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Mothlite

Dark Age

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Kscope
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Daniel O’Sullivan
Knut Jonas Sellevold

Gastmusiker

Christos Fanaras Bass on 3. & 4.
Benjamin Dawson Drums and Percussion on 2., 4., 5., 7. & 8.
Jaimie Gomez Arrellano Drums and Percussion on 3., 6. & 11.
Antti Uusimaki Modular Synth on 3., Programming on 6.
Linn Carin Dirdal Voice on 3.
Kristoffer Rygg Voice on 6.
Frances May Morgan Violin on 9.
Alexander Tucker Cello on 4.

Tracklist

Disc 1
1. Wounded Lions 5:01
2. Disappear 4:03
3. Seeing In The Dark 3:59
4. The Blood 3:19
5. Something In The Sky 3:18
6. The Underneath 5:35
7. Zebras 3:10
8. Dreamsinter Nightspore 5:00
9. Milk 3:56
10. Dark Age 4:23
11. Red Rook 5:22
Gesamtlaufzeit47:06


Rezensionen


Von: Andreas Hofmann @


Dass das neue Album von Mothlite nicht mehr so recht auf die BBS passen würde, deutete schon die vorab veröffentlichte Single "Something in the sky" an, die sich ziemlich unverfroren an "Life’s what you make it" von Talk Talk anlehnte (das Klavier!) und im Ganzen durchaus ein bisschen an die Tears For Fears aus der ersten Hälfte der 80er erinnerte. Auch das ebenfalls bald zum Download freigegebene "Zebras" hätte man exakt so in jenem Jahrzehnt veröffentlichen können, ohne dass es damals jemandem aufgefallen wäre. Die Betonung liegt bei dem mit Avantgarde Dark Pop umschriebenen zweiten Streich von Mothlite also eindeutig auf den letzten beiden Begriffen, denn so richtig avantgardistisch ist an der Musik eigentlich nur, dass sie im Jahr 2012 veröffentlicht wurde.

Was vordergründig nach einem alten Hut klingt, entpuppt sich auf Albumlänge nach mehreren Durchgängen jedoch als wirklich runde Sache. Das liegt sicherlich auch daran, dass Daniel O’Sullivan und sein Sidekick Knut Jonas Sellevold ziemlich konsequent das eingelöst haben, was sie mit dem (vor 25-30 Jahren wohl durchaus) hitverdächtigen "Something in the sky" versprochen hatten.

Im Vergleich zum Erstling "The Flax of Reverie" geht es auf "Dark Age" wesentlich songorientierter zu. Kammermusik gibt es hier gar nicht mehr, stattdessen wird auf einem zumeist sehr elektronischen Gerüst Pop-Musik gemacht, die man heutzutage in dieser Form eher nicht mehr zu hören bekommt. Nicht nur wenn beim abschließendem "Red Rook" manchmal Roland Orzabal (Tears For Fears) das Mikro an sich gerissen zu haben scheint, dürften vor allem Menschen, die in den 80er-Jahren musikalisch sozialisiert wurden, entweder wehmütig werden oder sich peinlich berührt wegdrehen. Da dieses Jahrzehnt zuletzt aber vor allem in Hipsterkreisen öfter mal zitiert und goutiert wurde, wäre es auch nicht völlig überraschend, wenn die Single, der Titeltrack und Songs wie "Zebras", "The Underneath" oder das ein bisschen an Depeche Mode und (frühe) Nine Inch Nails erinnernde "Dreamsinter Nightspore" nicht auch dort wohlwollend aufgenommen würden.

Äußerst stimmig ist übrigens die B-Seite von "Something in the sky" ausgefallen (die 7" liegt der Vinylversion bei), denn die fast 1:1 interpretierte Coverversion von Carly Simons "Why" (aus dem Jahr 1982) passt hervorragend zum Sound von "Dark Age". Wer also meint, sich mit so etwas anfreunden zu können, bekommt mit Mothlites zweitem Album eine wirklich gute Platte serviert, die sich vor allem unter einem Kopfhörer ganz hervorragend entfaltet; wer sich jedoch eine Weiterführung des "The Flax of Reverie"-Sounds gewünscht hat, tut sich damit sicherlich nicht unbedingt einen Gefallen.

Anspieltipp(s): s.o.
Vergleichbar mit: mehr Tears For Fears als Talk Talk
Veröffentlicht am: 17.5.2012
Letzte Änderung: 17.5.2012
Wertung: 10/15
Avantgarde/Prog: Fehlanzeige (dafür aber viel 80er-Synthie-Pop)

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mothlite

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 The Flax of Reverie 12.00 1

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