrumenten wie Cello, Geige, Oboe, Trompete etc. wechseln.

Interessanter Weise ist das Album (gesanglich) aufgeteilt. Ist es in der ersten Hälfte erfüllt von mystischer Melancholie und Perry's warmen, charismatischen Gesang, sparsam aber wirkungsvoll eingesetzten Computerklängen sowie dem filmmusikartigen Instrumental "Windfall" - wird es im zweiten Teil orchestraler und steigert sich symphonisch und bombastisch einhergehend mit Gerrard's elfenklarer Stimme. Lisa Gerrard singt überwiegend in einer Fantasiesprache, die einen altertümlich, rituellen Charakter hat. "Within the Realm of a dying Sun" ist ein recht düsteres symphonisches Werk und typisch für die frühen DCD. Es hat durchaus filmusikalische Elemente und Beide arbeiteten später an verschiedenen Filmprojekten/-musiken.

Die Höhepunkte des Albums sind "Cantara" das einen wie ein bolero-esker Tanz in seinen Bann zieht sowie das symphonisch großartige "Summoning of the Muse"das im Wahrsten Sinne des Wortes "mit Pauken und Trompeten" noch einen drauf legt.

Wer also Lust auf düstere und brillante Musik hat - zugreifen.

Anspieltipp(s): Cantara, Windfall, Summoning of the Muse
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.10.2011
Letzte Änderung: 2.4.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dead Can Dance

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1990 Aion 12.00 1
1993 Into the Labyrinth 7.00 1
2012 Anastasis 6.00 1

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