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Popol Vuh (Dt.)

Messa di Orfeo

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: live; Ambient; Moderne Klassik; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Spalax
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Florian Fricke Keyboards
Guillermina De Gennaro Recitation
Maya Rose Voice
Johannes Fricke Artist Assistance
Frank Fiedler Video

Tracklist

Disc 1
1. Deep in the Ocean of Love 2:50
2. Strofa 1 3:37
3. Nascità dell'ape 7:18
4. Strofa 2 3:45
5. Dall'origine al divenire 2:15
6. Strofa 3 4:05
7. Strofa 4 3:49
8. Primo movimento 13:41
9. Strofa 5 3:48
Gesamtlaufzeit45:08


Rezensionen


Von: Michael Hirle @


Popol Vuh's letztes Album. Ein Kreis schließt sich. In seiner musikalischen Kompromisslosigkeit steht die Messa neben der "Affenstunde", "Sei still, will ICH BIN" und dem "City Raga". Musikalisch ist die "Messa" die Essenz dieser 3 Knotenpunkte.

1998 fand in Bari, das Time Zones Festival statt. Im dortigen Labyrinth of Molfetta wurde die "Messa di Orfeo" aufgeführt. Mit Video-Lichtinstallationen von Florian Frickes langjährigen Weggefährten Frank Fiedler wurde die Aufführung ein wahrlich sinnliches Erlebnis.

Minimalistische Klangflächen und Samples schichten sich zu einem tiefenentspannenden Klangrausch. Man wird förmlich von den spartanischen Klängen eingesogen. Manchmal sind diese bedrohlich ("Dall' origine al divenire"), manchmal verstörend und wunderschön zugleich ("Nascità dell' ape"), immer aber höchst faszinierend und einnehmend. Unterbrochen werden diese von hypnotischen Recitals, welche den aufgewühlten Geist immer wieder zurückholen und beruhigen. Die Recitals sind hinterlegt mit Chören die nicht selten an Ligeti, Pärt oder an Frickes eigene Arbeiten erinnern (insbesondere dem "Gruppenseufzen" von "der Erde und ich sind eins"). Höhepunkt ist das fast 14 minütige "Primo movimento".

Im Unterschied zu den frühen Tangerine Dream, die für mich ein musikalisches Verdrängen repräsentieren (eine Klangfläche, löst eine Andere ab) sind Popol Vuh die musikalische Konfrontation. Der erste (musikalische) Gedanke bleibt erhalten und hebt alle folgenden Gedanken auf eine höhere Stufe. Das war auf dem ersten Album so und blieb auch so bis zur "Messa di Orfeo". Auch wenn sich die Mittel und Klänge änderten, im Innersten ist es immer Popol Vuh.

Die "Messa" reicht weit in die Zukunft und ist deshalb höchst progressiv. Leider blieb diese Florian Frickes musikalischer Abschied, da dieser 2001 überraschend verstarb.

Anspieltipp(s): muss komplett gehört werden
Vergleichbar mit: (gefühlt) Arvo Pärt, Walentyn Sylwestrow, Klaus Schulze, Popol Vuh
Veröffentlicht am: 30.4.2012
Letzte Änderung: 30.4.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Popol Vuh (Dt.)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Affenstunde 9.50 4
1972 In den Gärten Pharaos 10.00 4
1972 Hosianna Mantra 11.33 3
1973 Seligpreisung 10.50 2
1974 Einsjäger & Siebenjäger 11.00 3
1974 Aguirre 9.75 4
1975 Das Hohelied Salomons 11.00 3
1976 Letzte Tage - letzte Nächte 10.67 3
1976 Yoga - 1
1977 Coer De Verre (Herz aus Glas) - Soundtrack 12.00 1
1978 Brüder des Schattens - Söhne des Lichts 9.00 2
1978 Nosferatu (Soundtrack) 10.00 1
1979 Die Nacht der Seele - tantric songs 13.00 1
1981 Sei still, wisse ICH BIN 12.00 1
1982 Fitzcarraldo - 1
1983 Agape-Agape, Love-Love 12.00 1
1985 Spirit of Peace 11.00 1
1987 Cobra Verde (Soundtrack) 10.00 1
1991 For you and me 12.00 1
1993 Sing, for Song Drives Away the Wolves - 1
1994 City Raga - 1
1994 Gesang der Gesänge - 1
1995 Kailash - Pilgerfahrt zum Thron der Götter (VHS) - 1
1996 Shepherd's Symphony - Hirtensymphonie - 1
2011 Revisted & Remixed 1970 - 1999 - 1

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