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Cowboys From Hell

Monster Rodeo

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; RIO / Avant
Label: altrisuoni
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Christoph Irniger Tenorsaxofon, FX
Richard Pechota Bass
Chrigel Bosshard Schlagzeug

Gastmusiker

Andi Peter Gesang (1,3,8)

Tracklist

Disc 1
1. Crouching tiger, hidden cow 5:12
2. Dunschtig 8:43
3. Schiller 5:13
4. Sounds of silence 5:51
5. Lonesome Bill 4:43
6. Chrampf 6:00
7. Halloween 6:11
8. Cowboys against the machine 6:00
9. Iphigenia 7:08
Gesamtlaufzeit55:01


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Monster Rodeo ist das Debüt der 2005 gegründeten Schweizer Formation Cowboys From Hell. Nicht etwa Country Music erwartet den Hörer darauf, sondern purer Jazzcore, hart, treibend, vertrackt. Mit Saxofon, Bass und Schlagzeug spielt das Trio in gewöhnlicher Jazzbesetzung, aber was die Herren produzieren, ist alles andere als gewöhnlich. Verglichen mit anderen Jazzcorern wie Panzerballett, den Franzosen Jean Louis oder dem ebenfalls in der Schweiz ansässigen Lucien Dubuis Trio ist die Musik der Höllencowboys in allen Punkten zurückhaltender: weniger laut, weniger metallisch, weniger vertrackt, auch nicht durchweg in halsbrecherischem Tempo.

Dennoch bieten die Drei keine leichte Kost. Recht flott und mit ordentlich Power kommt die Musik aus den Boxen gesprudelt, driftet immer mal wieder ins Schräge oder Metallische ab, um kurz darauf zu locker-flockigen Grooves zu wechseln. Die Gitarre sägt, kracht und brettert unentwegt in komplex-verzwirbelten Riffs und Soli, der Bass rumpelt, das Schlagzeug wuselt beständig umher, beide auch eigentlich Soloinstrumente statt bloßer Begleitung. Kurzum: alles, was das Herz des Avant-Jazzrockers begehrt. Aber Moment, was heißt hier Gitarre? Steht doch garnix davon in der Besetzung dabei? Tatsächlich ist das, was nach E-Gitarre klingt, ein verfremdetes Saxofon. Dies wird auch noch auf andere Weise verfremdet und produziert allerlei über- und unterirdische Geräusche, die für zusätzliche klangliche Abwechslung sorgen. Nur gelegentlich ist das Saxofon als solches zu identifizieren.

Ähnlich wie die erwähnten Panzerballett nehmen sich auch die Cowboys gerne mal fremdes Material zur Verkrassung vor. Hier ist es der "Simon & Garfunkel"-Klassiker Sounds of Silence, der aber gar nicht mal soooo krass dargebracht wird. Zu Anfang noch recht ruhig und erkennbar, wobei das (hier "normal" klingende) Saxofon die Gesangsmelodie spielt, legt es erst im weiteren Verlauf an Dynamik zu. Da darf das Saxofon ein paar metallische Gitarrenriffs hervorbringen und auch noch ein schräges Solo liefern.

Ein besonderes Schmankerl sind die Gesangseinsätze von Andi Peter auf drei Stücken. Mal lakonisch, mal expressiv geschrieen oder im Staccato herausgestoßen liefert er mehr oder weniger sinnvolle Textzeilen wie "Wir sind gekommen, euch in den Arsch zu treten" (immer gerne!) oder "Tanz mit mir den Eiertanz". Klasse! Den Herrn bitte mal wieder engagieren!

Die Cowboys sind eine wunderbare Neuentdeckung im Jazzcore-Bereich. Wer auf die Klänge der oben genannten Bands steht, sollte hier zugreifen! Reinhören ist auf der Homepage der Band möglich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.2.2012
Letzte Änderung: 4.2.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cowboys From Hell

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Big Fish 11.50 2

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