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Sigur Rós

Inni

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: live; Postrock
Label: Krunk
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jón Þór Birgisson Vocals, guitar, piano, pump organ, keyboards, bass
Kjartan Sveinsson Keyboards, guitar, backup vocals, flute
Georg Hólm Bass, toy piano
Orri Páll Dýrason Drums, keyboards, xylophone

Tracklist

Disc 1
1. Svefn-g-englar 10:12
2. Glósóli 6:52
3. Ný batterí 8:38
4. Fljótavík 3:38
5. Við spilum endalaust 3:58
6. Hoppípolla 4:13
7. Með blóðnasir 2:22
8. Inní mér syngur vitleysingur 4:08
9. E-Bow 9:09
Gesamtlaufzeit53:10
Disc 2
1. Sæglópur 7:40
2. Festival 7:35
3. Hafsól 8:28
4. All Alright 5:41
5. Popplagið 15:23
6. Lúppulagið 5:59
Gesamtlaufzeit50:46


Rezensionen


Von: Kristian Selm


Die Uhren scheinen in Island irgendwie anders zu ticken. Mit dreijähriger Verspätung legen Sigur Rós ein Livealbum ihrer 2008er Tour vor. Mitgeschnitten an zwei Abenden im Londoner Alexandra Palace ist „Inní“ der erste offizielle Konzertmitschnitt vor einem großen Publikum, nachdem das 2007er Werk „Heim / Hvarf“ doch mehr eine Zusammenstellung vor einem sehr elitären Kreis während verschiedener Auftritte in der Heimat darstellte.

Abgesehen von der zeitlichen Verzögerung ist „Inní“ das vorläufig ultimative Livestatement einer überaus eigenständigen Band, die sich nie um irgendwelche Trends geschert hat und trotzdem in jeglicher Hinsicht sehr erfolgreich in ihrem ganz eigenen Mikrokosmos lebt. Als formidabler Querschnitt durch alle ihre Studiowerke ist dieses 2fach Livealbum eine emotionale Achterbahnfahrt, die nicht nur die anschwellende Dynamikexplosionen des Post Rocks perfektioniert hat, sondern eben auch auf der Gefühlsebene noch mehr berührt, als dies auf den Originalaufnahmen gelingt. Sigur Rós sind live zerbrechlicher, kratzbürstiger, ziemlich oft einfach hinreißend schön, aber eben auch aufwühlender und intensiver. Dieser Mitschnitt fließt mal wie ein sanftes Bächlein, um später zu einem mächtigen Strom anzuschwellen. Dazu kommt ein grandioser Sound, der den Zuhörer förmlich einsaugt und zu einem Teil des Konzerterlebnisses vereinnahmt.

Dass der anspruchsvolle Touch auch mal komplett in die Hosen gehen kann, dokumentiert die leider völlig missratene DVD, die bereits Anfang September 2011 auf dem Filmfestival in Venedig vorgestellt wurde. Verfremdete, undeutliche Aufnahmen in schwarz-weißer Kriseltechnik sollen künstlerisch wertvoll wirken, doch zerstört die minimalistische Ästhetik in ihrer Undeutlichkeit fast vollständig die Magie des Auftritts. Die visuelle Umsetzung unterstreicht nicht die Kraft der Musik, sondern macht sie mehr oder weniger kaputt. Deswegen deutliche Abstriche in der B-Note. Doch zum Glück kann man eben auch nur die Musik anhören, die eben auch ganz alleine wunderbar funktioniert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.3.2012
Letzte Änderung: 1.3.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sigur Rós

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Von 11.50 2
1999 Ágætis byrjun 12.67 3
2002 () 12.75 4
2003 untitled #1 (a.k.a. vaka) 9.00 1
2004 Ba Ba Ti Ki Di Do 13.00 1
2005 Takk 10.67 9
2007 Heima (DVD) 13.50 2
2008 Með suð í eyrum við spilum endalaust 9.50 2
2012 Valtari 9.67 3
2013 Kveikur 8.50 2

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