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Antoine Fafard

Solus Operandi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion
Label: Unicorn Digital
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Antoine Fafard Classical Guitar, Fretless Bass

Gastmusiker

Dave Weckl Drums #1, 6, 7
John Anderson Trumpet #4, 6
Eric Boudreault Drums #13
Eric Brosseau 6 & 12 String Acoustic Guitars #2
Magella Cormier Drums #2, 3, 10, 11
Jerre de Villiers Jr. Electric Guitar #7, 10
Jean-Pierre Dodel Electric Guitar #11
Martin Maheux Drums #4, 8, 9, 12, 14, 16 (right channel)
Stefane Pelletier Classical Guitar #13
Vincent Pellerin Soprano Saxophone #9
Tom Quayle Electric Guitar #16
Marc Tremblay Electric Guitar #12
Marc Laflamme Drums #16 (left channel)

Tracklist

Disc 1
1. New Venture 5:05
2. Dye a Log 3:50
3. E+3 4:34
4. Horny Cat 4:15
5. Solus Souls 2:41
6. Acoustap 5:25
7. Phree Motion 5:17
8. The A Tune 4:20
9. Rebirth 4:29
10. Cape Spear 5:40
11. Smooth Bees 4:01
12. Mare Kuze 5:16
13. Free Spirit 5:01
14. Side Passage 4:31
15. Solitary Sei 1:49
16. Xenochronic Blast 6:06
17. Coda 2:24
Gesamtlaufzeit74:44


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Wie wandelbar Musiker sein können. Mit Spaced Out bringt Antoine Fafard es bis 2011 auf fünf Studioalben, wobei die kanadische Band sich vom Fusion-Prog in Richtung Jazz- und Fusion-Metal entwickelte. Klanglich dezenter präsentiert sich der Bassist auf seinem Solo-Debut. Das liegt an der Wahl der Instrumente: Fretless Bass und klassische Gitarre lösen den E-Bass ab.

Der in London beheimatete Kanadier liefert bei 75 Spielminuten sagenhafte 17 jazzbetonte Instrumentalstücke, die mit Einflüssen aus Funk und Flamenco ebenso angereichert sind wie mit Latino- oder afrikanischen Rhythmen. Die Stücke dauern überwiegend vier bis fünf Minuten und sind so konsequent strukturiert, dass kein Platz für Tonleiterdudelei bleibt. Man merkt, dass Fafard aus dem Progressive Rock kommt: Die Kompositionen stehen im Vordergrund, so dass selbst der wenig Jazz-Rock-affine Hörer viel Spaß haben kann. Fafard gelingt es, die kompositorische Qualität permanent hoch zu halten.

Die lange Liste der Gastmusiker umfasst Instrumentalisten aus der kanadischen Jazz-Szene, zwei Kollegen von Spaced Out und als Stargast auf drei Stücken Schlagzeuglegende Dave Weckl. Gastbeiträge an Trompete, Saxofon, elektrischer, akustischer und klassischer Gitarre sowie Drums sind reichlich zu finden, so dass die Inspirationsquellen aus unterschiedlichen Musikkulturen adäquat abgebildet werden können.

Geschmackvolle Sounds und elegante Arrangements prägen das Gesamtbild. Klanglich ist das Album auf Top-Niveau - glasklar und warm klingen alle Instrumente, weshalb die Musik trotz der spieltechnischen Komplexität entspannt und entspannend wirkt. Elektrisch interpretierte Stücke bieten ein gutes Gegengewicht wie z.B. Phree Motion, ein tolles Fusion-Kabinettstück mit Dave Weckl und dem britischen Jazz-Gitarren-Virtuosen Tom Quayle.

Obwohl der Fretless und die klassische Gitarre das Klangbild bestimmen, sind die Drums das heimliche Highlight des gesamten Albums: Mal eher percussiv oder jazzig-verspielt, dann rockig-treibend oder dezent solierend. Tastenarsenal sucht man vergeblich, gelegentliche Keyboardsounds werden durch die Gitarre geliefert, Trompete und Saxofon setzen wohl dosierte akustische Farbtupfer und bereichern die Klangfülle des Albums.

Das Album eignet sich für eine musikalische Entdeckungsreise am entspannten Sonntag Nachmittag genauso wie für eine Intensiv-Hörung mit dem Kopfhörer. Ein virtuos interpretiertes, reifes Werk der besonders geschmackvollen Art.

Anspieltipp(s): Phree Motion, Xenochronic Blast
Vergleichbar mit: Al Di Meola
Veröffentlicht am: 6.1.2012
Letzte Änderung: 7.1.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Antoine Fafard

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2017 Proto Mundi (inklusive ‚Doomsday Vault‘) 13.00 1

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