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Lunatic Soul

Impressions

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Moderne Electronica; New Artrock; Worldmusic / Ethno
Label: kscope
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mariusz Duda vocals, glockenspiel, acoustic guitar, fender jazz bass, keyboards, percussion, effects, kalimba, ukulele, the book, the sea

Gastmusiker

Maciej Szelenbaum piano, flute, strings, quzheng
Wawrzyniec Dramowicz drums

Tracklist

Disc 1
1. Impressions I 5:29
2. Impressions II 4:04
3. Impressions III 7:03
4. Impressions IV 3:57
5. Impressions V 5:02
6. Impressions VI 7:33
7. Impressions VII 3:13
8. Impressions VIII 4:24
9. Gravestone Hill   (remix) 3:51
10. Summerland   (remix) 4:26
Gesamtlaufzeit49:02


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Kollegen-Zitat: "...dass ich mir nun wünsche, dass Lunatic Soul kein weiteres (man ist ja schnell mal bei einer Trilogie ;-) gelandet), etwa "graues" Album produziert." Oha, da isses aber schon... Mariusz Duda - der Kopf von Riverside - bringt zum dritten Mal sein Soloprojekt Lunatic Soul an den Start. Und nach dem schwarzen und dem weißen Album folgt tatsächlich das graue Album - "Impressions".

"Impressions" enthält acht weitgehend instrumentale Aufnahmen (wenn schon eine Stimme vorkommt, dann nur als lautmalerischer 'Gesang'), die brav von eins bis acht durchnummeriert sind. Die ersten vier "Impressions" entstanden während der Aufnahmen zum ersten Lunatic Soul-Album und sollten eigentlich die dortigen Stücke flankieren. Ein Ansatz, den Duda aber dann wieder verwarf, obwohl er auch parallel zum zweiten Lunatic Soul-Album weitere vier Instrumental-Stücke aufnahm. Das Label überzeugte Duda schließlich, dass diese Musik zu gelungen sei, um in den Archiven zu verschwinden. So bilden nun diese acht Instrumentals den Kern des dritten Lunatic Soul-Albums. Dazu kommen noch zwei Remixe von Songs aus dem ersten und zweiten Album, diese dann auch mit 'richtigem' Gesang.

Duda hat dieses Album wahrlich fast im Alleingang aufgenommen. Er spielt noch mehr Instrumente, als auf den ersten beiden Lunatic Soul-Alben, und sorgt so für doch eine gewisse Farbigkeit und Abwechslung. Seine beiden - gewohnten - Mitstreiter, Maciej Szelenbaum an Flöte und Piano, sowie Wawrzyniec Dramowicz (Indukti) am Schlagzeug, unterstützen nur ganz gelegentlich. Dramowicz sogar nur einmal.

"Impressions" ist ruhig, getragen, melancholisch, nachdenklich, introvertiert... ein echtes Herbstalbum, wenn man so will und dazu passt natürlich auch dieses graue, nebelverhangene Erscheinungsbild. Erwähnte ich schon, dass das Album sehr ruhig und getragen daherkommt? Ach ja... stimmt. Trotzdem gelingt es Duda mit seinen mannigfaltigen Instrumenten und Gimmicks - von Buchblättern über allerlei Geplinge, Geflirre und Geplucker bis Meeresrauschen - das Ganze recht interessant zu gestalten. So hat die Musik einen gewissen elektronischen Charakter. Darüberhinaus nimmt man gelegentlich an Mike Oldfield erinnernde Passagen und die mehr als deutliche Kopie des "One of these days"-Riffs (obwohl das ist so offensichtlich, dass es nur als Hommage gemeint sein kann...) gerne in Kauf. Ohnehin sobald die Musik etwas bewegter wird, hat das Album seine besten Momente. "Impression IV" könnte allerdings auch glatt auf einem Porcupine Tree-Album vorkommen.

Wie schon die beiden Vorgänger-Werke ist auch "Impressions" sehr ruhig, überwiegend getragen, düster und introvertiert ausgefallen (ich erwähnte es). Vielleicht wegen des instrumentalen Charakters ist das alles sogar noch verstärkt ausgefallen. Trotzdem ist das Album auf seine eigene Art sehr schön (und das wirklich im Wortsinne). Wer's also mal ruhig und verträumt mag... hier ist er richtig. In der richtigen Stimmung genossen mag die Musik sozusagen eine heilende, tröstende Wirkung entfalten. Oder einen wahnsinnig machen, wenn man eben gerade das Ruhige und Schöne nicht ab kann.

Die beiden Remixe sind durchaus gelungen, vielleicht etwas 'poppiger', fröhlicher als die Originale. Aber sie passen halt überhaupt nicht zu den instrumentalen Tracks beziehungsweise zur Stimmung des Albums. Warum man diese beiden Songs hier noch platziert hat, bleibt ein Rätsel.

Riverside-Fans sind gewarnt... Mariusz Duda macht solo wirklich ein ganz anderes Ding (gut so, wozu sollte es sonst Soloprojekte geben?), das ist wahrlich nicht jedermanns Ding und mir auch in seiner Gesamtheit etwas zu ruhig geraten.

Anspieltipp(s): Impression III, Impression VI ...aber eigentlich bringt's nur durchhören
Vergleichbar mit: ruhige, elektronischen Floyd (verschiedener Phasen), Chroma Key
Veröffentlicht am: 18.1.2012
Letzte Änderung: 11.3.2014
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lunatic Soul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Lunatic Soul 10.00 2
2010 Lunatic Soul II 9.67 3
2014 Walking on a Flashlight Beam 11.67 3
2017 Fractured 12.00 3

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