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Cowboys From Hell

Big Fish

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant; Zappaeskes
Label: Double Moon Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Christoph Irninger Tenorsaxophon, Bassklarinette, Effekte
Chrigel Bosshard Schlagzeug, Perkussion
Marco Blochinger Bass, Effekte

Tracklist

Disc 1
1. Horror show 5:58
2. Hymn for the sailor 6:22
3. Hymn for the traitor 1:45
4. Walk 7:06
5. Hilverblues 2:56
6. Big fish 5:15
7. Mary Jane 6:29
8. WWW 5:17
9. Hell wach 6:22
10. Sandfrau 4:52
Gesamtlaufzeit52:22


Rezensionen


Von: Charly Heidenreich @ (Rezension 1 von 2)


Wer glaubt, die Schweiz sei populärmusikalisch unterentwickelte Diaspora, mag insofern recht haben, als es, zumindest nach meinem Erkenntnisstand, wohl tatsächlich bis auf die eine oder andere Eintagsfliege fast keine internationalen Pop- bzw. Rockgrößen im Land der Kühe und Banken gab und gibt.

Die endemische Szene allerdings kann in fast allen Bereichen abendländischer Popularmusik mit interessanten Künstlern bzw. Formationen aufwarten, und hier soll nun die Rede sein von einer hochenergetischen jungen Dreierformation, die sich bereits 2005 zusammengefunden hat, um entweder parallel zu oder beeinflußt von den sich in Südeuropa entwickelnden JAZZCORE-Trioformationen dem Jazz in seiner wohl momentan energetischsten Form zu huldigen.

Wie ihre allerdings durch die Instrumentierung deutlich metallischer klingenden deutschen Kollegen PANZERBALLET haben auch sie eine Schwäche für "Verkrassungen" von Kompositionen ihrer Jugendidole, was sich auf vorliegendem Zweitling im ordentlich mit Effekten des Saxophons versehenen PANTERA-Klassiker "WALK" zeigt, beim Debut sind es dann tatsächlich Versionen von SIMON & GARFUNKELs "SOUNDS OF SILENCE" und ein Tribut an die großen Erfinder des Crossover mit dem Titel "COWBOYS AGAINST THE MACHINE".

Dabei gehen die Drei rhythmisch gar nicht mal so arg vertrackt zu Werke, und auch die Härte hält sich in Grenzen. Der hektisch-nervöse Opener HORROR SHOW gibt mit einem nicht endenwollenden Wah-Wah-Saxophonsolo die Marschrichtung vor, es groovet und funkt ("HYMN FOR THE TRAITOR", "WWW"), MESHUGGAH-Rhythmik wird zelebriert und auch Altmeister FRANK ZAPPA schaut beim zu Beginn sogar recht elegisch daherkommenden "MARY JANE" um die Ecke.

Der wunderbar singende Bass und das quasi ständig solierende Schlagzeug halten den Hörer regelrecht auf Spannung - schließlich könnte es bei so einer Dreierkiste ja auch schnell mal langweilig werden - und untermalen auf höchstem instrumentellen Niveau die melodiösen Klangstrukturen des mit reichlich Effekten versehenen Saxophons.

Nun schicken sich die drei Virtuosen an, auch das umliegende Ausland mit ihrer Musik zu erobern, denn zur Präsentation ihrer am 1. Februar erst offiziell erscheinenden Scheibe BIG FISH haben sie neben den Frühjahrshows in der Schweiz auch ein paar interessierte Clubs in deutschen Städten gefunden.

Den Auftakt macht ein kurzfristig und kurzentschlossen vereinbarter FREAKSHOW-IN-CONCERT-Auftritt in Würzburg, bevor sie über Hamburg, Berlin, Rüsselsheim und Offenburg wieder heim in die Berge ziehen, eine Spur der musikalischen Verwüstung/Begeisterung hinter sich her ziehend, hoffentlich mit dem Versprechen, wieder zu kommen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.1.2012
Letzte Änderung: 10.3.2012
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Auf ihrem zweiten Album verzichtet das Schweizer Trio auf die Hinzunahme eines Sängers. Eigentlich schade, denn Andi Peters Einsätze auf Monster Rodeo hatten der Musik noch einen zusätzlichen Pep verliehen. Aber auch komplett instrumental liefern die Höllenkuhbuben ein Feuerwerk avantgardistischen Jazzrocks ab.

Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder die Klänge, die Christoph Irniger dem Tenorsaxophon entlockt. Mit allerlei Effekten verfremdet, klingt es nur selten typisch "trötig", sondern gemahnt mal an eine metallisch riffende E-Gitarre, mal an irgendeinen elektronischen Klangerzeuger, oder an irgendetwas, das man sich als Klangquelle kaum vorzustellen vermag. Aber hier ist kein Musiker auf Egotrip unterwegs, der knackige Bass und das beständig wuselnde Schlagzeug stehen gleichberechtigt daneben und sind viel mehr als bloße Rhythmusgeber.

Oben habe ich den Begriff "avantgardistisch" verwendet, was den ein oder anderen vielleicht in der Erwartung völlig unnahbaren Krachs zurückschrecken lässt; das wäre voreilig, denn eigentlich sind die Cowboys etwas gemäßigter unterwegs als gestandene Krachmacher der Marke Panzerballett oder Jean Louis. Weniger metallisch als erstere, weniger sperrig als letztere (bei denen die Trompete auf ähnliche Weise verfremdet wird wie hier das Saxophon), und weniger vertrackt als beide; aber auch so bietet Big Fish komplexen Jazzrock auf höchstem Niveau. Kein lauer Spülwasser-Fuzak, sondern eine ordentliche Spülung der Gehörgänge. Stark!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.3.2012
Letzte Änderung: 10.3.2012
Wertung: 11/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Monster Rodeo 11.00 1

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