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Czeslaw Niemen

Niemen Enigmatic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971
Besonderheiten/Stil: Blues; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog
Label: Polskie Nagrania
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jacek Mikula Organ, Piano
Zbyszek Namyslowski Flute
Tomasz Jaskiewicz Guitar
Janusz Zielinski Bass
Czeslaw Bartkowski Drums
Janus Stefanski Drums
Czeslaw Niemen Vocals, Flute

Gastmusiker

Vocal Group Partita Vocals
Krystyna Pronko, Zofia Borca, Elizabieta Linkowska Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Czlowiek jam niewdzieczny   (LP Seite 1) 20:44
2. Aerumnarum plenus   (LP Seite 2) 7:39
3. Italiam, Italiam 4:48
4. Enigmatyczne impresje 5:44
5. Nie jestes moja   (LP Seite 3) 8:10
6. Wróc jeszcze dzis 4:13
7. Mój pejzaz 5:15
8. Sprzedaj mnie wiatrowi   (LP Seite 4) 4:35
9. Zechcesz mnie, zechcesz 3:41
10. Chwila ciszy 5:03
11. Muzyko moja 3:52
Gesamtlaufzeit73:44


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


1971 erschien auf dem polnischen Staatslabel Polskie Nagrania als Nachfolger seiner ersten Progscheibe "Enigmatic" eine Doppel-LP von Czeslaw Niemen. Wie dieselbe genau heißt ist etwas unklar. Auf der mir vorliegenden originalen LP steht erst einmal gar nichts, weder auf dem Cover noch auf dem Rücken des Albums. Klappt man das Teil auf sind zwar die einzelnen Titel der vier Seiten aufgeführt und unten steht groß "Niemen", aber nichts weiter, was man als LP-Titel zu identifizieren könnte. Auf den LP-Labels steht dann allerdings "Niemen Enigmatic" als Titel. Im weltweiten Netz wird das Album meist unter dem Titel "Niemen" geführt, allerdings auch als "Człowiek jam niewdzięczny", "Ungrateful Man I Am", "Czerwony Album", "Red Niemen" oder "The Red Album". CD-Reissues werden meist unter dem Titel "Człowiek jam niewdzięczny" vertrieben. Verwirrend!

Sehr rot ist das Album zumindest und "Człowiek jam niewdzięczny" ist der Titel des ersten und weitaus längsten Stücks. Aber, nach meiner LP zu schließen, ist der richtige Name des Albums "Niemen Enigmatic", was natürlich zu Verwechslungen mit dem zwei Jahre vorher erschienen Album führen wird. Sehr verwirrend!

Zur Musik! Hier muss man, wie schon auf "Enigmatic", zwischen dem langen ersten Stück und dem Rest des Albums unterscheiden. Die kürzeren und mittellangen Nummern ab Track 2 bieten eine Art von bluesigem Protoprog à la Procol Harum, bestimmt von Orgel (bemerkenswerter Weise nicht von Niemen gespielt), und E-Gitarre und voran getrieben von der stark besetzten Rhythmusabteilung, in dessen Zentrum Niemens kraftvolle Stimme steht, die (leider) immer wieder von voluminösem Backgroundgesang diverser Damen unterstützt wird. Verschiedene längere, durchaus dicht verwobene Instrumentalabschnitte, kurze wüste Freispieleinlagen und einige Flötenlinien lassen bisweilen eine jazzig-rockige, progressiv-experimentelle bzw. folkige Atmosphäre aufkommen. Ansonsten ist das mitunter ganz schön hart an der Kitschgrenze, sind Niemens expressive Stimmeinlagen zusammen mit dem nicht minder ausdrucksstarken Kreischen der Damen schwer zu ertragen.

Auch "Człowiek jam niewdzięczny" beginnt erst einmal nach dem eben umrissenen Schema, wobei die Damen etwas dezenter zu Gange sind. Nach fünf Minuten übernimmt dann Mikulas Orgel und es entwickelt sich ein munterer Protoprog-Jazzrock-Jam, der fünfzehn Minuten abwechslungsreich und ganz instrumental dahingleitet. In der Mitte der Nummer gibt es einen kurzen Freispielteil, bestimmt von allerlei Gitarren-Plingen, Bass-Wummern und Getrommel, dem sich ein schwungvoller, von der E-Gitarre bestimmter Abschnitt anschließt. Nach dem obligatorischen, aber nicht überlangen Schlagzeugsolo klingt dann das Stück wieder mit einer Coda auf den Songabschnitt vom Anfang aus. Schön!

Allzu große Unterschiede zum 1969 veröffentlichten Schwesteralbum sind auf "Niemen Enigmatic" eigentlich nicht ausmachen, ist die kompositorische Rezeptur doch sehr ähnlich. Das lange "Człowiek jam niewdzięczny" und die eine oder andere komplex-jazzig-progressive Stelle in den anderen Stücken deuten aber den Wandel an, der sich in Niemens Musik ein Jahr später vollzogen haben sollte. Nachdem er mit den Musikern der Silesian Blues Band neue Mitspieler gefunden hatte, wandte sich der Pole mit "Marionetki" wirklich progressiven Klängen zu. Wer Procol-Harum-Artiges und den Vorgänger "Enigmatic" schätzt und keine Aversionen gegen uuuuuh- und aaaaah-kreischende Damen hat, der kann hier aber trotzdem einmal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.1.2012
Letzte Änderung: 17.5.2016
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Czeslaw Niemen

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Enigmatic 11.50 5
1972 Marionetki 12.00 1
1972 Strange is this world 11.00 1
1973 Ode to Venus 10.00 1
1974 Aerolit 12.00 1
1974 Mourner´s Rhapsody 8.00 1
1975 Katharsis 11.00 1
1977 Idée Fixe 11.00 1
1980 Postscriptum 10.00 1
2007 41 Potencjometrów Pana Jana 10.00 1
2009 Kattorna / Pamflet na Ludzkosc 11.00 1
2010 Terra Deflorata - Koncert 10.00 1

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