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Pendragon

The Window Of Life

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993 (Reissue 2006 mit Bonustracks)
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Pendragon Toff Records / SPV (Reissue)
Durchschnittswertung: 9/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Nick Barrett guitar,vocals
Clive Nolan keyboards
Fudge Smith drums
Peter Gee bass guitar

Gastmusiker

Simon Forster harmonica

Tracklist

Disc 1
1. The Walls of Babylon 10:44
2. Ghosts 7:58
3. Breaking the Spell 9:18
4. The Last Man on Earth 14:40
5. Nostradamus (Stargazing) 6:19
6. Am I Really Losing You 4:48
7. The Third World in the UK   (Reissue-Bonus-Track) 7:17
8. Dune   (Reissue-Bonus-Track) 4:41
9. Sister Bluebird   (Reissue-Bonus-Track) 7:48
10. Fallen Dreams And Angels   (Reissue-Bonus-Track) 5:23
Gesamtlaufzeit78:56


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 4)


Im Fall von "The Window Of Life" handelt es sich um eine Veröffentlichung der britischen Band Pendragon aus dem Jahr 1993. Neben IQ zählt man ja zu den führenden Vertretern des melodischen britischen Neo-Progs. Gerade deshalb spalten sich die Prog-Anhänger in zwei Lager, nämlich in absolute Fans bzw. Hasser. Somit werden insbesondere Pendragon sehr kontrovers aufgenommen. Bei manchen Leuten geht die Abneigung sogar soweit, daß die beiden Köpfe der Band, Nick Barrett und Clive Nolan, regelrechte Reizfiguren sind, über die man sich nur lustig machen kann. Der reine Neo-Prog-Fan reagiert dann wegen dieser oft äußerst negativen Äußerungen sehr gekränkt.

Im Fall der Musik von Pendragon muß man objektiv zugeben, daß diese nicht besonders originell ist und es auch oftmals an der notwendigen Eigenständigkeit mangelt. Besonders auf "The Window Of Life" wird teilweise bei Pink Floyd und Genesis verhältnismäßig frech geklaut. Insbesondere das Gitarrenintro von "The Walls Of Babylon" stammt offensichtlich aus Pink Floyds "Shine On You Crazy Diamond". Dennoch ist die ganze Platte sehr angenehm zu hören und hat sehr schöne Momente. Besonders das romantische "Breaking The Spell" sticht positiv hervor. Der längste Titel "The Last Man On Earth" ist mit seinen 14:40 Minuten diesmal aber nicht der beste Titel. Auch der Titel "Nostradamus (Stargazing)" sorgt mit seinem eingängigen Refrain bei Konzerten für sehr gute Stimmung und heftiges Mitklatschen. Die bekennenden Neo-Prog-Hasser werden sich wahrscheinlich jetzt mit Schaudern abwenden. Meiner Meinung nach soll man das alles jedoch nicht so eng sehen. Auf jeden Fall kann eigentlich außer "Kowtow" jede Platte von Pendragon uneingeschränkt empfohlen werden.

Am Rand ist noch anzumerken, daß gerade für mich "The Window Of Life" eine besondere Bedeutung hat, da sie für mich Anfang 1994 zusammen mit IQ´s "Ever" den Einstieg in die sog. Prog-Szene bedeutete. Meine Begeisterung war damals unbeschreibbar, da ich ja sonst nichts anderes kannte, mit der Ausnahme von Marillion, Genesis und Yes natürlich. Mittlerweile hat sich das alles doch etwas relativiert. Besonders das Cover gefällt mir aber immer noch sehr gut. Wer redet hier von Kitsch?

Danach habe ich zwar viel progressivere und komplexere Bands kennengelernt, denen Pendragon nicht das Wasser reichen können. Irgendwann ist mir aber auch mal wieder nach leichterer Kost, so daß ich gelegentlich eine Platte meiner alten Helden auflege.

Anspieltipp(s): The Walls Of Babylon, Breaking The Spell
Vergleichbar mit: Genesis, Pink Floyd
Veröffentlicht am: 31.5.2002
Letzte Änderung: 31.5.2002
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 2 von 4)


Scheint, als hätte ich gerade ein kleines, persönliches NeoProg-Revival... Da wären die formidablen M!NDGAMES und Cast, die gerade meinen Player bevölkern. Und dazu kommen noch als jüngste Entdeckungen die Polen Sandstone, die Niederländer The Aurora Project und die Franzosen Sensitive To Light (über die alle auf diesen Seiten noch zu reden sein wird...). Und jetzt liegt mir auch noch das 1993er Album "The Window of Life" der NeoProg-Urväter Pendragon in einer Neuauflage vor...

...okay, 1993 wäre das vielleicht durchaus eine tolle Sache gewesen, aber in 2006 wirkt vieles von diesem Album eher unfreiwillig komisch. Zeitgemäßer NeoProg hört sich jedenfalls anders an, und vor allem von den genannten Mindgames sind Pendragon weit, weit weg.

Obwohl, mit "The Walls of Babylon" beginnt das Album recht ordentlich... auf ein langes "Shine On You Crazy Diamond"-Gitarrenintro folgt ein furioser "Watcher Of The Skies"-Part. Pendragon sind durchaus versierte Musiker, die das alles kompentent spielen können. Nick Barrett ist ein guter Gitarrist, hier kann die Band also ihre Stärken ausspielen. Und die Stärken von Pendragon sind sicherlich nicht Eigenständigkeit, sondern das kompetente Verwursten von Vorlagen aus 30 Jahren Prog. Wer sich an Barretts eher dünnem Gesang und den vielen Schmalztiegeln, die Pendragon immer wieder aufmachen, nicht stört, wird hier durchaus nett unterhalten.

Leider flacht das Album dann ziemlich stark ab... "Ghosts" plätschert genauso unauffällig vor sich hin wie "Breaking The Spell". Im Longtrack "The Last Man On Earth" gelingen den Mannen von Nick Barrett dann aber immerhin einige unerwartete Wendungen, so dass dieser Song ziemlich Spass macht. Mit Abstrichen gilt das sicherlich auch für "Nostradamus", bis allerdings dieser banale AOR-Refrain einsetzt. Live könnte das aber ein netter Fan-Mitgröhler sein ;-) Mit der Schnulze "Am I Losing You?" klingt "The Window Of Life" ruhig und poppig aus.

Bei der Neuauflage folgt nun aber noch die - wohl inzwischen komplett vergriffene - EP "Fallen Dreams And Angels" als Bonus. Eine sehr nette Dreingabe für die Fans. Und mit "The Third World In The UK", "Sister Bluebird" und dem EP-Titelsong sind typische Pendragon-Hymnen vertreten, die eindeutig zum besseren Material der Band gehören. Gut, "Sister..." ist ein bisschen zu lang geraten. Trotzdem: Diese Bonustracks werten das Paket doch deutlich auf.

Wer also Pendragon mag und eventuell "The Window Of Life" noch nicht hat, der sollte nicht zögern, jetzt zuzugreifen. Wer's schon hat, sollte sich Gedanken über die Bonustracks machen und der renovierte Sound des Albums ist aller Ehren wert...

Anspieltipp(s): The Walls Of Babylon, The Third World In The UK
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.5.2006
Letzte Änderung: 24.5.2006
Wertung: 7/15
ein Bonuspunkt wegen der Bonustracks

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Von: Gün Schote @ (Rezension 3 von 4)


Nein, nein, trotz aller Sympathie will ich hier auf den BBS nicht als Anwalt von Pendragon auftreten. Aber!

Der Weg, den die Band mit "The World" einschlug war durchaus langweilig. Zu süßlich, zu gefällig und berechenbar wurde die Band in den 90ern. Doch anders als der Vorgänger kann "The Window of Life" durchaus überzeugen.

Zunächst beginnt das Album albern mit einem "Shine On"-Remake-Intro, das der geneigte Hörer gerne überspringen darf. "The Walls of Babylon" selbst ist dann jedoch ein gelungener Auftakt: ein starker Refrain, akzeptable Melodien, wie sagt man so schön? "Passt schon!" Über Barretts Stimme kann man – fast hätte ich geschrieben "streiten". Braucht bzw. kann man natürlich nicht: sie ist schwach. Doch nicht schwächer als die unzähliger anderer Prog-Sänger auch, daher reiße man sich beim Zerreißen bitte kein Bein aus. Barretts Gesang ist dünn, aber nicht unerträglich.

Mit "Ghosts" und "Breaking the Spell" folgen zwei Stücke, die mir persönlich wieder etwas zu harmonisch und glatt daher kommen. Schlecht sind sie nicht, aber auch keine zeitlosen Meisterwerke. Zeitlose Meisterwerke! Hm, irgendwie schaffen es Pendragon nicht, solche zu kreieren. Warum?

"The Last Man on Earth" ist für mich immerhin das Meisterwerk des Albums. Vielleicht sogar der beste Song der Band seit 1990. Trotzdem ist auch dieser Longtrack zu leicht verdaulich. Nolan verklebt alles mit seinen Keyboardflächen, Gee spielt unauffällig wie immer, Fudge allerdings legt hier eine seiner besseren Performances hin. Ich mag diesen Song ausgesprochen und bestehe hier nicht auf unglaublich komplexe Einlagen und Innovationen. Ich höre, schwelge und lasse währenddessen Henry Cow Henry Cow sein. Das Stück ist vernünftig aufgebaut, hat keine Längen und kann wieder durch hübsche Melodien und einen klasse Refrain punkten.

Mit "Nostradamus" und "Am I Really Losing You?" schließt das Album wie es begann: harmonisch, leicht verdaulich und schön. Aber! Ich gönne Barrett seinen "Schönsound" und wünsche ihm viele verkaufte Tonträger. Hätte er die Band nach diesem Album zu Grabe getragen, so wäre die Welt nicht ärmer.

Anspieltipp(s): The Walls of Babylon
Vergleichbar mit: Marillion/Floyd in rosa
Veröffentlicht am: 27.12.2010
Letzte Änderung: 30.7.2013
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Auch für mich ist "The Window of Life" ein deutlich besseres Album als sein Vorgänger von anno 1991. Okay, es finden sich auch hier einige Passagen, die ähnlich seicht daherkommen, aber doch irgendwie delikater als zuvor. Andererseits finden sich aber auch absolut gelungene Kompositionen mit viel Grandezza, Bombast, Pathos und Atmosphäre. Wem das alles nichts ausmacht, wer auf Wohlklang im besten Sinne des Wortes steht, der wird seine Freude an diesem Album haben. Ich bin im Wesentlichen auf einer Linie mit Horst und Gün und möchte nur noch einige kurze Ergänzungen anfügen.

"The Walls of Babylon" mit seinem "Shine"-Intro (ist stilistisch so nahe am Original, dass es schon wieder cool ist) ist vielleicht das beste Stück, das Barrett geschaffen hat. Das Gitarrensolo ab 4:47 (am besten mit Kopfhörer genossen, da so die zwei verschiedenen Gitarrenlinien besser durchkommen) ist ein erhabenes Stück Musik. Ich möchte Gün widersprechen: wenn man das Intro überspringt, fehlt dem Stück etwas. Das wird einem bewusst, wenn man die live-Version auf Concerto Maximo zum Vergleich heranzieht.

Der Gesang? Wurde an anderer Stelle schon diskutiert und kritisiert. Ich finde ihn absolut vernachlässigbar. Die Stimme ist eine von vielen Klangfarben, die weder heraussticht, noch stört. Und nicht schlechter ist als viele andere des Genres.

Dass sich das Album bei seiner Wiederveröffentlichung 2006 nicht so anhörte, wie zeitgemässer Neoprog, kann man einer Scheibe von 1993 ja wohl nicht ernsthaft vorwerfen.

Alles in Allem ein gutes Neoprog-Album mit einigen tollen Momenten.

Anspieltipp(s): The Walls of Babylon, The Last Man on Earth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.1.2011
Letzte Änderung: 20.1.2011
Wertung: 9/15
Walls of Babylon 12

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pendragon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 The Jewel 9.00 2
1986 9:15 Live 8.00 1
1988 Kowtow 8.00 1
1991 The World 7.00 3
1991 The rest of 4.00 1
1993 The very very bootleg 4.00 1
1994 Fallen Dreams and Angels 6.50 2
1995 Utrecht...The final frontier 7.00 1
1996 The Masquerade Overture 10.50 2
1996 As Good As Gold 7.00 1
1997 Live in Krakow 1996 7.00 1
1999 "Once Upon A Time In England" Volume 1 8.00 1
1999 "Once Upon A Time In England" Volume 2 4.00 1
2000 The History: 1984-2000 8.00 1
2001 Not of this world 9.50 2
2002 Acoustically challenged 7.00 1
2005 Believe 6.75 4
2006 And Now Everybody To The Stage... (DVD) 11.00 1
2007 Past And Presence (DVD) 11.00 1
2008 Pure 9.00 4
2009 Concerto Maximo (DVD) 9.00 1
2011 Passion 8.00 4
2012 Out Of Order Comes Chaos (DVD) 9.00 1
2013 Out of Order Comes Chaos 9.00 1
2014 Men Who Climb Mountains 10.00 1

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