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24781 Rezensionen zu 16966 Alben von 6608 Bands.
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Kraan

Live 2001

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001 (Aufnahmen von 2000 (Burg Herzberg und Donau Festival Ulm))
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion
Label: Bassball Recordings; neu auf InsideOut Revisited Records 2005
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Peter Wolbrandt guitar, vocals
Ingo Bischof keyboards
Jan Fride drums
Hellmut Hattler bass, vocals

Tracklist

Disc 1
1. let it out 6:27
2. borgward 8:31
3. let's take a ride 5:17
4. hallo jaja - i don't know 7:36
5. vollgas ahoi 6:02
6. dinner for two 1:34
7. far west 4:24
8. yaqui yagua 7:19
9. jerk of life 4:18
10. nam nam 14:28
11. andy nogger 3:54
Gesamtlaufzeit69:50


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 1 von 3)


Der Titel führt ein wenig in die Irre: Die Aufnahmen auf dieser CD stammen aus dem Jahr 2000, nicht von 2001. Aber da das Album pünktlich zum 30. Kraan-Geburtstag vorliegen sollte, war die kleine Schummelei notwendig. Sie entspricht im übrigen bereits einer alten Tradition, denn die Aufnahmen zum 75er-Live-Album stammen von 1974, die für "Live 88" von 1987.

Die Band spielt derzeit wieder in "Originalbesetzung" - ein unpräziser Begriff: Ursprünglich arbeitete sie ja nicht mit einem Keyboarder, sondern mit einem Saxophonisten, so auch auf der großartigen Live-Platte von 1974. Tastenmann Ingo Bischof kam erst 1975 hinzu. An das Siebziger-Jahre-Album reicht "Live 2001" nicht heran, schon deshalb weil die gitarristischen Highlights von "Holiday am Marterhorn" hier fehlen. Gelungen ist die Platte gleichwohl, denn die Band beherrscht auch nach 30 Jahren noch ihr Handwerk. Die Gitarre von Peter Wolbrandt trägt dabei nicht weniger als Hellmut Hattlers legendärer Bass zum typischen Kraan-Klang bei. Die schwebende, gleichwohl temporeiche Leichtigkeit ihres Zusammenspiels macht die Musik so unwiderstehlich.

Wer Kraan mag, sollte sich die CD zulegen. Noch besser ist es allerdings, zu einem der in diesem Jahr stattfindenden Konzerte zu gehen und sich - wie ich im Rahmen des Osnabrücker KlangArt-Festivals - von dem hohen Niveau zu überzeugen, auf dem hier musiziert wird.

(6/2001)

Bemerkung zur Neuauflage bei InsideOut 2005: Das Album ist im Rahmen der Kraan-Deluxe-Edition im Digipack neuveröffentlicht worden. Bonustracks gibt es in diesem Falle jedoch nicht. Die wie immer ausführlichen Liner Notes schildern die Umstände der Kraan-Reunion im Jahr 2000.

Anspieltipp(s): Borgward
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.4.2002
Letzte Änderung: 23.1.2006
Wertung: 10/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Ganz der eigenen Tradition folgend, haben Kraan auch im 30.Jahr nach der Bandgründung, ihr mittlerweile viertes Livealbum nicht nach dem Aufnahme-, sondern nach dem Erscheinungsjahr benannt. So wurde "Live 2001" im Juni 2000 nach der Reunion auf den beiden Festivalauftritten der Band in Ulm und auf dem Herzberg Festival mitgeschnitten.

Zwar gibt es keinerlei neue Titel zu hören, doch immerhin feiern "Let it out" und "Let's take a ride" ihre Livepremiere auf Tonträger, die restlichen Titel waren bereits auf vorherigen Mitschnitten vertreten und bieten einen hervorragenden Querschnitt durch die Höhepunkte der Bandgeschichte mit Schwerpunkt auf die Mid / End 70er. Eine enthusiasmierte Grundeinstellung sei mir verziehen, da ich selbst beim begeisternden Auftritt auf dem Herzberg Festival zugegen war und somit sicherlich subjektiv vorbelastet diese Livescheibe beurteile.

Die Rhythmusmaschine läuft stets gut geölt, durchbrochen von diversen Soloeinlagen an Gitarre und Keyboards. Bei Kraan dient das eigene Können nie dem Selbstzweck, sondern wird immer dem vorwärtstreibenden Beat, der Songidee untergeordnet. Interessanterweise bekommen Titel wie "Borgward" oder das instrumentale Meisterstück "Nam Nam" sogar leichte Latinelemente verpasst. Zufall oder Anpassung an den Zeitgeist? Eher das erste, denn trotz Hellmut Hattlers Ausflüge mit Tab Two in moderne Hip Hop Jazz Gefilde, ist die Musik von Kraan vor allem von der grandiosen Vermischung aus Rock und Jazz geprägt, die zu Beginn der 70er ihren Anfang nahmen und mit von Bands wie dem Mahavishnu Orchestra oder Return To Forever als Wegbereiter vorgelebt wurden.

Anspieltipp(s): Borgward, Nam Nam
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.7.2004
Letzte Änderung: 1.10.2004
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Kraan live ist auch heute noch ein Erlebnis, davon konnte ich mich bei einem Konzert im Mai 2007 überzeugen, und auch dieses im Jahre 2000 entstandene Tondokument der damals frisch wiedervereinigten Band beweist dies. Das liegt natürlich auch an der Songauswahl, bei der man sich voll auf die Mitt-70er-Phase konzentriert; die beiden eher durchwachsenen 80er-Alben fehlen ebenso wie das nicht minder durchwachsene Flyday von 1978.

Was aber ebenso fehlt, sind die ganz großen Klassiker wie Holiday am Marterhorn oder Kraan Arabia. Man mag einwenden, dass es davon doch schon andere Liveversionen gibt. Das stimmt, gilt aber für die meisten hier enthaltenen Stücke genau so. Ein paar ganz neue Stücke wären natürlich auch schön gewesen, aber da die Band sich hier gerade erst wiedergegründet hat, war wohl einfach nicht die Zeit dazu.

Auf jeden Fall ist auch dies ein empfehlenswertes Album, auch wenn ich die '74er und '88er Live-Alben vorziehe.

Anspieltipp(s): Borgward, Vollgas Ahoi, Nam Nam
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2007
Letzte Änderung: 6.8.2007
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kraan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Kraan 9.50 2
1973 Wintrup 10.50 2
1974 Andy Nogger 11.50 2
1975 Live 11.33 3
1975 Let It Out 8.00 2
1977 Wiederhören 11.00 2
1978 Flyday 7.00 2
1979 Tournee 12.00 1
1982 Nachtfahrt 5.75 4
1988 Live 88 11.33 3
1989 Dancing In The Shade 9.00 3
1991 Soul Of Stone 5.00 1
2001 Berliner Ring 5.00 1
2003 Through 7.00 1
2007 Psychedelic Man 9.00 2
2011 Diamonds 8.00 2

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