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Space Debris

Archive Volume 3: Deepest View

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (Aufnahmen von 2000-2009)
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Blues; HardRock; Jazzrock / Fusion; Krautrock; Psychedelic
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tom Kunkel Orgel (3,4,5,11)
Tommy Gorny Gitarre (1,2,3,6,7,8,11)
Christian Jäger Schlagzeug
Peter Brettel Bass (1,2,6,7,8,9)
Eric Bläß Gitarre (4,5)
Winnie Rimbach Sator Keyboards (1,2,6,7,8)

Tracklist

Disc 1
1. Mary-Joe-Anna   (Zürich '09) 10:15
2. Reprise of the Sun   (Zürich '09) 3:32
3. Deepest View   (Michelstadt '04) 21:30
4. Moon Roots   (Weschnitzmühle '04) 6:24
5. Blues   (Weschnitzmühle'04) 5:40
6. Anima   (Siegen '08) 9:18
7. Latrino Mortadella II   (Siegen '08) 9:21
8. Astronaut versus Kosmonaut   (Siegen '08) 5:28
9. Namber Nein   (Exil '00) 0:27
10. MojoMe III   (Weschnitzmühle '01) 1:33
11. Mynona   (Weschnitzmühle '04) 4:04
12. Jerrys Aural Innovations   (Radioansage Jerry Kranitz '04) 0:11
Gesamtlaufzeit77:43


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Im November 2011 erschien mit Deepest View der dritte Teil der Archivreihe der Ourewäller Band. Enthalten sind Live- und Studioaufnahmen aus den Jahren 2000 bis 2009, also praktisch aus der gesamten Schaffensperiode der Band. Die meisten der wieder komplett instrumentalen Stücke werden hier erstmals veröffentlicht, lediglich die Nr. 6 bis 8 finden sich schon auf Live Ghosts - allerdings nur auf der Vinylausgabe.

Space Debris schwelgen auch hier wieder tief in den Klängen der goldenen Siebziger, genau genommen in denen der frühen Siebziger. Röhrende Schweineorgel und krautig solierende Gitarre geben den Ton an in den spacig-psychedelischen Jams, die durchweg mit einem ordentlichen Schuss Härte daherkommen. So in der Art als würde man die psychedelische Abgedrehtheit der frühen Pink Floyd mit dem bodenständigen Hardrock von Birth Control kreuzen. Denn die Odenwälder driften nie zu sehr in höhere Sphären ab, nicht zuletzt die rockige Gitarre sorgt stets für ausreichend Erdverbundenheit.

Auch die Doors oder Deep Purple kommen einem immer wieder in den Sinn, wobei Space Debris letzen Endes alle diese Einflüsse zu einer ganz eigenständigen Melange vereinen. In den neueren Stücken macht sich darüber hinaus auch ein jazzrockiger Einfluss bemerkbar, der dem Wechsel an den Tasten geschuldet ist; der neue Keyboarder Winnie Rimbach Sator greift öfters ins E-Piano und sorgt dann für jazzige Akzente.

Letzten Endes darf man hier nichts weltbewegend anderes erwarten als auf den ersten beiden Teilen dieser Serie. Aber diese mit viel Kompetenz, Elan und Spielfreude dargereichte Mixtur macht einfach immer wieder Spaß. Nicht zuletzt, weil Space Debris es vermeiden, Weichspüler über die Musik zu gießen.

Etwas unpassend finde ich lediglich, dass auch hier wieder manche Titel ausgeblendet (und im Falle von Reprise of the Sun sogar eingeblendet) werden, was die Liveatmosphäre dann etwas beeinträchtigt. Auch Klangschnipsel im Sekunden- oder Minutenbereich bringen keinen echten Mehrwert. Aber was soll's das sind letzten Endes nur kleine Schönheitsfehler, ebenso wie die fehlenden Angaben zur Besetzung.

Hinweis: wie mir Christian Jäger dankenswerterweise mitgeteilt hat, finden sich die Besetzungsangaben etwas versteckt hinter den Songtiteln, allerdings nur die Nachnamen der Musiker.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.12.2011
Letzte Änderung: 4.12.2011
Wertung: 10/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Der dritte Streich im Reigen der Archive-Aufnahmen! Und die Qualitätsstandards sind mindestens so hoch anzusetzen wie bei den beiden Vorgängern. Momentan bin ich sogar geneigt, das auf Deepest View Gebotene für noch flüssiger und inspirierter und atmosphärisch dichter zu halten als die bisherige Auslese.

Der Sound bewegt sich zwischen psychedelischem Latino-Drive a la Santana, abgespaceten Dauerimprovisationen und krautigem Blues und Hardrock. Die Orgel-Sounds erscheinen mir hier noch etwas präsenter, die Gitarre noch ein wenig fetter, der Sound insgesamt einen Tick kraftvoller und lebendiger - wenn das noch möglich ist.

Die Stärke von Space Debris liegt eindeutig in der langen Improvisation. Ein kurzes Fragment wie Namber Nine tut dem positiven Gesamteindruck aber auch keinen Abbruch.

Fazit: Auch wenn die Darbietungen wieder aus verschiedenen Jahren zusammengewoben sind, ist doch ein einziger Flow über die Jahre hinweg zu spüren. Und es ist immer ein wenig bedauerlich, wenn die absolut stimmigen Improvisationen irgendwann ausgeblendet werden. Als Fan der späten Psychedelic der frühen 70er Jahre könnte man noch wesentlich länger in dieser Musik versinken...

Anspieltipp(s): Reprise of the Sun, Deepest View, Latrino Mortadella II
Vergleichbar mit: Deep Purple, Doors, Allman Brothers, Hawkwind, Santana
Veröffentlicht am: 28.12.2011
Letzte Änderung: 2.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Space Debris

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Krautrock-Sessions 1994-2001 11.00 1
2005 Kraut Lok 11.00 2
2006 Three 11.00 3
2007 Into the Sun. Live at Burg Herzberg Festival 2006 (DVD) 11.00 2
2008 Elephant Moon 11.50 2
2009 Live Ghosts 10.50 2
2011 Archive Volume 2: All Man 10.00 2
2011 Archive Volume 1: Journey to the Starglow Restaurant 10.00 2
2013 She's a Temple 10.33 3
2014 Phonomorphosis 11.00 2
2015 At Finkenbach 2012 11.00 1
2017 Behind the Gate 12.00 1
2017 Back to Universe. Archive Volume 4 11.00 1

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