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Svin

Heimat

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Independent / Alternative; Jazz; Postrock; RIO / Avant
Label: Mom Eat Dad Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Lars Bech Pilgaard Guitar,effects,music box,singing
Henrik Pultz Melbye Tenorsax,clarinet,singing,whistling and music box
Magnus Bak Octaved March-baryton,effects,trombone,singing,music box,screaming
Thomas Eiler Drums

Tracklist

Disc 1
1. Cougar 1.47
2. Utøj 5.44
3. Iglo pt. 1 2.11
4. Iglo pt. 2 0.04
5. Iglo pt. 3 3.09
6. Illilu 4.51
7. Muskelhund 5.31
8. Sankt Hans 6.04
9. Kære Mona 8.14
Gesamtlaufzeit37:35


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Svin (zu Deutsch: Schwein) in dem Bandnamen soll für das Animalische, das Brutale in der Musik stehen, die allerdings auch viele eher zurückhaltende Momente aufweist. Die Herren Bak, Melbye und Pilgaard dürften einigen schon durch die Formation Magnus Fra Gaarden bekannt sein. "Heimat" ist die erste Scheibe des 2008 gegründeten Quartetts aus Dänemark, bei dem die Blasinstrumente sowohl für ungezähmte Free-Jazz-Momente, als auch für Melodieführung und gemässigte Solobeiträge sorgen können. In einigen Stücken muss sich die elektrische Gitarre dem wütenden Tenorsax unterordnen. Die Musik liefert auch immer wieder Beispiele für hervorragendes Zusammenspiel zwischen dem Sax und der Gitarre, oder solche für gemeinsame Melodielinien der beiden Instrumente. Zudem werden auch spartanische, sich nach Alternative und Postrock richtende Einfälle geboten, in denen wiederum der Gitarrist das Geschehen bestimmt.

Laut Cover sind mindestens drei Musiker für "singing" verantwortlich. Bis auf einige wenige Schreie konnte ich aber keinen Gesang ausmachen.

Die CD beginnt mit einer monströsen Rhythmustruppe, die als Fundament für wilde Saxsolos zu avantgardistischer Gitarrenbegleitung fungiert. Diese Einführung ist etwas irreführend, denn die Band bietet direkt danach statt weiterer temporeicher Avant-Jazz-Rock-Attacken doch lieber ziemlich düstere, leicht melancholische, zwischen Postrock, Avantgarde, Alternative Rock und Jazz angesiedelte Musik, deren schleppenden Rhythmen und Riffs kurzzeitig sogar etwas von Doom Metal haben können. Mich begeistern hier diejenigen Momente am meisten, die die doomig angehauchten, allerdings ohne bestimmende elektrische Gitarre dargebrachten Riffs mit Free-Jazz-Elementen kombinieren. Es wird eben sehr oft der Eindruck vermittelt, dass Svin lieber von Jazz, als von Rock ausgehen möchten.

Das Quartett setzt zudem immer wieder auf anarchistisch und free-jazzig angelegte Passagen, so dass genug Gegengewicht zu der immer wieder auftauchenden postrockig-jazzigen Melancholie geboten wird. Es gibt aber auch Highlights wie "Muskelhund", das an die dichte Eröffnungsnummer anknüpft und damit die Energie des Alternative Rock mit Raffinesse des Avant-Rock und Anarchie des Free-Jazz verbindet. Noch eine nennenswerte Komposition heisst "Kære Mona" und zeigt den Gitarristen unter dem verstärkten Fred Frith-Einfluss.

Bei "Heimat" von Svin handelt es sich also um eine hörenswerte Debüt-Scheibe, die scheinbar so inkompatible Stilrichtungen wie Alternative Rock und Jazz, oder Postrock und Free-Jazz verbindet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.11.2011
Letzte Änderung: 30.11.2011
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Svin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Secretly we are gay 11.00 1
2014 Svin 12.33 3
2016 Missionær 12.00 2

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