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Anton & The Headcleaners

Rotor

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Blues; Funk; HardRock; Jazzrock / Fusion; Mathrock
Label: Unit Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Anton Brüschweiler guitar, voice
Ephrem Lüchinger keyboards
Speedy bass
Rico Baumann drums

Gastmusiker

Martina Schibler voice (5)
Andreas Schärer voice (11)
Beat Affolter trumpet (5,9)
Peter Fischer percussion
So:ren Berner rap (3)

Tracklist

Disc 1
1. Rotor 3:13
2. Reframing 4:06
3. Ugly Bluz 5:23
4. Zen Metal 4:31
5. False Flag Terrorism 6:44
6. Breakfast With Osama 3:56
7. 4 Fab 4:45
8. Triangel 3:55
9. Black Summer 3:01
10. Ambivalenzia 3:58
11. Immortal   (die CD läuft noch bis 7:54 weiter, am Schluss gibt's dann noch 'Geräusche', haha) 4:40
Gesamtlaufzeit48:12


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Anlässlich der vielleicht letzten Freakshow aller Zeiten am 01.10.2011 spielten unter anderem Anton & The Headcleaners aus der Schweiz auf. Ihr virtuos dargebotener Jazzrock war nicht jedermanns Geschmack, den des Rezensenten traf er ziemlich direkt. Das Bandleader Anton Brüschweiler ein begabter Gitarrist ist, war zu hören, und außerdem, dass er ein lustiger Geselle ist, wie seine Ansagen vermuten ließen.

Das zweite Album der Headcleaners - "Rotor" - erschien 2011, nachdem Anton Brüschweiler sich aufgrund eines gewonnenen Stipendiums eine künstlerische Auszeit nehmen und sich voll auf die Komposition neuer Musik konzentrieren konnte. "Rotor" ist auch mitnichten so tief im Jazzrock verwurzelt, wie der Liveauftritt der Band in Würzburg vielleicht vermuten ließ. Brüschweiler spricht in seiner humorvollen Art von "Urban Crossover, Free Funk, Trash Rock, Drum'n'Bass" und liegt damit, so komisch das klingen mag, nicht mal so daneben.

Auf einem virtuosen Jazzrock-Fundament entspinnt sich mitreißende Instrumentalmusik, die vor kleinen Gimmicks, kuriosen Soloausflügen aller Beteiligten, krummen Rhythmen und seltsamen Brüchen und Wechseln nur so strotzt. Im Mittelpunkt steht natürlich die verspielt-virtuose Gitarrenarbeit von Brüschweiler selbst, der seinen Holdsworth und seinen McLaughlin sicherlich gut studiert hat, aber dann sein eigenes Ding daraus macht. Neben pfeilschnellen Jazz-Läufen stehen dann eben harte Riffs, bluesige Einlagen und funky Tappings. Trotzdem spielt hier eine Band, in der alle Beteiligten zu ihren Rechten kommen und so solieren munter auch die Tasten, der Bass bollert und grummelt und das Schlagzeug wirbelt im Untergund. Das abschließende "Immortal" unternimmt gar einen Ausflug in Doom-Gefilde.

Das der Spaß auch auf dem Album nicht zu kurz kommt, zeigen die Songtitel, die letztlich die der Komposition zugrunde liegenden Ideen dokumentieren, eben z.B. die Verbindung von Metal und Zen-Meditation ("Zen Metal"). Das "Breakfast With Osama" ist übrigens bildlich auf der Homepage von Brüschweiler dokumentiert. Auch die gelegentlichen Vokal-Einlagen haben eher humoristisch-dadaistischen Charakter und zaubern immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht des Hörers. Da muss sich auch niemand vor dem 'Rap' in "Ugly Bluz" fürchten, so hat man das eh noch nicht gehört.

"Rotor" verpackt anspruchsvolle und mitreißende Instrumentalmusik recht leichtgewichtig. So macht das richtig Spaß.

Anspieltipp(s): Rotor, Ugly Bluz, Breakfast With Osama
Vergleichbar mit: der Idee des Mahavishnu Orchestras, aber in einer defomierten Schweizer Spezialversion
Veröffentlicht am: 15.1.2012
Letzte Änderung: 4.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anton & The Headcleaners

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 MessAge 10.00 1

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